Rund ums Rähmchen (u.a. Nageln, Drahten)

  • Hallo liebe Imker(innen),


    ich möchte gern erfahren wie ihr Rähmchen i.T. zusammenbaut und drahtet.


    Zusammenbau: Nageln, Druckluftheften, Holzleim, u.v.m. ...?


    Drahten: Normaler Draht – V2A- Draht ? Bauplan für eine Drahtungsvorrichtung ? (Dachte an eine mit Hebel zum „Entspannen“ des Seitenteils.)
    Senkrecht oder waagrecht Drahten ?
    Wie erkenne ich die richtige Drahtspannung ?
    Was muß ich beim Einlöten beachten ?
    Funktioniert u.U. ein alter Eisenbahntrafo ?


    Vorab Danke.


    Gruß


    Matthias

  • Hi,


    also meine mod. Dadant Rähmchen werden genagelt und geleimt. Früher hatte ich auch andere Maße wie z.B. das kleine Hoffmannmaß, da habe ich auch schon mal fertige Rähmchen gekauft oder auch nur genagelt.


    Zum Drahten, es zahlt sich aus den stabileren V2A Draht zu verwenden, den kann man Jahrzehnte verwenden.


    Zur Drahtung, meine Dadant Rähmchen werden waagerecht gedrahtet und meine alten kleineren Maße habe ich auch senkrecht gedrahtet. Meine Erfahrung ist das bei waagerechter Drahtung die Seitenteile nicht so stark gebogen werden. Die Ober- und Unterteile wurden bei der senkrechten Drahtung teilweise sehr stark verformt, was auch daran liegen dürfte das, früher bei den kleinen Rähmchenmaßen, die Teile nicht so stabil gebaut waren wie bei den Dadanträhmchen.


    Der Draht ist dann gut gespannt wenn er in einem bestimmten Ton "singt" - aber nicht zu stark spannen! Die Rähmchenteile sollte sich nicht merklich verformen. Das ist alles Erfahrungssache oder auch Gefühlssache.



    Ich hoffe dies hilft
    Franz

  • Nageln kann man gut mit Elektrotackern. Ich habe einen von Novus, der mit Akkus betrieben wird. Die Akkus waren, als ich ihn gekauft habe, dieselben wie bei Makita. Dadurch brauche ich weniger Akkus.


    Eine Länge von 19 mm reicht bei den Klammern.


    mfG Winfried Berger

  • Iich habe immer wieder gehört, daß man Rähmchen sehr gut in einer Ätznatron-Lösung reinigen kann. Wer weiß, wievile prozentig die Lösung sein muss?
    Möchte einen alten Einkochautomat dazu verwenden.
    Bitte um baldige Hilfe, da der Winter bald vorbei ist und es wieder mit der Arbeit losgeht.
    Viele Grüße
    Detlef

  • Hallo,


    eine dreiprozentige Natronlauge reicht. Handschuhe usw. nicht vergessen! Die Reste von Wachs und Propolis musst du vielleicht noch mit einer Wurzelbürste entfernen, geht aber sehr leicht. LAss die Rahmerl erst a bisserl einweichen, dann gehts am besten. Ich machs übrigens immer in einem Schubkarren.

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    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo Matthias Bauer,


    ich verwende modifizierte Zanderrähmchen in Hoffmannausführung, die ich mit Heimwerkermaschinen selbst baue. Bei der Drahtung hat sich die waagrechte bewährt und zwar mit Edelstahldraht. Gründe: 1. Beim Abkratzen der Überbauten der Oberträger wird der Draht nicht beschädigt. 2. Edelstahldraht wird von der Ameisensäure, die zur Varroabehandlung verwendet wird, nicht angegriffen. Übrigens: Keine einfachen Drahtgitter für den offenen Gitterboden verwenden sondern entweder aus Kunststoffgeflecht (muss aber besonders stabil sein, da sich manchmal Mäuse durchnagen) oder Edelstahl, genau aus dem gleichen Grund wegen der Ameisensäure.

    Imkeranfänger 1973, nach 3 Jahren wegen Schul- und Berufsausbildung Aufgabe des Hobbys, 1996 Wiedereinstieg, zwischen 15 und 25 Völker, Landrasse auf Hohenheimer Einfachbeute im Selbstbau, AS auf Schwammtuch und Tropfflasche.

  • Hallo Pit,


    haben Deine modifizierten Zanderrähmchen einen starken Oberträger, also etwa 20 mm dick? Wenn es so ist, dann wundert mich die Überbauung. Damit die dicken Oberträger überbaut werden, muß sich der Imker ja schon fast anstrengen, normalerweise werden sie nicht überbaut. Wenn es passierte, hatten die Völker bei guter Tracht deutlich zu wenig Platz.
    Das ändert nichts daran, daß die waagerechte Drahtung vorteilhafter als die senkrechte ist, z.B. auch wegen der fehlenden Durchbiegung des oberern und unteren Rähmchenholzes.


    Grüße, Thomas

  • Hallo Thomas,


    der Oberträger ist 19 mm stark und 27 mm breit. Bei Überbauung meinte ich nicht diese im herkömmlichen Sinne, bei der ich einen Eimer voll Wachs abkratzen kann. Ich meinte leichte Wachsbrücken, wie sie z.B. zwischen zwei Zargen gebaut werden oder auch Propolisverkleidungen. Im Übrigen habe ich mit diesen modifizierten Zanderrähmchen nur gute Erfahrungen gemacht. Ich kann sie nur weiter empfehlen.


    Einen schönen Tag wünscht Pit

  • Die starken Oberträger snd schon eine feine Sache (natürlich nur zusammen mit der Einhaltung des Bienenabstandes). Beim Zandermaß wurden sie nachträglich eingeführt, Original kamen sie m.E. vom Langstrothmaß.

  • Hallo Imkersleut,
    nun ist wieder die Zeit die Rähmchen auf Vordermann zu bringen und jetzt würde mich mal interessieren, wie ihr den Draht bei den alten ausgeschmolzenen Rähmchen nachspannt.

    ___________
    Ich bin nicht die Signatur,
    ich putze hier nur.

  • Moin Apiarius,


    mit dem Drahtspanner natürlitzsch.


    Da sind vorne zwei ineinander laufende Zahnräder dran und damit zieht man über die Rähmchendrähte. Das spannt sie, weil wellig ist kürzer, und gibt auch der MW oder Wabe nacher mehr Halt, weil wellig hält auch besser im Wachs.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder