Schwärmen und Milbenvermehrung

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    Guten Abend.


    An meinem Standort, haben Schwärme und abgeschwärmte Völker, mehr Probleme mit der Milbe, als Völker wo nicht schwärmen.

    Den Grund dazu, glaube ich heute zu wissen, aber um dies geht es mir hier nicht.


    Bei meinen eigenen Untersuchungen, lag die Zeit wo sich die Milbe nicht in der Brut vermehren kann (keine Streckmaden vorhanden);

    - beim "Muttervolk" 12-19 Tage.

    - bei dem Vorschwarm 11-14Tage.


    Nun habe ich aber gelesen, dass diese Zeit 4 Wochen lang ist (28 Tage).


    Wie lange, dauert bei euch dieser "Brutstopp", oder habe ich dabei etwas falsch verstanden?:/


    lg sulz.

  • Moin sulz,

    Vorschwarm - 1 Tag (?) nach dem Schwärmen beginnt das Stiften --> nach 8 Tagen wird die erste Zelle verdeckelt.

    Restvolk - die älteste Schwarmzelle ist einen Tag verdeckelt, wenn der Schwarm auszieht. Also schlüpft die Prinzessin nach 7 Tagen. Dann eine knappe Woche bis zur Brünftigkeit und eine Woche bis zum ersten Stift. Nach 8 Tagen wird die erste Zelle verdeckelt. --> 7+6+7+8=28 Tage

    Nachschwarm - wie Restvolk plus 3 Tage.


    Gruß Jörg

  • Die Milbenbelastung war dieses Jahr bei meinem im Mai/Juni eingefangenen und mit MS-besprühten Schwärmen Mitte August deutlich höher, als bei meinen (nicht abgeschwärmten) Völkern. Woran liegt's?

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Die Milbenbelastung war dieses Jahr bei meinem im Mai/Juni eingefangenen und mit MS-besprühten Schwärmen Mitte August deutlich höher, als bei meinen (nicht abgeschwärmten) Völkern. Woran liegt's?

    ...die MS-Behandlung taugt nicht viel und der Schwarm hat danach deshalb oder trotzdem viel Brut gemacht.

    Das nicht abgeschwärmte Volk hat nur so dahinvegetiert und dementsprechend weniger Milben erbrütet. 8)


    Gruß Jörg

  • An meinem Standort, haben Schwärme und abgeschwärmte Völker, mehr Probleme mit der Milbe, als Völker wo nicht schwärmen.

    Den Grund dazu, glaube ich heute zu wissen, aber um dies geht es mir hier nicht.

    Zu den Zeiten wurde ja schon geantwortet....

    Die o.g. Aussage finde ich interessant - was glaubst Du, ist der Grund ?


    Ich beobachte ähnliches - die Milbenlast ist aber meist erst im Sept. / Oktober sehr hoch, trotz Behandlung. Dies jedoch bevorzugt beim Altvolk, das brutseitig die Milben behalten hatte.

    Bis dahin kann ich es nachvollziehen.

    Gefangene Schwärme dagegen haben i.d.R. eher weniger Milben.


    Was ist Deine Erklärung ?


    Danke für eine Antwort!

  • Guten Abend.


    An meinem Standort, haben Schwärme und abgeschwärmte Völker, mehr Probleme mit der Milbe, als Völker wo nicht schwärmen.

    Den Grund dazu, glaube ich heute zu wissen, aber um dies geht es mir hier nicht.

    Hallo Sulz,

    der Grund würde mich auch interessieren.

    Es gibt so viele Faktoren die zu einer höheren Milbenvermehrung führen können und die Suche nach den Auslösern schwierig machen

    Ich hatte z.B. Völker, die in den durchgehend, heißen Jahren weniger Milben hatten, diese Völker standen in der Sonne.

    Bei Völkern am gleichen Stand, die im Schatten standen, war die Milbenbelastung höher.

    Meine Vermutung hier war, die höhere Brutnesttemperatur und ein evtl. kürzerer Zeit bis zum Schlupf.

    Bei Schwärmen wären meine ersten Gedanken: schon hohe Belastung der Muttervölker, Kö mit schlechtem Hygieneverhalten, Klima am Stand.

    Nachschwärme haben meist sowieso eine höherer Belastung, da sich alles in der Restbrut konzentriert hat.

    Welche weitern Faktoren z.B. Spitzmittel etc. noch Einfluss haben, muss die Wissenschaft weiter erforschen.

  • Das scheint mir so nicht ganz richtig zu sein.

    Weil.......... ???

    Das wäre doch eine ideale Diskussionsgrundlage gewesen, würde es nicht bei diesem einen Satz bleiben.


    Bei Völkern am gleichen Stand, die im Schatten standen, war die Milbenbelastung höher.

    Meine Vermutung hier war, die höhere Brutnesttemperatur und ein evtl. kürzerer Zeit bis zum Schlupf.

    Auch meine Beobachtung. Die tieferen Brutnesttemperaturen zur Erzeugung der Winterbienen begünstigen dann die Milbenvermehrung?!

    Mittlerweile ist bekannt, dass die Milben es kühler mögen, weswegen sie sich in den Randbereichen des Brutnestes vermehren und weshalb ich die Böden nur zum Wandern unten offen haben will.

    Werde das mal kommendes Jahr probieren.

  • Das scheint mir so nicht ganz richtig zu sein.


    Gruss

    Ulrich

    Ich denke, dass jeder teilweise recht hat. Ich würde allerdings nix drauf wetten, dass Völker mit geschlossenem Boden oder in der Sonne allein mit Milben klarkommen.

    Für mich ist die Anzahl der Milben eigentlich uninteressant (zweitrangig), weil ich ja eh behandeln muss.


    Gruß Jörg

  • Guten Tag Jörg.


    Danke für deine Erklärung.


    Sind diese Zeitangaben nun Beobachtungen aus deiner Praxis?..Oder nur eine rein "theoretische" Zusammenstellung?


    Dies würde ja heissen, dass die Königinn bereits 8 Tage vor dem Schwarmabgang, die Eilage eingestellt hätte. Dies ist dann doch eine interessante Beobachtung.


    Meine oben genannten "Berechnungen" sind zwar schon recht Alt, stammen aber aus der Praxis, und entsprachen auch nicht meiner eigenen Theorie.


    Dies muss ich nun doch noch überprüfen.


    lg sulz.

  • ...

    Dies würde ja heissen, dass die Königinn bereits 8 Tage vor dem Schwarmabgang, die Eilage eingestellt hätte. Dies ist dann doch eine interessante Beobachtung.

    ...

    Nee, sorry!

    Ich habe beim Restvolk (nach Abgang Vorschwarm) natürlich nicht an die Brut der alten Königin gedacht.

    Die Königinnen stiften bis kurz vor dem Wegfliegen!


    Gruß Jörg

  • Ich denke, dass jeder teilweise recht hat. Ich würde allerdings nix drauf wetten, dass Völker mit geschlossenem Boden oder in der Sonne allein mit Milben klarkommen.

    Für mich ist die Anzahl der Milben eigentlich uninteressant (zweitrangig), weil ich ja eh behandeln muss.


    Gruß Jörg

    Hallo Jörg,

    wetten würde ich darauf auch nicht.

    Wie schon geschrieben hängt es an noch mehr Faktoren, war aber mal ne These die es zu verfolgen lohnt.

    Mich interessiert die Anzahl der Milben schon, damit kann ich die Behandlung zum richtigen Zeitpunkt planen.

    Ich habe mir fürs nächste Jahr vorgenommen eine bessere Befallskontrolle zu machen (eher weg von der Windel) und mit neuen Königinnen in Richtung VSH zu kommen.

    Selbst kleine Erfolge wären schön ;)


    Gruß Fred