Milchsäure oder Oxalsäure; Vor- und Nachteile

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    Hallo zusammen,


    habe hier nun mehrere Beiträge durchstöbert und auch Google gefragt, jedoch habe ich noch keine vernünftige bzw. zufriedenstellende Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile von Milchsäure- und Oxalsäurebehandlung im Winter gefunden.


    Wer kann mir denn weiterhelfen?


    Danke und Grüße

  • Gesprühte Oxalsäure wirkt besser, räumt also bei einmaliger Behandlung mehr Milben runter als Milchsäure. Normalerweise muss man mit Milchsäure nochmal ran.


    Milchsäure wirkt schneller, 80-90% der mit MS fallenden Milben fallen in den ersten zwei Tagen. Bei Oxalsäure fallen 50-60% der Milben an Tag 2 und 3, danach kommt in Summe auch noch einiges runter.


    Stark vermilbte Völker haben bei mir schon dreimaliges Sprühen im November/Dezember mit Milch- wie auch Oxalsäure gut überstanden. Trotzdem glaube ich, dass Milchsäure tendenziell besser vertragen wird. Ist aber mehr Glaube als Wissen.


    Milchsäure an sich ist für den Imker weniger gesundheitsschädlich, die könnte man auch essen, ist so auch im Jogurt enthalten. OS sollte man nicht essen, auch wenn sie zB im Rhabarber vorkommt. Den Sprühnebel sollte man von beiden nicht einatmen, das brennt fies in der Nase.


    Grundsätzlich sollte man nach der Behandlung immer kontrollieren und nur bei Bedarf ein weiteres Mal behandeln. Der natürliche (Rest)-Milbenfall zeigt sich frühestens nach zwei Wochen. Die oben erwähnten Völker waren die Ausreißer, die man immer mal dabei hat.


    Soweit die Erfahrungen von Kikibee

  • Hatte letztes Jahr diese


    Winterbehandlung / Zahlen


    Beobachtungen zur sublimierten OXS vorgestellt. Die weiteren Daten waren unspektakulär: ein Volk zählte ich bis zum Reinigungsflug im Februar d.J. - da fiel dann noch einiges aus der aufgelösten Wintertraube...


    Milchsäure ist mir zu aufwändig (2 * sprühen).

  • habe hier nun mehrere Beiträge durchstöbert und auch Google gefragt, jedoch habe ich noch keine vernünftige bzw. zufriedenstellende Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile von Milchsäure- und Oxalsäurebehandlung im Winter gefunden.

    Doch, über die Varroabekämpfung - auch mit den beiden genannten Säuren - findet man im Internet dermaßen viel, daß das tagefüllend für Wochen reicht.


    Um bei den beiden genannten Säuren zu bleiben: Eindeutig Oxalsäure, aber nur verdampft/sublimiert. Andere Anwendungsformen sind bienenschädlicher und weniger gegen die Varroa wirksam. Letzteres erst recht bei/mit Milchsäure, die läuft bei mir wie auch Thymol fast unter "Spölkram".

  • Milchsäure wirkt nur kurzzeitig, Oxalsäure ist länger aktiv, solange es nicht von den Bienen runter und von den Waben geputzt ist.

    Da bei "Winter" ein 2x Zerlegung der Wintertraube nicht sinnvoll ist, sollte man bei Oxalsäure bleiben und nach der Temperatur tagesaktuell entscheiden, welches Verfahren man bei Brutfreiheit anwendet- je kälter (unter 0 bzw 5°C träufeln, über 5°C sublimieren oder sprühen.

    Der Zeit- und Schutzaufwand ist nur beim Träufeln niedriger, Verdampfen kann bei sehr starkem Fall nach 1-2 Wochen wiederholt werden.

  • habe hier nun mehrere Beiträge durchstöbert und auch Google gefragt, jedoch habe ich noch keine vernünftige bzw. zufriedenstellende Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile von Milchsäure- und Oxalsäurebehandlung im Winter gefunden.

    Doch, über die Varroabekämpfung - auch mit den beiden genannten Säuren - findet man im Internet dermaßen viel, daß das tagefüllend für Wochen reicht.

    Leider nur wenig stichhaltiges, besonders Milchsäure.

    Zeuchs geschrieben oder getubt wird vieles.

    Imkern muß einfach, praktisch, bienengemäß, imkerschonend und preisgünstig sein

  • Leider nur wenig stichhaltiges, besonders Milchsäure.

    Zeuchs geschrieben oder getubt wird vieles.

    Hi,


    von den Bieneninstituten gibt es genug Aussagen zu beiden Mitteln. Das sollte auch


    ausreichend stichhaltig sein. Nur die eigenen Vor- und Nachteile muss man selber


    gegenüberstellen. Alleine die Informationen können einen aber schon einige Zeit beschäftigen.


    Gruss Joachim

  • Der Schweizer Tiergesundheitsdienst empfiehlt eine Behandlungswiederholung bei einem Milbentotenfall > 500 innerhalb von 2 Wochen (zu beachten: Bei MS besteht eine Behandlung aus 2 Schritten, resp. Wiederholung des Besprühens nach ca. 1 Woche gehört noch zur ersten Behandlung):

    1.1. Varroakonzept BGD (V 1911)   

    Danke, da hast Du gleich meine Frage mit beantwortet.

    Meine sind zur Zeit brutfrei und ich zähle fleissig täglich , nach OX Sub.

  • ingrid : Ja, Zahlen -das ist das Geländer, nach dem sich ein Imker sehnt...

    Kleingartendrohn hat hier eine Überschlagsberechnung vorgestellt, die es erlaubt, die Anzahl der im Volk verbliebenen Restmilben abzuschätzen aus der Differenz des Totenfalls von 2 aufeinanderfolgenden Be-OX-ungen (bei Brutfreiheit) - PDF in #48:

    Varroatotenfall nach Oxalsäurebehandlung


    Um Mißverständnissen vorzubeugen: Das Träufeln mit OX vertragen die Bienen nur 1 x in ihrem Leben! Zu den subletalen Nebenwirkungen der Träufelns:

    https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/5556