• Hey Leute,

    ich war gestern bei meinen Bienen und war erstaunt über ein, direkt angrenzendes, gelbes Feld. Ich habe mich zunächst über den Raps gefreut, dann aber genauer hingeschaut. Wenn ich das richtig gesehen habe, ist das aber eher Senf (aufgrund der Blattform). Komisch ist nur, dass überall wo man nachliest steht, dass Senf erst später, also ab Juni blüht. Habe mal ein paar Bilder angehängt und hoffe hier auf ein paar Botanik Experten.

    Gibt es auch Senfarten, die jetzt schon blühen oder kann es doch Raps sein?

    20200331.jpg20200331-1.jpg20200331-2.jpg

  • ist natürlich Senf. Überwinterte Gründüngung oder ähnliches.

    Wenn du Glück hast, wird es bald untergepflügt. Wahrscheinlich vorher gemulcht - wenn das mittags bei Bienenflug passiert, wirst du gehörige Bienenverluste haben.

    Worst Case wäre, wenn es demnächst mit Glyphosat niedergespritzt wird...

  • In beiden Fällen, also wenn bei Bienenflug geschlägelt oder Glyphosphat gespritzt wird, kann man die Polizei kommen lassen. Direkt an den Ort des Geschehens. Habe ich selbst schon so gemacht. Bei mir reichte einmal sogar die Androhung.

  • ist natürlich Senf. Überwinterte Gründüngung oder ähnliches.

    Wenn du Glück hast, wird es bald untergepflügt. Wahrscheinlich vorher gemulcht - wenn das mittags bei Bienenflug passiert, wirst du gehörige Bienenverluste haben.

    Worst Case wäre, wenn es demnächst mit Glyphosat niedergespritzt wird...

    Ok, danke dir!

    Warum rechnest du mit gehörigen Bienenverlusten beim Pflügen? Fliegen die nicht weg, wenn ein Trecker kommt?

    Ich hoffe wirklich, dass kein Glyphosat gespritzt wird. Meine Bienen stehen ca. 4m vom Feldrand entfernt. Dann könnte ich die Saison knicken.

  • Am besten Du machst den entsprechenden Landwirt im Vorfeld auf die Problematik aufmerksam. Als Argumentationshilfe könnte folgende Seite dienen:


    https://berufsimker.de/2020/03…hreiben-bluetenspritzung/


    Grüße vom Apidät

  • In beiden Fällen, also wenn bei Bienenflug geschlägelt oder Glyphosphat gespritzt wird, kann man die Polizei kommen lassen. Direkt an den Ort des Geschehens. Habe ich selbst schon so gemacht. Bei mir reichte einmal sogar die Androhung.

    Naja, zunächst einmal kann man ja versuchen, sachlich mit dem Bauern zu reden, dazu muss ich aber erstmal herausfinden, wem das Feld gehört.

    Wie sieht denn die rechtliche Lage aus? Ist es für den Bauern verboten, sein Feld zu "Flugzeiten" zu Pflügen oder zu Spritzen?

  • Naja, zunächst einmal kann man ja versuchen, sachlich mit dem Bauern zu reden

    Das sollte immer immer [...] immer die erste Lösung sein. Gut, dass du das so machst! Hinfahren und gleich mit der Polizei drohen schafft massiven Unfrieden und dann darf man sich nicht mehr beklagen, wenn der Landwirt künftig keinerlei Rücksicht mehr nimmt (im Rahmen der erlaubten Grenzen).

  • Ok, danke dir!

    Warum rechnest du mit gehörigen Bienenverlusten beim Pflügen?

    Nein, nicht beim Pflügen, sondern wenn vorher noch gemulcht wird, damit das Pflügen leichter geht.

    Der Mulcher killt dann aber die meisten der Bienen auf der Fläche, weil der so schnell fährt und die Bienen nicht mehr richtig abfliegen können und sich in den Stängeln verheddern, während sie niedergedrückt und dann samt den Bienen in den Mulcher eingezogen werden. Und da kommt danach nichts mehr raus, was noch fliegen kann.


    Wird das Feld beflogen, sind momentan gut 1-3 Bienen pro Quadratmeter möglich, macht locker 1 kg Bienen pro Hektar. Und ein Hektar ist nicht viel, schon gleich gar nicht bei euch da oben im Norden.

  • Es geht hier nicht ums Flügen, damit da gar nicht erst eine falsche Grundhaltung entsteht.

    Schlegeln ist etwas anderes, das ist ein Mähverfahren mit rotierenden Messern https://www.esm-ept.de/special-pages/glossar/s/schlegeln/ wobei viele Insekten mit gemulcht werden können.


    Sorry hornet war schneller.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Im Berlineer Osten - um mal wieder zum Thema Raps zu kommen - gibt es diese Jahr wieder ein bis zwei Schläge in der Nähe meiner Stände. Wuchshöhe war am Samstag zwischen 15 uns 30 Zentimetern, Knospen konnte ich aus der Entfernung nicht erkennen. Näher ran kam ich nicht, dem kleinsten Nachwuchsimker fehlt noch das Verständnis, warum ich ausgerechnet da aus dem Auto aussteigen will...

    Es sind im dritten Jahr deutlich kleinere Flächen, erst in Richtung Oder udn polnische grenze nimmt das wieder zu udn nach Norden so ab der Uckermark. Und im letzten Jahr war fast gar nicht zu ernten, da es viel zu warm und vor allem trocken war. Wenn es nicht mal mal ergiebig oder häufig regnet, wird das wieder so werden, der Boden ist oberflächlich schon wieder sehr trocken.


    Die Bienen haben in den letzten 14 Tagen bei mir einen richtigen Sprint in Bezug auf die Brut hingelegt, wenn sie sich jetzt nicht zu sehr einschränken, dürfte genug Personal da sein, wenn es dann warm wird. Zum Glück stehe ich diesmal mit zwei Ständen schon am Raps, es wird sonst eng mit dem Gesundheitszeugnis.


    Frühe Pflaume ist durch, Ahorn ist den Startlöchern, Zuchtkrokusse am Abblühen und Osterglocken blühen seit Wochen, Aprikose erfroren, Pfirsich in der Vorblüte, an Kirsche und Birne noch nicht los.


    Lasst uns auf Regen und damit eine gute Rapshonigernte hoffen.

  • Andi_Sonne lass dir das nicht versauen, weist dubzu welchem Landwirt der Senf gehört? Sprech mit ihm was er da vorhat, im Optimalfall wird da nix gemäht oder gespritzt, bzw. erst nach der Blüte. Dann sind deine Völker perfekt für den Raps vorbereitet.

    Danke! Ich hoffe man, dass er da nicht spritzen darf, weil das kleine Feld direkt am Ortsrand liegt. Für's Schlegeln wird es da wohl keine Einschränkungen geben. Meine Bienen stehen an dem roten Kreis.