• Raps ist eine wichtige Aufbautracht, in manchen Ecken gar die mit Abstand Wichtigste.

    Grad da sehe ich ein Problem. Genauso wie bei Mais, grünen Wiesen etc. Wenn kilometerweit alles nur noch gelb ist, von was leben denn die nicht gewanderten Bienen sonst im Jahr, überspitzt gesagt? 2 Wochen Raps reichen doch nicht für die restlichen 46 Wochen.


    Den Kleingartenanlagen traue ich auch nicht über den Weg, was Spritzmittel angeht, aber wenigstens sind sie vielfältig.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Guten Montag zusammen!


    Ich habe ebenfalls am Samstag geschleudert.

    Freitag-Morgen die BF eigelegt, Samstag früh die HR mit erfreulich wenigen Bienen flott abgekehrt und eingesammelt und dann...wurde ich im Schleuderraum nach den ersten beiden Waben doch leicht unruhig, denn es gab bereits in diesen HR des stärksten Volkes schon ca. 1/4 unschleuderbaren Raps-/Frühtrachthonigs. Schiete!


    Gott sei Dank waren die HR bzw. der enthaltene Honig der restlichen Völker deutlich kooperativer da viskoser :wink:, nichts desto trotz hatte ich in den mittlerweile doch paar Jahren meiner Imkerei noch

    a) nie so wenig Frühtracht-Ertrag,

    b) prozentual noch nie so viel bereits auskristallisierten Honig und

    c) noch nie so teils unfassbar zähflüssigen Honig.


    Wie versprochen, auch ein paar Eckdaten zum (lachhaften) Ertrag:

    - 5 Völker inkl. einem abgeschwärmten abgeerntet

    - "Spitzenreiter": ~ 25, piep Kilo

    - Schlußlicht: ~ 6, piep Kilo

    Heute, d.h. keine 48 Stunden nach Schleuderbeginn, fülle ich bereits ab da dringendst nötig. Auch krass, wenngleich bekannt das möglich.


    Mit Blick auf das "Wetter" der letzten Wochen (!) bin ich mit dem zugegebenermaßen erwartbaren Ertrag durchaus zufrieden, wenngleich dies mit Blick auf das grundsätzlich Möglich keinesfalls der Fall ist.

    Aber gut, that`s (Imkers-) life!


    Sonnige Grüße

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Bei mir war´s auch recht übersichtlich, aber besser als letztes Jahr. Schlechter ging ja auch kaum.

    Hatte 10 Völker hingefahren, eins ist noch vor Trachtstart geschwärmt, hab ich direkt wieder eingesammelt.

    Die 9 verbleibenden Völker haben mir im Schnitt 17 kg gebracht.


    Kristallisation hatte auch schon begonnen, aber das meiste ging es den Waben raus. Aber mit dem Abfüllen muss es echt zügig gehen, ich hab 50 kg direkt ins Rührwerk geworfen, die müssen heute noch ins Glas.

    Der Rest ist in Hobbocks und war gestern schon kurz vor fest. Die werden bei Bedarf den Weg durch den Melitherm nehmen müssen.

  • Gestern den Raps geschleudert, dazu den Schleuderraum auf bis zu 35 Grad hochgeheizt, mit einem Ölradiator, der zwischen den Raps-Zargentürmen stand.

    Über dem Radiator, auf den Kanten der gegenüberstehenden Zargentürme einen Blechdeckel gelegt, welcher die aufsteigende Wärme etwas gehalten und in die Zargen umgelenkt hat.


    Der Raps lief nur so, und ließ sich problemlos ausschleudern - in einer 90cm Radialschleuder, hauptsächlich mit Flach-Rähmchen.

    Aber auch DNM Waben gingen ganz gut. Allerdings durfte man hier nicht mit Programmsteuerung arbeiten, sondern musste manuell - mit etwas Fingerspitzengefühl - die Drehzahl erhöhen, da sonst Wabenbruch drohte.


    Zum Sieben habe ich einen Siebkübel verwendet. Allerdings habe ich diesen nur kurz unter die Schleuder gestellt. Der wird so irre schwer und hat keine Haltegriffe. Wenn man den am Ende leer laufen lassen will, hat man echt zu tun, das Teil anzuheben.


    Ich habe den Siebkübel also so hoch gestellt, dass man einen 25KG Eimer drunter stellen kann, und habe dann einen 25KG Eimer unter die Schleuder gestellt, ganz ohne Siebe.

    War der voll, habe ich ihn in den Siebkübel umgefüllt, und den Honig dort durchlaufend in einen weiteren 25 KG Eimer filtern lassen.


    Mit der Vorgehensweise konnte ich die 42 flachen Waben pro Schleudergang durchlaufen lassen, ohne dass es Engpässe im Honigdurchfluss gab.

    Der Engpass ist jetzt die Entdeckelung.


    Das nächste Abenteuer wird für mich die Bearbeitung des Rapshonigs sein.

  • Gestern zum Teil schon Frühtracht geerntet. Habe bei dem Stand bei mir zu Hause seid 2 Jahren keinen Raps, dachte ich zumindest. Das nächste Raps Feld ist ca. 5 km Luftlinie entfernt. Sie müssen aber zwischenzeitlich hingeflogen sein,denn 30%-40% der Waben waren definitiv mit Rapshonig gefüllt. Das erklärte auch den Pollen, den sie nach Hause gebracht haben, der Aussah wie Rapspollen :huh:. War mir aber nicht so ganz sicher, weil ich nicht vermutet habe, das sie bis dort hinfliegen.

  • Gestern zum Teil schon Frühtracht geerntet. Habe bei dem Stand bei mir zu Hause seid 2 Jahren keinen Raps, dachte ich zumindest. Das nächste Raps Feld ist ca. 5 km Luftlinie entfernt. Sie müssen aber zwischenzeitlich hingeflogen sein,denn 30%-40% der Waben waren definitiv mit Rapshonig gefüllt. Das erklärte auch den Pollen, den sie nach Hause gebracht haben, der Aussah wie Rapspollen :huh:. War mir aber nicht so ganz sicher, weil ich nicht vermutet habe, das sie bis dort hinfliegen.

    5 km Entfernung, das ist eine Fläche von 75 km², die man kaum zur Gänze erfassen kann. Ist natürlich hypothetisch, aber da erscheint es mir doch naheliegender, dass ein Rapsfeld näher lag als das dir Bekannte. Jedenfalls würde es mich überraschen, wenn sie im Frühjahr, wo es ja überall (?) grünt und blüht, 5 km weit zur Tracht fliegen. Zumindest meine haben den Raps in 1 km Entfernung links liegen lassen und ignoriert. War aber auch sehr trocken hier!

  • Ich verzweifle gerade etwas an den verstopften Spitzsieben. Ich gehe vom Siebkübel in Eimer. Eimer in Abfühler und dann noch mal durch Spitzsieb ( ich glaube 0.5 oder 0.35) in den Eimer. Der Honig ist so zähflüssig und voller Pollen, das ich dauernd das Spitzsieb reinigen muss. Letztes Jahr ging die Methode eigentlich gut.

    20 % der Waben sind kristallisiert, vielleicht liegt's auch daran?

  • Der Honig ist so zähflüssig und voller Pollen

    Das ist sehr warscheinlich kein Pollen sondern kristalisierter Löwenzahnhonig, oder ein ähnlicher...


    Am Besten ohne sieben in den großen Kübel, am nächsten Tag abschöpfen und sofort rühren anfangen...

  • Oh ja,

    Raps durch Spitzsieb, das habe ich auch mal versucht. Könnt ihr euch noch an die Anfangszeit des Internets erinnern, wo man 24 min für das herunterladen eines Liedes brauchte und nach 22 min kam die Meldung, daß das nicht geklappt hat und man solle es nochmal versuchen? So war das damals und seitdem habe ich es nicht wieder versucht, also, das mit dem Spitzsieb.

    Viele Grüße

    Wolfgang, le guide

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Llecter

    Ich kenne meine Gegend genau und auch die Bauern. Es ist das einzigste Feld was hier in der Nähe ist. Laut einer Internetseite die den Flugradius berechnet sind es 5 km bis zu dem Raps Schlag. Vermute mal, dass es eine kurze Zeit nichts in der Nähe zu holen gab. Zu trocken, wenig Gärten viel Wald. Jetzt blüht der Weißdorn und im

    Bergahorn summte es heute wie verrückt. Vielleicht schicke ich mal ein Glas zur Analyse.

  • Hi Ralf!


    Tatsächlich habe ich zwar ziemlich zeitnah rühren und abfüllen müssen, aber in dem Stadium fülle ich seit Jahren ab und er wird ggfs. (!) mal für einige Wochen kurz knackehart, ist anschließend aber hervorragend feinsteif.

    Ich werde bei Interesse gerne berichten - ist schließlich jedes Jahr anders.


    Schöne Grüße

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!