Winterbehandlung bei Temperaturen nahe 10°C ?

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    Hallo Benjabien,


    anstatt auf irgendwelchen Frost zu warten, den es in Hamburg noch seltener gibt als bei uns, passe Deine Behandlungsweise doch an Dein örtliches Klima an. Wähle eine der Sprühbehandlungen, MS oder OX. Du kannst Dir den Behandlungstermin fast beliebig heraussuchen und die Wirksamkeit ist vergleichbar mit dem Träufeln.


    Gruß

  • Aber nur bei Blockbehandlung aufgrund der ausfallenden Brutfreiheit, oder hast du da andere Erfahrungen?

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    Grüße aus Rückmarsdorf in Westsachsen

  • Wie oben schon erwähnt, habe ich mit dem Besprühen von Oxalsäure eine schlechte Erfahrung gemacht: Ein ganzer Haufen Bienen ging dabei kaputt, und nur zwei drei Milben sind gefallen, trotz Brutfreiheit des betreffenden Volks. Ob nun der Rest der Milben auf den getöteten Bienen sass, kann an dieser Stelle nur vermutet werden.


    Auf jeden Fall hat dieses Volk nun sein Milbenfallniveau von Juli wieder, nämlich 0,4/Tag - Ich denke, Oxalsäure versprühen ist genauso bienenschädlich, wie beträufeln. Man kann hier also zwischen Pest und Cholera auswählen. Die Milchsäure scheint eine Art zugelassener Alternative zu sein, wenn die nur nicht so unzuverlässig wäre. Und ich mag die Völker jetzt nicht auseinander nehmen; also werde ich beträufeln, aber im Grunde um 10ml unterdosiert. Meistens wird ja zuviel hineingegeben; nach dem Motto "Viel hilft viel".

  • ...mit dem Besprühen von Oxalsäure eine schlechte Erfahrung gemacht: Ein ganzer Haufen Bienen ging dabei kaputt

    Dasselbe ist mir vor Jahren bei meinen ersten Versuchen mit MS passiert. Meine Vermutung: Ich hatte den Sprüh-Pumphebel zu zaghaft bedient -> die Gesamtdosis war zwar vorschriftsgemäß, aber der Sprühnebel nicht fein genug -> Bienen durchnäßt statt nur fein silbrig benetzt -> Verätzung des Haarkleids (schwarze Bienen am nächsten Tag).

  • Ich denke, Oxalsäure versprühen ist genauso bienenschädlich, wie beträufeln.

    Nein, da gibt es Unterschiede - kurz- wie auch langfristige.
    (tl;dr: kurzfristig ist Träufeln weniger bienenschädlich; beides verliert deutlich gegen die trockene Anwendungsmethode)

    Träufeln ist halt ungünstig, wenn doch noch verdeckelte Brut in den Völkern ist.
    Vorheriger Blick auf die Windel hilft, das zu klären, aber nich 100%ig.
    Wenn Du 15 Völker am selben Standort hast, dann kannst Du ein oder zwei besprühen, dabei siehst Du ob sie brutfrei sind. Den Rest kannst Du dann beträufeln.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von RalfK ()

  • Warum sind die Imker in unseren Nachbarländern eigentlich schlauer / resistenter in puncto Sicherheit bei der staubförmigen Anwendung der OXS ?


    Diese Applikationsform schadet den Bienen am Wenigsten bei gleichzeitig hoher Effizienz, ggf. durch Mehrfachanwendung jederzeit.

  • Hallo


    morgen hier nach kalter Nacht 10 Grad angesagt

    das sollte auch zum träufeln noch ok sein

    so schnell lösen die sich nicht aus der Traube


    OX egal ob geträufelt oder gesprüht
    wirkt zuverlässig

    aber man darf nicht überdosieren
    lieber etwas weniger

    bei mir meist 10 bis 30 ml beim träufeln
    und beim sprühen zügig arbeiten


    Zur Brutfreiheit

    die Damen sollten zur Zeit aus der Brut sein

    sind das einzelne Völker nicht
    werden diese im nächsten Jahr eventuell Probleme bekommen

    aber das ist ok , sie werden dann eben früher behandelt und umgeweiselt, solche Genetik brauche ich nicht


    Man muß auch von der Natur lernen
    und nicht alles, durch behandeln, immer weiter am Leben erhalten und auch noch in die Vermehrung einbeziehen


    Gruß Uwe

  • Am Wochenende ist die Zeit gekommen!

    Brutfrei sind die Völker seit mehr als 2 Wochen. Sieht man doch auch an der Windel!

    Ich wende eine bienenschonende Methode an 😉

    Die Völker liegen so zwischen 0,4 und 2,.. Milben/ Tag. Einen Ausreißer gibt es - täglich gezählt bei 10 bis 13 pro Tag.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Brutfrei sind die Völker seit mehr als 2 Wochen. Sieht man doch auch an der Windel!

    Ich wende eine bienenschonende Methode an 😉

    Wiewohl eine Flugloch Beobachtung in der Verbindung mit einer Windelanalys Sinnvoll ist.

    Wenn sich die Königin nicht daran hält dass es ein wenig unter Null war...

    Beobachtet man die Windel, siehe ohen und:

    Das Flugloch.

    Kommen Pollensamerinnen zurück wird noch unverdeckelte Brut vorhanden sein.

    Ich wäre denn froh wenn sich alle meine Chefinnen an die 2 Grad unter Null halten würden...

    Stattdessen kommen die Mädels mit gelben Höschen zurück...

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup:

  • Ich habe keine Vorstellung was hier noch blühen könnte. Zumindest sehe ich nichts großflächiges. Senf fehlt, Buchweizen ist erfroren. Phazelia ist untergepflügt.

    In den Gärten gibt es noch ein paar Blüten. Die machen aber das Kraut nicht fett.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Ich denke, Oxalsäure versprühen ist genauso bienenschädlich, wie beträufeln. Man kann hier also zwischen Pest und Cholera auswählen. Die Milchsäure scheint eine Art zugelassener Alternative zu sein, wenn die nur nicht so unzuverlässig wäre.

    Du siehst bereits die offene Tür! :)Nur durch gehen musst Du selbst. Wie es viele andere schon vor Dir taten und ihre Bienen jetzt OX bedampfen. Und sich im Rückblick fragen weshalb das ganze Theater vorher:)

  • Ich habe keine Vorstellung was hier noch blühen könnte. Zumindest sehe ich nichts großflächiges. Senf fehlt, Buchweizen ist erfroren. Phazelia ist untergepflügt.

    In den Gärten gibt es noch ein paar Blüten. Die machen aber das Kraut nicht fett.

    Vorstellung ist das eine, Sammeln das andere.

    Vorstellung und Feld, bzw. Gartenbeobachtung wiederum das dritte.

    Jedoch, was beim Flugloch reingeht ist drin in der Beute und dies der reale Eintrag, woher auch immer.

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup:

  • Ich habe jetzt meine Sprühbehandlung nach zwei Völkern abgebrochen.


    Erstens sind der Aufwand und die Störung am Volk immens, dass hätte ich nach den bisherigen Erfahrungen mit dem Sprühen nicht gedacht.


    Außerdem ist der Griff meiner Sprühflasche beim zweiten Volk abgebrochen! :cursing:


    Die Völker sitzen jedenfalls alle eng beisammen, sind brutfrei und sehen ordentlich bis stark aus. Auch jetzt wäre Träufeln wohl gut möglich, ich warte damit jetzt noch ein oder zwei Wochen, alles (eigentlich) total entspannt.


    Nur schade, dass ich für mich feststellen musste, dass im Spätherbst/Frühwinter Sprühen keine gute Alternative zum Träufeln ist.


    Beste Grüße


    Peter