Dampfwachsschmelzer

  • Guten Abend,


    ich habe da eine Frage, hat jemand Erfahrungen gemacht mit dem Dampfwachsschmelzer der Firma Logar und zwar:

    "Kleinwachsschmelzer und Desinfektor mit Dampfmeister"

    Durchmesser: 47 cm

    Höhe: 72 cm

    Ich habe derzeit 5 Völker auf Dadant und habe vor auf 10 hochzustocken nächstes Jahr. Die anfallenden ALtwaben würde ich gerne mit einem Dampfwachsschmelzer "verwerten".

    Meint ihr dieser Wachsschmelzer ist dafür ausreichend oder sollte man eine Nummer höher gehen?

    Hat diesen jemand im Gebrauch und kann was dazu schreiben?



  • Den Schmelzer von Logar kenne ich nicht, aber die Maße sehen für Dadant Brutwaben nicht sehr geeignet aus. Finde "rund" in Falles des Schmelzers auch eher unpraktisch.

    Ich kann die aus eigener Erfahrung den Schmelzer von unserem Forumskollegen empfehlen:


    https://www.hommel-blechtechnik.de/dampfwachsschmelzer.html


    Ist paar Euro teurer, aber direkt ne Nummer größer, Top Qualität und du hast Völker technisch noch Luft nach oben... :)


    Grüße Tobias

  • Achso, anstatt den dazugehörigen Dampftopf klappt es auch mit 2 Dampftapetenlösern z.B. Wagner W16 sehr gut.

    Den Dampftopf kann man dann ja jederzeit nachrüsten sobald sich wieder etwas "Honig-Geld" angesammelt hat....

  • Als bayrischer Imker kannst du auch die Imkerförderung dafür beantragen und mit dem Zuschuss relativiert sich der Preis. Die rechteckige Form fand ich jetzt für eckige Rähmchen auch passender als rund. Einzelne Rähmchen mache ich mit Sonnenwachsschmelzer nebenbei, aber die Spitzen beim Waben aussondern sind viel angenehmer, wenn man viele Wabem auf einmal schafft, Den zugehörigen Dampftopf habe ich als Zubehör beim Set-Kauf ebenfalls gefördert bekommen, bei Tapetenablösern gibt es vermutlich eher keine Förderung.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Desinfektion mit Wasserdampf ist gegen die meisten Erreger von Bienenkrankheiten möglich, nicht jedoch gegen Sporen der Amerikanischen Faulbrut (AFB). Diese erfordert mindestens 30 min lang 120 Grad. Im AFB-Fall ist aber ohnehin den Weisungen des Veterinäramtes zu folgen (Verbrennen des Wabenmaterials, im Ausnahmefall Gewinnung von Seuchenwachs mit Sterilisation durch einen Fachbetrieb).

  • Gibt nix besseres als ne Alte Spülmaschiene.

    Das Ding ausschlachten, vielleicht isolieren. Gaaanz aus VA, dicht und es passt so richtig was rein.

    Und nu kommts: umsonnst!

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Wenn man die Zeit fürs Reinigen, Ausschlachten und Umbauen rechnet, ist sie plötzlich gar nicht mehr umsonst. Wenn die nicht ganz uralt sind, gibt es innen mittlerweile doch einige Teile aus Kunststoff statt Edelstahl und den Dampferzeuger brauchst du auch noch.

    Den Schmelzer kann ich locker allein tragen und für die ungenutzte Zeit platzsparend verstauen - Bei der Spülmaschine wird es selbst nach dem Ausschlachten damit schwieriger sein. Diese beiden Aspekte waren mir das Geld beim Kauf wert, aber das kann man natürlich auch anders gewichten

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

    In den runden Schmelzer, krieg ich laut Weber 10 Rahmchen rein, also eigentlich groß genug für mich oder?

    Beim oben verlinkten Schmelzer bin ich mit Förderung Trotzdem deutlich teurer, sonst finde ich ihn ja schon schick.

    Die Version mit dem Einkochautomaten klingt interessant,hat diese Version jemand?

    Ansonsten gibt's von euch noch weitere Empfehlungen?

  • Ich habe vom Geller so seinen Metalltrichter, der die Abmaße meiner Zargen hat und als grober Filter fungieren kann.

    Man nimmt eine Leerzarge, stellt dort einen Eimer rein, den Trichter drauf und auf den Trichter erst ein ASG und dann eine Zarge mit auszuschmelzenden Rähmchen. Dann eine alte Folie und ein Deckel drauf.

    Ein Tapetenlöser dient als Wasserdampfquelle.


    Der Vorteil: ist preislich überschaubar, nimmt nicht viel Platz weg und funktioniert fast genau so komfortabel wie die teuren Edelstahl-Schmelzer.


    Ein breiter Spachtel als Hilfsmittel, um den Schlonz zwischendurch zu entfernen, empfiehlt sich.

  • Ich habe vom Geller so seinen Metalltrichter, der die Abmaße meiner Zargen hat und als grober Filter fungieren kann.

    Man nimmt eine Leerzarge, stellt dort einen Eimer rein, den Trichter drauf und auf den Trichter erst ein ASG und dann eine Zarge mit auszuschmelzenden Rähmchen. Dann eine alte Folie und ein Deckel drauf.

    Ein Tapetenlöser dient als Wasserdampfquelle.


    Der Vorteil: ist preislich überschaubar, nimmt nicht viel Platz weg und funktioniert fast genau so komfortabel wie die teuren Edelstahl-Schmelzer.


    Ein breiter Spachtel als Hilfsmittel, um den Schlonz zwischendurch zu entfernen, empfiehlt sich.

    Genau so habe ich es dieses Jahr auch gemacht. Ich habe die Rähmchen nicht ganz dicht zusammen gehängt und dafür zwei Zargen übereinander. Geht dann auch super.

    Lediglich die Zarge bekommt natürlich ordentlich Feuchtigkeit ab.

    Hat aber gut funktioniert.

  • Ich habe einen runden Schmelzer von meinem Vater übernommen.

    Er hatte DNM 1,0. Mit meinen 1,5 er Rahmen ist die Sache für mich schon grenzwertig und ich würde Dir bei Neuanschaffung einen eckigen empfehlen.

    Mittlerweile stecke ich alles in den Sonnenwachsschmelzer und nutze den runden nur einmalig, wenn noch was übrig sein sollte, was die Sonne nicht mehr schafft.

    Über das Geller-Teil, was Ralf empfiehlt, denke ich auch schon nach.;)

  • Da möchte ich auch eine Lanze für den Rall0r beschriebenen Metalltrichter brechen, ich verwende dieses System auch. Nachdem die este Zarge durchgelaufen kratze ich hier die Rähmchen, während die zweite Zarge ausgeschmolzen wird. Geht ganz gut von der Hand, auch wenn man nicht das allerletzte Gramm Wachs raus bekommt. Für 5-10 Völker ist das in meinen Augen mehr als ausreichend, es funktioniert hinreichend gut und schnell.


    Der Metalltrichter wird zur Lagerung einfach in eine Zarge gestellt, der Dampferzeuger oben drauf in eine Weitere und schon nimmt das Ganze praktisch keinen Platz mehr weg. Ein nicht ganz unwesentlicher Punkt für Gerätschaften die nur an 2-3 Tagen im Jahr gebraucht werden.


    Edit: Hier ist das Ganze von Pia Aumeier beschrieben worden, vor allem die Bilder helfen da sich eine Vorstellung zu machen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Llecter ()

  • ...Metalltrichter

    Wirklich nur 2 Zargen? Wir nutzen hier 3 Zargen: 1 x für den Wachsauffangeimer, 1 x für den Trichter (Siebe werden zusätzlich mit Damenstrumpfgewebe bespannt), 1 x für auszuschmelzenden Wabenblock.

    Vorteil: Man kann kontinuierlich arbeiten: Je ein ausgeschmolzenes Rä. aus dem Wabenblock entnehmen, dafür ein zu schmelzendes rein; das ausgeschmolzene sofort (noch heiß) mit Dachfirstfugenkelle abkratzen + zum trocknen in den Leerzargenturm hängen -> nächstes Rä. usw. Ab und zu muß der Trester mit einer Maurerkelle (Edelstahl) ausgeräumt werden (dabei ausdrücken erhöht die Wachsausbeute).

    Der Dampf hält auch das Wachs im Auffangeimer flüssig (wärmedämmende Unterlage unter dem Wachseimer von Vorteil). Dies und die Damenstrumpfbespannung ersparen ein nochmaliges Aufschmelzen/-reinigen des Schmelzwachses, wenn man es für die MW-Produktion vorsieht. Für die Kerzenproduktion ist u.U. eine nochmalige Reinigung nötig, da habe ich keine Erfahrung.