Mullerbrett - was passiert, wenn...?

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    Nach dem Teilen des Volkes (Königin mit offener Brut unten, verdeckelte Brut oben über dem Mullerbrett ) befinden sich oben entweder bereits Schwarmzellen oder es entstehen Nachschaffungszellen. Was passiert nun, wenn die Jungköniginnen schlüpfen oder schlüpfen wollen, zieht die Altkönigin unten mit einem Vorschwarm aus und kommen eventuell Nachschwärme aus dem oberen Raum, oder passiert in der Hinsicht gar nichts, weil die Trennung durch das doppelte Drahtgitter ausreicht?

  • Ich habe das Brett nur ein Jahr ausprobiert.

    Geschwärmt ist da nichts, der Abstand zwischen den beiden Teilen betrug 5 bis 10 cm. Das waren zwei "Völker" und das mit der legenden Königin lebte da "unten" schon schon in der Vorstellung, es sei ein "Schwarm". Ich bin mir etwas unsicher, ob ich unten "viel" offene Brut plaziert habe - nach meiner Erinnerung war das eher ein Flugling - aber sicher bin ich da nicht mehr.

  • Bedankt.

    Mich interessiert halt, ob ich den "Brutling" ohne Gefahr und ohne weiteren Eingriff als Ableger bis zur Begattung weiterlaufen lassen kann. Dann könnte ich pauschal alle Völker, falls nötig, noch während der Frühtracht so behandeln, vom Schwarmtrieb erlösen, Milben reduzieren und Jungvölker bilden.

    Vielleicht wäre es am sichersten, das gesamte Volk in einen Kübel abzufegen und unten auf ein Tuch vor die Tür der Zarge mit der offenen Brut zu schütten. In den oberen Raum würde ich die Honigraumbienen hineinfegen.

  • Das war nicht meine Frage.

    Mich interessiert im Augenblick nur, ob ich so verfahren kann, ohne dass nach ca. 1 Woche Schwärme rausfliegen, weil ich die Schwarm- bzw. Nachschaffungszellen nicht entferne, ob das doppelte Drahtgeflecht über den Köpfen ausreicht, die Königin unter dem Mullerbrett nicht auf das Tüten der Jungweisel oben reagieren zu lassen, so dass der Flugling unten ausschwärmt.

    Ob dieses Brett gegen Milben ausreichend funktioniert, ist hier nicht die Frage, muss jetzt auch nicht diskutiert werden, es geht mir um eine einfache Schwarmvorwegnahme, Völkerverjüngung und Milbenreduzierung als evtl. Nebeneffekt.

    Das IF beantwortet mir nicht meine Kernfrage (zumindest kann ich dort oben nur Stichwörter eingeben, die nichts bringen, außer viel Lesen ohne Ergebnis), es sei denn hier und jetzt.

    Das FÜR und WIDER das "Mullerbrett" im IF und im gesamten googlebaren Internet ist mir bekannt.

    Ich könnte mir vorstellen, dass der Brutverlust und der plötzlich Raum durch nur offene Brut und Leerrähmchen im unteren weiselrichtigen Teil ausreichen könnte, um eine Schwarmlust zu verhindern oder abklingen zu lassen, trotz schlüpfender Königinnen im oberen Teil mit verdeckelter Brut und ständig schlüpfenden Jungbienen.

  • Das war nicht meine Frage.

    Mich interessiert im Augenblick nur, ob ich so verfahren kann, ohne dass nach ca. 1 Woche Schwärme rausfliegen,

    Nein, warum auch, die sind doch nicht in Schwarmstimmung! Der Schwarmvorgang ist doch das Ende eines lange dauernden Prozesses. Aus dem heraus entstehen Schwarmköniginnen. Hier ist das nicht gegeben. Also kein Problem!

  • Ok, ich gehe mal davon aus, dass es funktioniert, da Herr Schmid vom Zusetzen einer Edelzelle spricht, die dann ja ebenso die Altkönigin vertreiben müsste, oder nicht?

    Zitat

    Man kann damit sofort einen Brutableger mit einer Edelzelle bilden. Da die

    schlüpfende Königin bis zum Hochzeitsflug und zur Eilage ca. 10 Tage braucht,

    ist dieser Vorsprung ausreichend, dass alle Bienen aus der verdeckelten Brut

    schlüpfen, bevor die Milben wieder Brut in dieser Einheit finden. Dieses Volk soll

    20 Tage nach Erstellung auf einen Ablegerstand gebracht werden.

  • Eben, da würde ich gern weitergebildet werden. Reagiert ein Volk auf eine zugesetzte Kö-Zelle anders als auf eine eigene z. B. Schwarmzelle. Es ist ja hier durch das Drahtgitter keine wirkliche Trennung entstanden, zumindest können sich beide Volksteile riechen und spüren und ebenso die alte Königin, wenn die neue schlüpft. Das ist eben mein Anliegen in der Planung: Wie sicher ist die Trennung durch die beiden Drahtgitter, wenn ich eine der Schwarmzellen zum Schlupf kommen lasse. Mit einem normalen Zwischenboden kein Problem; aber klappt das auch mit doppeltem Drahtboden.

    Ich werde es wohl im nächsten Jahr darauf ankommen lassen und dann schlauer sein.

  • Moin, moin,


    ein Volk hat nicht eine eigene Schwarmzelle, es hat deren mehrere, am Höhepunkt eines wochenlangen Prozesses, in dem es auf den Schwarmakt hinlebt.

    Eine Zelle gibt es nur als übersehene Zelle, aber eben auch als Ergebnis der Schwarmtriebigkeit. Oder wegen Stiller Umweiselung. In der Regel. Es sind aber Bienen.

    Gruß Clas.

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Natürlich! Die beste würde ich ja zwecks Vermehrung stehen lassen. Die Frage war doch:

    1. Herr Schmidt sagt doch sinngemaß, dass man u. a. sofort eine Edelzelle zusetzen kann.

    2. Kann man dann auch eine Schwarmzelle oder gar mehrere stehen lassen?

    Eigentlich schon, denke ich, oder gibt es irgendwo einen Denkfehler.

  • Ich habe nicht so ganz verstanden, was Dich umtreibt....


    Bei Umweiselungszellen käme ich nicht auf das Thema Schwarm...


    Bei Schwarmzellen und dann Muller-Brett ist das doch nur wenig anders als beim "Vorwegnehmen" des Schwarms, den ich dann so praktiziere, dass Wandergitter den unteren Teil mit der Königin auf dem alten Platz und dem alten Boden den Brutteil abtrennen, aber bei Kälte auch mitheizen würden.


    Dass die Bienen Geruchskontakt haben, ist sicherlich zutreffend.


    Dass dadurch aber Nachschaffung zugelassen und Schwarm dennoch erolgt, habe ich nicht erlebt und kann es mir nur als "so sind die Bienen halt manchmal" vorstellen.


    Eigentlich ist mit dem Trennen durch Draht ausreichende Trennung für ein eigenes "Volksdenken" geschaffen.


    Ausprobieren - ich denke, das Trennen mit Drahtgeflecht zur Schwarmvermeidung kann nur gut ausgehen.