Was tun mit im Glas kristallisiertem Honig?

  • ich verstehe das Problem auch nicht. Honig ist ein Naturprodukt. der Kristallisationsprozess ist unvermeidlich. Normalerweise versteht das jeder Kunde.

    Das ist echt ein guter Punkt

    11 Völker (Carnica) auf DNM 1,5 mit Schied (Segeberger) im schönen Hochsauerland

  • ich verstehe das Problem auch nicht. Honig ist ein Naturprodukt. der Kristallisationsprozess ist unvermeidlich. Normalerweise versteht das jeder Kunde.

    Hallo, ja er versteht es, wenn er aber mal richtig cremigen Honig gegessen hat, dann wollen die meisten nicht mehr den harten mit Bluetenbildung am Glas.

    Bis bald Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • ich verstehe das Problem auch nicht. Honig ist ein Naturprodukt. der Kristallisationsprozess ist unvermeidlich. Normalerweise versteht das jeder Kunde.

    und Imkern ist ein Handwerk. Damit bekommt man den besten Honig hin und kann den Kristallisationsprozess beeinflussen. Es muss keiner grob kristallisierten Honig essen.

  • Jedes Herumgefummel am Honig mindert dessen Qualität.

    Ich fülle gleich nach dem Schleudern in Gläser ab. Wie sich der Honig dann entwickelt, ob er früh oder spät, grob oder fein kristallisiert, ist mir egal. Er ist immer gleich gut und lässt sich auch immer gut verkaufen. Jedenfalls sind das meine Erfahrungen.

  • Den Honig cremig zu rühren ist imkerliches Handwek und kein „Herumgefummel“. Sicher, man kann auch direkt nach dem Schleudern abfüllen, Deckel drauf und der Rest „ist mir egal“. Stumpf ist Trumpf.


    Wenn man dem Kunden erklärt, dass natürlicher Blütenhonig sich mit der Zeit auskristallisiert und mehrmaliges Erwärmen die Quallität beeinträchtigt, weiß er Bescheid. Dann kann er selbst entscheiden. Der (Wasser)flüssige HoNiG in der Plastikeinwegflasche aus dem fernen Nicht-EU-Land bleibt länger flüssig. Warum nur? ;)

    Jeder Kundenstamm ist anders. So hat jeder seine Erfahrungen. Mein Bienenvater sagte mal mit einem Lächeln: Der Kunde ist manchmal ein seltsames Tier.


    Tom

  • Den Schaum lasst Ihr nach dem auftauen, nehme ich an, einfach drauf?


    Mich wundert, dass das noch niemand Thematisierte....

    Der Abstand zwischen Supermarkt und Imker sollte dem Preisunterschied entsprechen.....

    Wer Qualitätshonig draufstehen hat sollte das auch drin haben und dann, dann gehört kein Schaum drauf, welcher nach dem Auftauen aufschwimmt.


    Honig vom Imker sollte für Qualität sprechen.....

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup:

  • Dann werfe ich mal eine provokante Frage in den virtuellen Raum.

    Was ist besser, ein Honig der in einem großen Lagergebinde stundenlang gewärmt wurde um flüssig zu werden und dann (ohne Schaum) abgefüllt wird?

    Oder Honig, der nach dem Schleudern und klären sofort abgefüllt und gekühlt gelagert wird, bis kurz vor dem Verkauf. Dann nur kurz erwärmt werden muß- reicht ja, weil wenig Masse.

    Er dafür aber ein bisschen Schaum auf der Oberfläche hat?


    Welches Qualitätskriterium ist das Entscheidende? Enzym oder Optik?

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • jetzt komm mir keiner mit Fakten, ich hab doch schon eine Meinung...:rolleyes:

    1. Honig leidet bei jeder Erwärmung

    -> je weniger Temperaturerhöhung, desto besser

    -> je kürzer die Dauer im erhöhten Temperaturbereich, desto besser


    2. Honig bleibt aber nicht flüssig, wenn noch Start-Kristalle drin sind, also muss man alle auflösen (mit allen Nebenwirkungen) oder schnell verbrauchen/rühren. Mehrmals auflösen ist ja auch keine Lösung.


    3. Kundenwünsche sind verschieden. Wer selbst und direkt verkauft, kann hier vielleicht den Kundenwunsch beeinflussen.

    -> die meisten Kunden wollen flüssig oder cremig und sehen Schaum als Makel, weil sie das so woanders bekommen

    -> grob kristallin oder mit Schaum hat ebenfalls Fans und anderen muss man es erklären können.


    Jetzt muss jeder von uns entscheiden, wo sein Kompromiss von möglichst unberührt und am besten zum Kundengeschmack passend für seine Kunden liegt. Das kann man hier nicht pauschal diskutieren, wohl aber die grundsätzlichen Möglichkeiten.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Dann nur kurz erwärmt werden muß- reicht ja, weil wenig Masse.

    Hallo, ich werfe den 3. Weg in den Raum. Der Honig laeuft durch den Melitherm und wird noch viel kürzer erhitzt wie in einem einzelnen Glas. Da kann man dann auch den Schaum entfernen.

    Bis bald Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Hallo, ich werfe den 3. Weg in den Raum. Der Honig laeuft durch den Melitherm und wird noch viel kürzer erhitzt wie in einem einzelnen Glas. Da kann man dann auch den Schaum entfernen.

    Bis bald Marcus

    Sehe ich genauso! Melitherm scheint da ja die schonendste Methode der Honigverflüssigung zu sein.

    Allerdings habe ich das Problem, dass bei mir immer winzige Kristalle übrig bleiben und der Honig relativ zügig wieder trüb und fest wird (ich spreche hier vom Sommerhonig). Habe auch schon Kontakt mit Herrn Spürgin aufgenommen, mir bereits neue Original-Seihtücher/-Seihsäcke bestellt, aber dennoch bleiben Restkristalle im verflüssigten Honig. Bin echt ratlos

    11 Völker (Carnica) auf DNM 1,5 mit Schied (Segeberger) im schönen Hochsauerland