Bienenwachskerzen laufen

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    Hallo zusammen,

    icb habe nun schon viel herumprobiert aber meine Kerzen wollen nicht richtig funktionieren.

    Entweder sie brennen zu stark, gehen aus, oder laufen irgendwann aus. Ich habe schon verschiedene Dochtgrößen, natürlich auch die Vorgabe des Silikonformherstellers, getestet aber immer wieder das gleiche.


    Habt ihr einen Tip für mich an was das liegen kann? Danke

  • Eine Mögliche Ursache, wäre der Docht ist in der falschen Richtung in der Kerze.

    Das beim weben/flechten des Dochtes entstandene V muss mit der Spitze nach oben zur Dochtspitze zeigen.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Kann eig nur am Docht liegen. Wenn Sie auslaufen ist der Docht zu dick, oder nicht ganz mittig. Wenn er falsch herum wäre, würde die Kerze gar nicht richtig ins Brennen kommen. Andere Korrekturmöglichkeiten hast ja nicht.
    Das Wachs ist nativ Bienenwachs, keine Beimischungen?

  • Eisvogel : Über Google finde ich jede Menge gleichlautende Aussagen über die Dochtrichtung, aber auch genauso viele Aussagen, daß das V im Docht nach oben offen sein muß, sonst gäbe es "rußende" Gnubbel" beim abbrennen.

    Meine Frau baut jedenfalls gerade den Docht mit dem nach oben offenen V in die Kerzen für den Weihnachtsmarkt ein. :)

    Gruß Klaus

    Recht is Recht - Tweerlee Recht dat geit man slecht !

    ……..Niederdeutscher Hausspruch aus Scheeßel...……

  • Hallo ich habe nun etwas rumprobiert.

    Ich habe den Docht mit der Vspitze nach oben eingezogen aber ich erkenne nicht wirklich einen Unterschied. Dann habe ich den Docht um eine Stufe kleiner gemacht als der Hersteller vorschreibt, aber auch hier läuft die Kerze aus. Habt ihr einen Richtwert wie dick der Docht sein muss je dicke der Kerze?


    Ich habe jetzt erstmals Teelichter gegossen mit einer gekauften silikonform und Docht. Diese brennt anfangs gut wird aber dann vom Wachs ertränkt.

    Ich verzweifle schön langsam...


    Das Wachs ist 100% Bienenwachs ich tausche mein Wachs jetzt sogar schon gegen Mittelwände die ich einschmelze um Schmutzeinschlüsse auszuschließen.

  • Es müssen Docht-Wachstransportfähigkeit, Wärmeabgabe und zu schmelzende Wachsmenge zusammenpassen.

    Leider transportieren nicht alle Dochte gleich, weil Fasermaterial und Flechtung kleine Unterschiede bei gleichem Durchmesser ergeben. Die Außentemperatur macht kleine Unterschiede beim Abschmelzverhalten des äußeren Randes aus.


    Faustregel: Je dicker der Docht, desto mehr Wachstransport und Verbrennungswärme => desto dicker darf die Kerze sein, um randlos abzubrennen.

    Der Rest ist probieren. Wenn es im Teelicht ersäuft, ist der Docht vermutlich zu schwach/dünn.


    Ich würde mein Wachs lieber selbst umschmelzen. Wenn es wirklich garantiert dein Wachs beim MW-Machen ist, ist es eine extrem teure Reinigung. Beim Tausch gegen MW kann es auch schon wieder Wachs mit irgendwas sein.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Erschreckend ist, dass die Dochte der Teelichter fertig gekauft extra für Bienenwachsteelichter sind.

    Dann muss es wohl am Wachs liegen.

    Bei meinen Teelichtern habe ich das Gefühl, dass die Dochte zu dick sind.

    Die Flamme ist recht groß und brenn tun die nur 2 Stunden. Dann sind sie alle.

    Ich habe aber leider noch keine dünneren im Imkerfachhandel gefunden.

  • Mögliche Fehlerquellen: Auch bei den Teelichtern gibt es unterschiedliche Größen und damit Dochtstärken. Teelichtdochte sollten vor dem ersten Anzünden lang genug über das Wachs rausstehen, mindestens 1cm, weil die noch ziemlich zusammenschnurren. Für Bienenwachskerzen gibt es andere Dochtstärken als für Stearin- oder Paraffinkerzen. Dochtstärken unterschiedlicher Hersteller sind nicht gleich. Laufen die Kerzen immer in einer bestimmten Richtung aus bzw. kannst Du einen beständigen, leichten Luftzug ausschließen, quer oder auch von unten nach oben durch einen Ofen oder eine Heizung?

    Lagern soll die Abbrenngeschwindigkeit reduzieren. Mit einem 1er-Docht gefertigte 8-10 mm dicke Kerzen brennen bei mir aber auch am Tag der Herstellung gesittet und ohne Tropfen ab.

    Weiter viel Erfolg bei der Fehlersuche!

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen guten Morgen :-)


    Gerade Teelichter brauchen ein super sauberes Wachs.

    Das geht auch nicht mit Mittelwänden.

    Wenn das Bienenwachs beim gießen noch trübe ist, hat es zuviel Schwebstoffe und das saugt der Docht an, verstopft und brennt nicht mehr richtig.

    Die Folge ,das Teelicht ersäuft.

    Kerzen machen ist nicht leicht.

    Jedes Jahr erlebe ich Überaschungen.

    Mein eigens Wachs ist ganz klar beim gießen und das kann ein Imker mit nur 4-5 evtl 10 kg Wachs garnicht hinbekommen.

    Ich kläre gleich immer ca. 40 kg auf einmal.

    Dauert etwas bis es zum ablassen fertig ist ,diese Zeitspanne hat wenig Wachs einfach nicht.

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Doch, das geht auch mit wenig Wachs. Ich fülle das flüssige Wachs über 2 cm heißes Wasser in 1-kg-Jogurtbecher, diese stelle ich dann auf die Heizung. Deckel drauf und Decke drüber und nicht mehr anfassen. Nach dem Erstarren den Boden des Blockes penibelst abkratzen. Das Ganze ggf. wiederholen, bis der Boden sauber bleibt.


    Wenn man die Wärmemenge von viel Volumen nutzen möchte, kann man auch wenig Wachs mit viel Wasser ergänzen. Deckel drauf, Decke drumherum, evtl 1-3 h bei Warmhaltestufe auf dem Induktionsherd stehen lassen, es sollte aber keine Bewegung mehr ins Wasser kommen. Ruhe.