• Was du ernten wirst, wenn etwas reinkommt, kann dir hier wohl keiner im Vorfeld beantworten.

    Die angesagten Regenmengen, sind nicht mehr als feuchte Luft und helfen nicht weiter.

    Die Wasserfläche mit 500 m ist eigentlich in erreichbarer Nähe. Früher hätte ich mir darüber null Gedanken gemacht, aber wenn ich allein den bisherigen Wassereintrag meiner Völker betrachte, macht eine Tränke in der Nähe evtl schon Sinn. Hab auch an einem Aussenstand eine stehen, da mir das Gewässer in der Nähe zu weit war für die Immen, je nach Tagestemperatur.

  • Ist eine zusätzliche Wasserversorgung nötig (wie meine derzeitige Bienentränke)

    Nötig vielleicht nicht bei der Entfernung zum Wasser, aber in jedem Fall empfehlenswert. Die Bienen haben kürzere Wege und man sieht sofort, wie die Trachtverhältnisse sind. Bei guter Honigtracht bedarf es keiner Wasserholerinnen.

    Ist es dagegen trocken und somit trachtlos, dann holen sie reichlich.

  • Guten Morgen Pascal!


    Er hat sonst keinen Imker und würde sich selbst über die Aufstellung meiner zwei verfügbaren stärkeren Wirtschaftsvölker an seinem Feld freuen.

    Allein schon um "Vitamin B" zu bilden würde ich die beiden Völker hinstellen. Eine gute Beziehung zu Landwirten ist nie nimmer nicht verkehrt.

    Und Erfahrungen sammelst du nebenher auch noch.


    Seht ihr Bedenken bei der Wanderung oder habt ihr Hinweise, was zu bedenken wäre?

    Als bekennender Sicherheitsfanatiker würde ich dir zur 1. (?) Wanderung zu Folgendem raten:

    - Kläre vor Ort mit dem Bauern ab, wo genau du deine Völker wie, d.h. auf welche (eigenen?!) Unterlagen, hinstellen kannst und überlege kritisch, wie gut zugänglich sie dort a) für dich und b) für mögliche böse Buben stehen (ich liebe umfriedete Standplätze!)

    - Organisier` dir, sofern nicht ohnehin vorhanden, einen kräftigen und dabei ruhigen, entspannten, zuverlässigen (!) Helfer

    - Stelle sicher, dass du ein vernünftiges Fahrzeug inkl. gutem Material zur Ladungsssicherung hast

    - Schau nach, ob die (Gitter-?)Böden der Beuten komplett dicht sind

    - nimm je Volk nochmal 1 "Reserve"-HR separat (d.h. nicht auf den Völkern!) mit und stell` den nach der Wanderung drauf - je nach Entfernung / Fahrtdauer (15 Kilometer sind ja nicht die Welt) kannste das natürlich auch am nächsten Tag / in den nächsten Tagen machen -> denn Raps kann extreme Tageszunahmen liefern, teils trotz Trockenheit

    - Bedenke, dass du im Idealfall volle HR zum Auto befördern musst (siehe 1. Punkt)


    Ich plane, den/die bereits aufgesetzen Honigräume NICHT durch andere Honigräume zu ersetzen. Bei beiden Völkern sind derzeit zusammen vielleicht 5 kg eingetragen.

    Recht so!

    5 Kilo Nicht-Raps-Honig sollten m. E. im Verhältnis zu den grdstzl. zu erwartenden Mengen im Raps keinerlei Rolle spielen was eine mögliche "Verfälschung" der Sortenreinheit angeht.


    Was meint ihr, werde ich ernten: Rapshonig, Blütenhonig oder was ganz anderes?

    Frühtracht. :wink:

    Im Ernst: Aller Voraussicht nach wird die von dir angestrebte Analyse ob des zu vermutenden Rapspollenanteils ebendiesen Honig als Sorten-Vorschlag ergeben.


    Ist eine zusätzliche Wasserversorgung nötig (wie meine derzeitige Bienentränke) oder mache ich mir da zu viele Gedanken?

    Auch ich mache mir beinahe immer zu viele Gedanken, bin aber imkerlich ein Freund von KISS ME = Keep It Simple, Stupid and Most Efficient geworden.

    Und bei einem nicht kurz vor Austrocknung stehenden Gewässer in 500 Metern Entfernung würde ich keine Bienentränke durch die Gegend fahren. Selbst wenn der Raps komplett ausfiele, verdursten würden die Völker dort nicht.


    Sonnige Grüße, viel Erfolg und ... Spaß!

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Ich möchte noch ein paar elementare Dinge hinzufügen, auch wenn die meisten Leser hier sich auskennen. Auch wenn die meisten Leser hier sich auskennen, habe ich schon genug abstruses Zeug hier gelesen ( nicht nur von mir ).

    Den Spanngurt um die Beute schlingen kannst Du am Vortag, die Unterkonstruktion am Acker auch.

    Fahre am späten Abend wenn der Flugverkehr eingestellt ist, mach die Fluglöcher mit Schaumgummi zu ( nicht aus der Dose ). Seih behutsam beim auf- und abladen und dann mach die Fluglöcher wieder auf.

    Im Wagen läßt Du Radio und Heizung aus, Fensterscheibe ist drunten, Arm liegt locker auf.

    Zieh dem Schleier auf beim Fahren und überlege dir einen coolen Spruch für die Polizeikontrolle.

    Sieh nach, ob der neue Standplatz im gleichen Kreis liegt ( wenn nicht, dann Seuchenfreiheitsbescheinigung ).

    Bevor Du zurück fährst und Dir ein kaltes Bier gönnst, vergewisserst Du Dich nochmal, ob die Fluglöcher wirklich offen sind. Erst dann steigst Du wieder ins Auto ein.

    Viele Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • soweit alles o.k.

    Aber meinst Du das mit dem Schleier ernst? Verschlechtert die Sichtdes Fahrers. Wenn die Beuten dicht sind, dürften allenfalls einige Bienen unter dem Beuten boden "frei" mitfahren. Nach meiner Erfahrung sammeln sich Bienen im Auto fast immer an den Scheiben und belästigen den Fahrer nicht. Wenn bei mir bei Abfahrt zu viele Bienen im Auto schwirren, fahre ich ein paar Meter mit offenen Fenstern und Heckklappe möglichst auf Parkplatz.

    Karl

    Etwa 12 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

  • Danke euch für eure Hinweise!

    Das meiste bestätigt mich in meinem geplanten Vorgehen, was mich optimistisch stimmt. :)

    Standplatz ist bereits abgestimmt und liegt wenige Meter neben einem befahrbaren Feldweg.


    Dann gibts heute noch eine Durchsicht, mit Schwarmkontrolle, Spanngurte werden angelegt, heute Abend/Nacht wird das Flugloch verschlossen und morgen früh, gegen 8 Uhr gehts los.

    --> Spricht etwas gegen diese Vorgehen (die meisten sprechen ja von "abends" wandern).


    Viele Grüße,

    Pascal

  • Hi Pascal!


    heute Abend/Nacht wird das Flugloch verschlossen und morgen früh, gegen 8 Uhr gehts los.

    Ich würde dir dringend empfehlen entweder heute Abend zu verschließen und direkt zu wandern oder aber alternativ morgen um ... sehr früh zu verschließen und dann direkt zu wandern.


    Spricht etwas gegen diese Vorgehen (die meisten sprechen ja von "abends" wandern).

    Meines Erachtens setzt du die Völker unnötigem Stress aus, wenn die Fluglöcher länger als zwingend verschlossen sind und insbesondere morgens früh ist es deutlich vor 8 Uhr bereits "flughell". Und dann wird auch mit Fliegen begonnen, gerade wenn die Nächte, wie gemeldet, nicht allzu kalt sind.


    Schöne Grüße

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Abends verschließen und gleich wandern ist sicherlich die bienenfreundlichere Version und wenn du die Möglichkeit dazu hast, dann mach es. Ich selbst würde allerdings auch vorgehen wie von dir beschrieben und Abends verschließen um dann morgens vor acht zu wandern. Dann ist es hell, falls am Standplatz doch mal was nicht passt und umgebaut/umgestellt werden muss kannst du das bei Licht tun und brichst dir nicht die Gräten, wenn du über die Paletten stolperst.


    Aktuell beginnt der Flug hier in Nordbaden laut Stockwaage nicht vor 8 Uhr in der Früh - kein Wunder, die Nachtemperaturen sind eben auch nur grade so zweistellig, ist trotz warmer Tage schließlich erst Mitte April. Wärmer ists in Straubing auch nicht. Durchaus möglich, dass die ein oder andere früher die Flügel raus streckt, aber viele werden das nicht sein.


    Der Stress für die Bienen hält sich dabei meiner Meinung nach bei den aktuellen Temperaturen und der kurzen Distanz in Grenzen. Das ist sicher kein Vorgehen um im Juli bei 35 °C die Bienen um 300 km zu verstellen, aktuell sollte es aber kein Problem sein.

  • Verschließen und Losfahren ist eine Bewegung, wie Colt ziehen, zielen und schießen. Abends die Fluglöcher verschließen und am nächsten Morgen kommt was dazwischen, das ergibt Sinn. Dann haben wir Übermorgen wieder einen Imker der hier jammert wie schlecht die Welt ist.

    Also entweder Abends, da ist es auch noch länger hell, verschließen und losfahren, oder sehr früh am Morgen, verschließen und losfahren. Denk dran, eine fließende Bewegung und die Hand ist schneller als das Auge. Wie lange dauert es, zwei Fluglöcher zu verstopfen?

    Viele Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Liebe Imkerkollegen, ich hätte eine Frage zum Rapsschleudern.

    Wann schleudert ihr den Raps? Erst wenn die Tracht vorbei ist und alles Wassergehalt etc. passt? Ist dann nicht die Gefahr, dass z.B: die Rähmchen, die als erstes belagert werden, schon anfangen auszukristallisieren? Oder reicht es nach den ca. 3 Wochen Rapsblüte alles zu schleudern? Oder gibt es noch ganz andere Möglichkeiten...?


    Über Antworten würde ich mich sehr freuen und bleibt alle gesund!

  • ISS klar,

    halbvolle Waben unverdeckelt schleudern und später ordentlich trocknen mit schönem Edelstahlgerät. Das traurige dabei, Einige Fragen sich ob das Ernst ist, Andere wissen, daß es genau so läuft. Und nur um das mal klarzustellen. Das geht garnicht, auch wenn es gemacht wird. Was Du übrigens nicht zu 100% raus bekommst schlecken die Bienen hinterher aus und nehmen sie besser an.

    Viele Grüße

    Wolfgang Gandhi

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Danke euch für eure Hinweise!

    Das meiste bestätigt mich in meinem geplanten Vorgehen, was mich optimistisch stimmt. :)

    Standplatz ist bereits abgestimmt und liegt wenige Meter neben einem befahrbaren Feldweg.

    Hallo Pascal,


    ich bin in meinem zweiten Imkerjahr das erste Mal gewandert, auch in den Raps. Und habe am Sonntag morgen gerade dort wieder Völker aufgestellt, zum wiederholten Mal. Wie Patrick schrieb, einen solchen Landwirt und auch so einen Honig würde ich mir nicht entgehen lassen!

    Vorsicht aber, Wandern kann süchtig machen, es ist oft anstrengend und fast immer lohnend - manchmal mehr an Erfahrungen, aber oft auch an Honig und verschiedenen Trachten.

    Ich drücke Dir die Daumen, dass alles glatt geht und keine Völker verschwinden - ich bin auch immer auf privaten Geländen gewesen bisher.


    Und die Schwarmkontrollen nicht vergessen, im Raps kann das schnell gehen!


    Viel Erfolg und berichte mal...

  • Der Raps geht hier im Bereich MOL seit Ende letzter Woche los. Noch nicht vollflächig, das liegt aber auch an schlechtem Auflaufen und Trockenschäden. An den ganzen Hecken am Rand steht er oft schon gut da, mittendrin sind hell-braune leere Flecken, es fehlt noch ganz der typische Geruch der Felder.


    Und da ringums noch alle Gehölze blühen und es trocken bleiben soll, bin ich mal gespannt!

  • HaroldBerlin

    Die Bienen stehen seit Sonntag (gestern) früh am Raps! :)

    Am Abend zuvor um 22:00 das Flugloch verschlossen, am nächsten Tag 07:30 losgefahre.

    Hab die Nacht davor total schlecht geschlafen, weil ich mich teils gefragt hab, was ich mir (und evtl. auch den Bienen) da überhaupt antue. Völker hineintragen ins Auto, die Fahrt und das Heraustragen der Beuten waren für mich bisher die kritischen Situationen. Lief aber alles ohne Probleme.


    Die zwei Völker vor dem riesigen Rapsfeld sehen nur sehr verloren aus (siehe Bild - Steine zur Beschwerung der Beuten wurden danach noch draufgelegt). Nächstes Jahr müssen das dringend mehr Völker sein. ;)


    Jetzt gerade hoffe ich, wie die meisten hier auf ergiebigen Regen. Gibts dazu Erfahrungen zur Nektarproduktion/Rapshonigernte z.B. aus den letzten Jahren, in denen der April auch z.T. extrem trocken waren?


    Am Freitag werde ich die erste Kontrolle angehen und nachsehen, was trotz extremer Trockenheit eingetragen wurde und ob es schon Schwarmstimmung gibt.


    Viele Grüße,

    Pascal