Steuerberater gesuch LK Ludwigsburg

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    Hallo allerseits,


    kann mir jemand im LK Ludwigsburg einen Steuerberater empfehlen der sich mit dem Thema Imkerei auskennt? Möglichst gleichzeitig Landwirtschaftliche Buchstelle.


    Hintergrund:

    Ich werde im Lauf des Jahrs 2020 einige Ausgaben haben und voraussichtlich mit mehr als 30 Völkern einwintern, im Moment sind es unter 30 Völker.

    Da möchte ich mir natürlich gerne die Umsatzsteuer zurückholen (werde Optieren - in den nächsten 5 Jahren rechne ich mir vielen Ausgaben - nicht nur Imkerei) sowie natürlich den vollen Wert für die Abschreibungen ansetzen und nicht den Wert der 1 Jahr alten Geräte, welche i.d.R. ja dann schon deutlich niedriger angesetzt werden müssen.

  • Dabei kann Dir jeder Steuerberater helfen. Auch wenn er absolut keine Ahnung von Bienen hat.

    Umsatzsteuerpflichtig ist man erst bei einem Umsatz von über 17.500 EUR.

    Mit 30 Völkern musst Du schon eine besonders leistungsfähige Rasse haben, um auf diesen Umsatz zu kommen.

    Wenn Du aber freiwillig für die Umsatzsteuer optierst, bist Du 5 Jahre darauf festgelegt und holst Dir eine ganz und gar unnötige Bürokratie ins Bienenhaus. Vom höheren Preis für Deinen Honig abgesehen, der Deine Wettbewerbsfähigkeit mindert.


    Ich glaube nicht, dass das Optieren bei der Umsatzsteuer für dich so vorteilhaft ist, dass sich ein Steuerberater lohnt. Der arbeitet anders als viele Imker, nicht für Gotteslohn.

  • Umsatzsteuerpflichtig ist man erst bei einem Umsatz von über 17.500 EUR.

    Nein, Umsätze der Imkerei werden regelmäßig nach Durchschnittssätzen (§ 24 UStG) versteuert. Hier gilt die Kleinunternehmerregelung nicht - bzw. nur auf Antrag.

    Das sollte man aber genau durchrechnen, weil auch für den Verzicht auf die Durchschnittssatzbesteuerung die fünfjährige Bindungsfrist gilt.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hallo,

    erstmal danke für die Rückmeldung.

    Ok, ich habe nicht genauer gesagt, was hier ansteht. Ich rechne auch ab 21/22/23 mit weiteren (50-100k) Investitionen und steigendem Umsatz im Bereich Landwirtschaft/Forstwirtschaft (allgemein).
    Daher die Überlegung zu optieren, wenn die großen Ausgaben durch sind wechselt man wieder zur Pauschalversteuerung.

    Kleinunternehmerregelung kommt nicht in Frage, viele gewerbliche Kunden bzw. Wiederverkäufer werden durch sowas eher abgeschreckt, habe ich von der Seite als Einkäufer selber schon erlebt.
    Spannend ist ja auch die Einkommensteuer für die Thematik. Zwar könnte ich die Einkommenssteuer nach meiner Verständnis bis 70 Völker pauschalisieren, allerdings ja nur was die Einnahmen aus dem Honig-Verkauf angeht, andere Erlöse sind davon ausgenommen (welche genau?).

    Wenn da andere Einkünfte aus Land/Forstwirtschaft dazukommen wird das wahrscheinlich auch wieder schwerer.
    Genau da kommt ein guter Steuerberater ins Spiel, für mich sind das zu viele Variablen.


    Gruß,

    Rene