Bienenfreundliche Pflanzen

  • Hallo zusammen
    Da auch für manche Pflanzen das Jahr im Herbst anfängt,bestelle ich jetzt schon für das nächste Jahr.Dabei hoffe ich auf eure Hilfe, denn ich würde gerne wissen, welche Pflanzen für die Bienen von Vorteil sind(speziell).Bienenfreund und Senfgras kenn ich schon.Weiden sind genug um mich herum, aber ich kann noch manches Gehölz um mich herum gebrauchen.Was könnt ihr mir empfehlen?
    Grüße und einen schönen Sonntag an alle
    Guido

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Hallo,
    versuchts mal mit Symphoricarpus orbiculatus auch als Schneebeere oder "Knallerbse" bekannt.
    Es gibt unzählige Sorten und Variationen davon und es ist ein anspruchsloser Strauch mit unscheinbaren Blüten. Diese erscheinen bereits im Frühsommer und blühen je nach Sorte bis der erste Frost kommt.
    Von den Bienen wird die Pflanze sehr gut besucht.
    Auch Disteln sind ein Schmuck für jeden Garten. Es gibt da z.B. die "Honigdistel" und auch sehr viel kleinere Sorten für einen Minnigarten.
    Auch die Himmelsleiter, ein Staudengewächs, ist sehr zu empfehlen.
    Die gibt es in blau und weiß und blüht fast den ganzen Sommer.


    Beste Grüße
    Hartmut Ebert


  • Hallo Guido,


    hier gibt es eine lange Liste von bienenfreundlichen Pflanzen,
    angefangen von Bäumen über Sträucher usw. bis zu Zwiebelgewächsen:


    http://www.mellifera.de/konkretweide.htm 

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


    ____________________


    Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen;
    je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er (K.v.Frisch)


    Es irrt der Mensch, solang er strebt (J.W.v.G.)

  • Hallo Guido,
    ich wills gar nicht so wissenschaftlich machen, sondern gebe den Rat, den ich auch in den Monatsversammlungen weitergebe. Eine meiner Ansicht nach wichtigste Pollenversorgungszeit ist das Frühjahr, hierbei denke ich speziell an die Hasel, die manchmal an sonnengeschützen Lagen schon im Februar blüht. Auch die Weide ist ein sehr wichtiger Pollenspender im Frühjahr, deshalb vermehre ich diese beiden Arten wo immer ich kann, gehe manchmal am Bach spazieren mit Weidenstecken und befestige auch damit das Ufer, das Anwachsen ist sowie kein Problem.

  • Hallo Guido, als echt gute Bienenweide kann ich Dir die Stinkesche empfehlen. Lass Dich jetzt nicht von ihren Namen abschrecken. Der botanische Name lautet Euodia (manchmal auch Evodia) hupenensis. Die Amerikaner nennen ihn Bee-Bee-Tree, manche bezeichnen ihn als "Superbienenstrauch"! Vor etwa 15 Jahren pflanzte ich auf meinen elterlichen Grundstück drei Exemplare, zwei auf einen sonnigen Standort, einen auf einen mehr schattigen. Davon stehen heute noch zwei, der auf den schattigen Standort hat sich viel besser entwickelt, ist heute etwa sieben Meter hoch. Im Spätsommer sitzt er über und über mit tellerförmigen Blütenansammlungen. Besucht werden diese von so vielen Bienen, Hummeln und anderen Insekten, das es richtig "brummt". Er liefert viel Nektar und guten Pollen, in einer Zeit, in der die Bienen sonst wenig finden. Volle Honigtöpfe wünscht Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Miteinander,


    Evodia hupenensis ist mehr für Weinbauklima, in unserer Region (Nähe Bayerischer Wald) .z.B. Klingenbrunn ist einer der kältesten Orte in der BRD, anchließend kommt schon fast Sibirien :D , gedeiht dieser Evodia nicht, er wächst bei uns nirgends, kümmert so vor sich hin.

  • Hallo miteinander,
    es gibt da einen Baum namens "Sophora japonica L.", ist zu Deutsch Japanischer Schnurbaum, Perlschnurbaum, Honigbaum. Davon stehen im Heilbronner Krankenhaus-Gelände "Gesundbrunnen" einige. Im Spätsommer bzw. trachtarmen Zeit blühen diese Bäume mächtig und sind voll Bienen, was mich immer wieder sehr erfreut.
    Deshalb habe ich mich dafür interessiert und wurde in einer Baumschule fündig. Zwar noch nicht gepflanzt, aber immer noch am Thema interessiert.
    Hier einige Daten:
    Wuchs: Mittelgroßer Baum mit rundlicher, später breit gewölbter, sehr lockerer und lichter Krone. Stamm meist kurz, in der Jugend schlank, Hauptäste unregelmäßig schräg aufsteigend, untere Astpartien beinahe waagerecht, breit auseinanderstrebend; in den ersten Jahren zögernder Wuchs.
    Größe: 15 bis 25 m hoch und 12 bis 20 m breit. Jahreszuwachs in der Höhe 40 cm, in der Breite 35 cm, nach etwa 30 Jahren schwächerer Wuchs.
    Blätter: spät austreibend, bis zu 25 cm lange Trauben, 7 bis 17 Blättchen , elliptisch bis eiförmig, bis 5 cm lang. Meist nur schwachgelbe Herbstfärbung.
    Blüten: Gelblichweiße Schmetterlingsblüten in endständigen, lockeren, bis zu 25 cm langen Trauben, Ende Juli bis August. Blüten erscheinen nach etwa 10 bis 15 Jahren.
    Früchte: Hängende, rundwandige Hülsen, perlschnurartig gefiedert, werden nur in warmen Sommern ausgebildet (Weinbaugebiete, Kontinentalklima).
    Standort: sonnig.
    Boden: Gut durchlässige, trockene bis frische Böden, schwach sauer bis stark alkalisch. Da der Schnurbaum sehr anspruchslos ist, gedeiht er auch auf sehr trockenen, armen Standorten.
    Eigenschaften: Als ältere Pflanze gut frosthart, verträgt in der Vegetationszeit sehr viel Trockenheit und Hitze, stammt aus einem Areal mit hohen Sommertemperaturen (China, Korea, in Japan nur durch Kultur verbreitet), geeignet für extreme, innerstädtische Pflanzsituationen, industriefest, rauchhart, bildet gelegentlich trockene Astpartien im Kronenraum.


    Man braucht ein dafür geeignetes Gelände und viel Zeit, bis die Bienen davon etwas haben. Die Investition ist für die fernere Zukunft. :o

    Freundliche Imkergrüße
    Harald Feinauer

  • Hallo zusammen
    Im Frühjahr bekomme ich eine Trauerweide,Schneebeere,Salweide und einen Haselnuß(ca 30Euro).Die Stinkesche ist bei unseren Baumschulen nicht bekannt.Aber nach dem Bericht von Honigmayerhofer gebe ich die Suche danach auf.Die Himmelsleiter, von Hartmut angesprochen, ist unter diesem Namen auch nicht bekannt.Kletterhortensien bekomm ich immer.Die Honigdistel will ich aber auch noch finden.
    Vielen Dank euch allen
    Guido

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  • Guido schrieb:


    einen Haselnuß(ca 30Euro).Guido


    Hallo Guido,
    Haselnußsträucher machen normalerweise Ausläufer, die man sehr leicht weggraben kann. Wenn du einen Haselnußstrauch weist, ist das kein Problem. Habe zufällig wegen einer Baumbestellung die Preisliste der Baumschule vor mir liegen - 1000 Stck. Haselnußsträucher 80 -120 cm - 930 € minus 50 % Rabatt für Mitglieder der Walbbauernvereinigung, es gibt aber auch kleine Mengen. Wenn du in eine Baumschule statt in eine Gärtnerei gehst, kommst du wesentlich billiger weg.

  • hallo honigmayerhofer
    Habe mich falsch ausgedrückt,tut mir leid.Ich meinte, alles zusammen für 30 Euro.Sind aber nur die kleinsten Exemplare.Ich denke,diese Investition in die Natur wird sich bezahlt machen.Habe ja an meinem selbstgebauten Schaukasten 120 Euro gespart;-)
    Gruß Guido

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  • Hallo Franz-Xaver, tut mir echt leid, das die Stinkesche bei Dir den Winter nicht übersteht. Deinen Bienen entgeht da echt was... Bei mir stehen diese Sträucher wahrlich nicht im Weinbauklima, der gedeiht hier mehr schlecht als recht an geschützten Hauswänden. Leider frieren bei uns bei der Stinkesche (gibt es wirklich keinen hübscheren deutschen Namen?) die Jahrestriebe bei starken Frost leicht zurück. Der Strauch baut aber vor, indem er sehr spät im Jahr austreibt. Im Halbschatten eines Waldrandes bei feuchtem, lehmigen Boden gedeiht er recht gut, während das Exemplar auf sonnigen Standort bei mir "schwächelt". Zu den anderen Empfehlungen in diesem Forum : habt ihr alle einen Landschaftspark als Garten? Japanischer Schnurbaum könnt Ihr doch nur Euren städtischen Gärtner empfehlen, das muss Euch doch bei den Größenangaben auffallen! Himmelsleiter ist eine Staude, fragt bei Staudengärtnereien nach. Noch ein Tipp: Leider weiß ich die genaue Anschrift nicht mehr, aber die Gärtnerei Jaensch in Springe (zwischen Hannover und Hameln) hat sich auf Bienenweidepflanzen spezializiert. Wer die genaue Anschrift weiß, stelle sie doch bitte ins Forum, ich war dort zuletzt vor etwa 15 Jahren. Volle Honigtöpfe wünscht Lothar

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  • Hallo Lothar
    Es gibt sie noch, die Gärtnerei.
    Hier die Adresse:
    http://www.immengarten-jaesch.de/
    Danke und viele Grüße
    Guido

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Hallo Guido,


    danke für den interessanten Link. Die "Himmelsleiter" wird übrigens manchaml auch unter "Jakobsleiter" verkauft. Eine darüber hinaus sehr schöne und ertragreiche Weidepflanze ist der "Mehrkohl" etwas extravagant im AUssehen, riecht aber himmlisch nach Honig und die Immen lieben ihn auch.


    Ich kann allen nur empfehlen mal einen Bienenweidekurs bei einem Bieneninstitut zu belegen. Zumindest in Hohenheim und Erlangen ist es ein echtes Erlebnis!! Für so was sind die Institute doch ganz gut.....

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    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space