• Es ist ja nicht unmöglich morgens zu wandern und am Morgen die Fluglöcher zu schließen. Muss man halt früher aufstehen und vor Flugbeginn die Beuten verschließen. Ich wandere auch lieber in den Sonnenaufgang hinein als in die Dämmerung. Dennoch sollte man ein starkes Volk nicht die ganze Nacht verschließen die Bienen merken sehr wohl, dass die Beute verschlossen ist. Mach mal den Versuch und verschliess im Dunkeln die Beute und öffne sie kurz danach wieder. Bei einem starken Volk quellen die Bienen nur so heraus.

  • „Die Bienen stört es normalerweise nicht allzu sehr, wenn nachts das Flugloch dicht ist, abgesehen von der nicht optimalen Ventilation“

    Was ändert denn das geschlossene Flugloch an der Ventilation, die doch auch bei offenem Flugloch nahezu unmöglich ist?

    Es gibt ja genügend andere Gründe, die eine ordentliche Klimatisierung in der Beute nicht gerade fördern.

    Bisher schwört doch Imker auf den Gitterboden.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Was ändert denn das geschlossene Flugloch an der Ventilation, die doch auch bei offenem Flugloch nahezu unmöglich ist?

    Deine Annahme der "auch bei offenem Fluglich nahezu unmöglichen" Ventilation ist falsch.
    Kann man recht einfach selbst überprüfen: abends nach Trachtflug sitzen viele "Ventilator-Bienen" im und vor dem Flugloch und erzeugen einen fühlbaren Luftstrom.
    Es gab dazu vor knapp 100 Jahren bereits Untersuchungen (zB Büdel und Herold).

    Einer Gitterboden-VerSchwörung ist mir nicht bekannt.

  • Erstens mal geht es um was anderes.

    Die meisten von uns Forumsimkern gehören in zwei Gruppen von Menschen. Es gibt diejenigen, die auch noch einen Job oder andere, teils sehr wichtige Dinge zu tun haben wie Feuerwehr, Dispatcher, Familie, Lehrer usw.. Andere haben bereits ein etwas angehobenes Alter erreicht oder waren schon immer vergeßlich, wie ich. Für manche von uns trifft beides zu. Deshalb läßt man die Bienen nicht vorsätzlich mit verschlossenen Fluglöchern herumstehen. Irgendwann wird es Tag und die Äquatorsonne brennt unerbittlich auf unsere Beuten.

    Zum Gitterboden, naja, da bin ich etwas nachdenklich seit einiger Zeit.

    Wir müssen uns dazu in Erinnerung bringen, daß die Temperaturen und der Wind in manchen Regionen anders ist oder bläst als bei uns. Und wenn dann ein Imkerpate wie Herr Binder 15 min. von den unsäglichen Griffmulden referiert wegen der übertragenen Wärme oder Kälte und dem schädlichen Einfluß auf Brut und die Entwicklung des Volkes, dann relativiert sich natürlich in windreichen Gegenden entweder der Nutzen des offenen Bodens oder das Gejammer über die Griffmulden.

    Viele Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Kann es sein das er Beuten OHNE Griffmulden unter die Leute Bringen will...? Da war doch was.

    Völker die daran (Griffmulden) schaden nehmen will ich nicht, aber geschlossene Böden, die hab ich (fast) immer.

    Und deshalb Brut bis ans untere Holz.... und ich bilde mir ein, auch trockeneren Honig, vielleicht nicht zu letzt weil ich nicht so vorrauseilend und Schwarmangstgepeinigt HR auftürme.

    Na ja , Schwärmen tun sie alle wollen:/, wenn es ihnen richtig gut geht, ich sehe die Schwarmkontrolle

    als wichtige unumgängliche Imkerarbeit, da bin ich fast sicher wenn ich das Regelmässig und Konzentiert veranstalte.....und freue mich wenns vorbei mit der Schwarmlust ist.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Kann es sein das er Beuten OHNE Griffmulden unter die Leute Bringen will...? (...)

    Ja, er wollte ohne Griffmulden....wirklich angenehm sind sie ja wirklich nicht, aber ganz ohne Griffmulden oder mit permenant hervorstehenden Griffleisten finde ich auch nicht so prickelnd. Es bräuchte einfach abnehmbare Griffe, weil da hat er schon recht, sooo oft muss man BR-Zargen jetzt auch nicht umwuchten. Wenn man dann beim Wandern einfach Griffe schnell dranklipsen könnte und im Rest des Jahres Zargen ohne Mulden oder Griffleisten hat, wäre das so schlecht nicht. Wundert mich, dass sowas nicht längst standardmäßig angeboten wird.

    Zitat

    Na ja , Schwärmen tun sie alle wollen:/, wenn es ihnen richtig gut geht, ich sehe die Schwarmkontrolle als wichtige unumgängliche Imkerarbeit, da bin ich fast sicher wenn ich das Regelmässig und Konzentiert veranstalte.....und freue mich wenns vorbei mit der Schwarmlust ist.

    da bin ich ganz bei dir. Trotzden behauptete einer der Referenten beim Binder neulich, dass es Blödsinn sei, wenn man seine Völker mehr als 5x im Jahraufmachen müsse...weil gescheite Völker eben nicht schwärmen, Schwarmkontrolle daher völlig unnötig und jeder Eingriff sowieso schädlich und daher zu vermeiden sei.


    Letzteres glaube ich zwar auch, ersteres wird auch immer von anderen Leuten erzählt, deckt sich aber nie und immer mit meinen Erfahrungen. Die meisten meiner Völker wollen früher oder später nach dem Raps schwärmen.


    Die schlechten noch beim Antragen des 1. HR, die guten nach 3 oder 4 vollen HR...Und ich habe schon viel probiert, die schlechte ausgesondern und auch angeblich schwarmträge Königinnen, doch das funktioniert meist nur 1 Jahr lang. Letztes Jahr wollten nur 30% der Völker gar nicht schwärmen...

  • Ich versuche mir nicht die Arbeit zu machen und zweimal zu den Bienen zu fahren. Bei der letzen Durchsicht vor der Wanderung fixiere ich die Rähmchen innen bei Dadant. Entweder mittels Heftzwecken oder Nägel. Früh morgens, bei uns wandere ich meist erst nach der Sommerzeit-Zeitumstellung, um 6:00 Uhr bin ich bei den Bienen.


    Ich liebe es genauso in den Sonnenaufgang zu wandern. Zudem, wenn ich mal länger brauche wird die Sicht immer besser und ich brauch nicht gegen die Uhr zu arbeiten.


    Für Faule hätte es gereicht bis 8:00 Uhr bei den Bienen zu sein. Da selbst bis 9:00 Uhr Anfang April die Bienen generell nicht ausfliegen, wenn es entsprechend kalt ist. Jetzt ist es schon dafür bei uns im Münsterland zu spät und die Bienen fliegen schon früh los. :)

  • Wieso nicht?

    Ich bin auch schon um 05.00 Uhr losgefahren, es dämmert schon bald. Oh, das ist so gut. Zwei Sekunden pro Volk für das Verschließen der Fluglöcher, alles Andere ist schon vorbereitet. Im den Wagen passen 4 Völker rein, also gut 8 Sekunden Zeitverzögerung vor der Abfahrt. Meinen alten Karren zu starten dauert manchmal länger und dann will das Display noch, daß ich die Bremsen überprüfe.

    Viele Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Was ändert denn das geschlossene Flugloch an der Ventilation, die doch auch bei offenem Flugloch nahezu unmöglich ist?

    Deine Annahme der "auch bei offenem Fluglich nahezu unmöglichen" Ventilation ist falsch.
    Kann man recht einfach selbst überprüfen: abends nach Trachtflug sitzen viele "Ventilator-Bienen" im und vor dem Flugloch und erzeugen einen fühlbaren Luftstrom.
    Es gab dazu vor knapp 100 Jahren bereits Untersuchungen (zB Büdel und Herold).

    Einer Gitterboden-VerSchwörung ist mir nicht bekannt.

    Die erwähnten Untersuchungen sind in ...Beuten mit geschlossenem Boden gemacht worden.

    Da ich nicht wandere (und mich nicht näher damit befasse) gehe ich davon aus, dass die abends verschlossenen Beuten mit offenen Böden dastehen.

    Und die Vertilation mit offenem Boden funktioniert denn nun wie?

    Es geht doch um einen den Bedürfnissen entsprechendem Luftwechsel.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Trotzden behauptete einer der Referenten beim Binder neulich, dass es Blödsinn sei, wenn man seine Völker mehr als 5x im Jahraufmachen müsse...weil gescheite Völker eben nicht schwärmen, Schwarmkontrolle daher völlig unnötig und jeder Eingriff sowieso schädlich und daher zu vermeiden sei.

    Ansichtsache! Und verkaufsfördernd (Queens)

    Meine machen Zellen, nicht so oft und nicht so viele, aber sie machen! Flügelschnitt si darum obligatorisch, (ich übersehe schon mal was) und ne übervolle HR Zarge wandert schon mal auf einen Schwächeren, ..... aber Zellen...die machen die, wenn es ihnen (zu)Gut Geht

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

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    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Trotzden behauptete einer der Referenten beim Binder neulich, dass es Blödsinn sei, wenn man seine Völker mehr als 5x im Jahraufmachen müsse...weil gescheite Völker eben nicht schwärmen, Schwarmkontrolle daher völlig unnötig

    Deswegen mag ich das Format. Da machen sich gerade so einige zum Brot, in dem sie sich völlig ohne Not ganz von selber um Kopf und Kragen reden. So kann man schön selber mal anhand der eigenen Erfahrungen beurteilen, was beim Kaiser aktuell für eine Kleidermode angesagt ist ;)


    Highlights wie das Aufsetzen des HR mal ausgenommen, weil nochmal 'ne Woche kalt und unnötig verhungerte Bienen tun mir in der Seele weh.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Highlights wie das Aufsetzen des HR mal ausgenommen, weil nochmal 'ne Woche kalt und unnötig verhungerte Bienen tun mir in der Seele weh.

    :?:

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Moin zusammen!


    Um noch mal auf das Thema "Raps 2020" zurück zu kommen:

    Seit einer guten Woche kommt zwar stetig etwas mit Blick auf`s Wetter und nicht-Wasser Akzeptables an Nektar rein und es sind auch nennenswerte Mengen an Bienen mit dem charakteristischen "Rapsauge" zu sehen, aber kein Vergleich mit guten Rapsjahren.

    Da ertranken die Völker um diese (Blüte-)Zeit förmlich im Rapsnektar und jede BR-Wabe tropfte bei geringster Schräglage.

    Davon sind wir 2020 hier weiiiit entfernt:

    Verhältnismäßig wenig Bautrieb, nur in 1/6 der Völker überhaupt erkennbarer Schwarmtrieb, kaum Wildbau im HR-Deckel und der ist auch noch trocken.

    Und zugleich sah ich gestern Abend bereits erste Rapsschläge, bei denen sehr deutlich das Abblühen einzelner Randbereiche begonnen hat. :-?


    Gruß

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!