Winterbehandlung bei Temperaturen nahe 10°C ?

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    Keine Ahnung, woher und warum hier immer die Info rumgeistert, zum Sprühen sollte es warm sein. Sprühen geht am besten bei 2-6 Grad, dann bleiben sie sitzen und alles geht ruhig und flott über die Bühne. 8 Grad ist für mich die Grenze, darüber nehme ich die Völker nicht auseinander, weil sie dann unruhig auffliegen.

    Ich möchte auch so eine Imkersgattin: zum Hinterherputzen, Entdeckeln, Einlöten und Abendessen kochen. Ach ja, vermarkten darf sie gerne auch.

  • Nochwas: Möglichst an einem bewölkten Tag sprühen, bei Sonne sind sie auch eher zu munter.

    Ich möchte auch so eine Imkersgattin: zum Hinterherputzen, Entdeckeln, Einlöten und Abendessen kochen. Ach ja, vermarkten darf sie gerne auch.

  • Bei mir sind seit gestern die Varroaeinschübe drin. Bisher keine Spur von Brutdeckelgemüll. Am Montag entscheide ich: Wenn kein Brutdeckelgemüll --> Behandlung.

    Gruß Ralph

  • Habe heute bei etwa 10°C bei 7 Völkern OS gesprüht. Bei 5 davon war zumindest keine verdeckelte Brut zu finden (Stifte hätte ich durch 2 Brillen + Schleier nicht erkannt).

    Zwei Völker hatten leider nur noch wenige Bienen, aber noch verdeckelte Brut, die vermutlich mangels wärmender Pflegebienen nicht mehr zum Schlupf kommt. Bei diesen beiden Völkern war die Varroa-Sommerbehandlung wohl nicht ausreichend gewesen.

    An einem anderen Stand mit 5 Völkern habe ich nur die Varroaschubladen kontrolliert, die ich mit etwa 1 bis 2 cm Abstand zum Boden untergeschoben hatte. Bei allen 5 waren die geölten Küchenkrepp-Windeln zerzaust und es lagen längliche schwarze Partikel mit etwa 2mm Durchmesser und 5 mm Länge drauf. Ich nehme an, es handelt sich um Kot von Mäusen, die das gute Rapsöl aus den Windeln lutschen wollten.


    Karl

    Etwa 12 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von DerBergische ()

  • Also hier hatten viele Kisten noch dunkelbraune Wachskrümel frisch auf der Windel liegen. Ich tippe auf Brut.

    Außerdem stelle ich mich innerlich auf das Schlimmste ein - das VarroMed Testprojekt zeigt jetzt auch beim Milbenfall und der Größe der Wintertrauben seine negativen Auswirkungen.


    Kurzum, ich habe heute nur die kritischsten Völker behandelt. Bei den anderen warte ich noch zwei Wochen, ob sich etwas am Wachskrümelbild ändert.

    Zu retten ist ja jetzt eh nix mehr.

  • Hier am Niederrhein sind Heute bei Sonnenschein gegegn Mittag die Bienen geflogen.

    Dennoch wird nächste Woche, wenn nicht wieder was dazwischen kommt, behandelt.

    Es stehen noch vier fünf Ableger aus, die noch keine Behandlung hatten.

    Mal sehen was da fällt.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • Gestern auch bei lauen 10 Grad mit Sprühen behandelt. Alle 6 Völker aus der Brut, Behandlung ging zügig und ruhig vonstatten. Top.

    Moin,


    bislang habe ich immer geträufelt, und mich dieses Jahr mal für das Sprühen entschieden. Im Grunde eine tolle Sache.


    Was mich jetzt aber abgeschreckt hat, ist dass es eben (zumindest bei mir) nicht zügig geht, die Rähmchen sind verbaut und verkittet da ich zuletzt im September Waben gezogen habe (wenn überhaupt), die Traube sitzt gerne über mehrere Wabengassen verteilt in einer Ecke. Das Ziehen einer bienenfreien Wabe ist schon ein kleiner Akt, und die Bienen finden es auch nicht so entspannt, wenn der blöde Imker sie in ihrer Ruhe zur Seite schiebt, um mit dem Stockmeissel die Rähmchen voneinander zu lösen.


    Von daher würde mich wirklich interessieren, wie man das Zerlegen der Völker in dieser Jahreszeit zügig und ruhig bewerkstelligen kann, ich schaffe es nämlich nicht! :)


    Von daher wird jetzt nächste Woche geträufelt, und die angerührte Sprühlösung nächstes Jahr in eine robustere Sprühflasche umgeschüttet.


    Allen eine gute Winterbehandlung und beste Grüße


    Peter

  • Von daher würde mich wirklich interessieren, wie man das Zerlegen der Völker in dieser Jahreszeit zügig und ruhig bewerkstelligen kann, ich schaffe es nämlich nicht!

    Keine Ahnung, ob das hilft, aber es gibt Sprühflaschen mit "Stiel", also jene, die eine lange Tülle an einem dünnen Schlauch haben. Diese arbeiten gerne mit Luftdruck und wenn man jetzt die Völker behandeln will, kann man die Waben lediglich auseinander schieben (vorher ein, zwei nicht besetzte Randwaben entfernen - logisch), und mit der Tülle beim Sprühen in die entstandene Gasse hinunterfahren und so die Bienen benetzen.

    So wird zumindest verhindert, dass man die Rähmchen ziehen muss.


    Ob das zügiger vonstatten geht, kann ich nicht beurteilen.

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    Von daher würde mich wirklich interessieren, wie man das Zerlegen der Völker in dieser Jahreszeit zügig und ruhig bewerkstelligen kann, ich schaffe es nämlich nicht! :)

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    Hallo Peter,

    eigentlich ist es nicht viel anders als im Sommer...

    Bienen mit ordentlichem Wabensitz bleiben mit etwas Rauch ruhig sitzen. Dann einfach so vorsichtig wie möglich die Rähmchen lösen und sprühen.

    Mein Problem ist, dass die Waben jetzt voll Futter und brockenschwer sind.


    Gruß Jörg

  • Moin Jörg,


    die letzten griffigen Abkömmlige der Promenadenmischungen mit denen ich in die Imkerei gestartet bin haben sich mit dem Ende des Sommers in die ewigen Sammelgründe verabschiedet, da ist alles sanftmütig und wabenstet. Mein "Problem" ist tatsächlich, dass die Rähmchen bombenfest miteinander verkittet sind. Im Frühjahr und natürlich im Sommer ist das kein Thema, aber womöglich ist das auch eine Kopfsache, bei der ich ohnehin nicht das Beste Gefühl dabei habe, die Bienen jetzt zu stören.


    Beste Grüße


    Peter

  • Das zuverlässigste Verfahren ist Oxalsäure zu sublimieren. Da es auch für die Bienen am verträglichsten ist, kommt für mich auch nichts anderes in Frage. Ob erlaubt oder nicht, man muss halt wissen wo bei überhöhter Geschwindigkeit geblitzt wird.

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.