Honigschleuder gebraucht - Worauf ist zu achten?

  • Guten Abend,


    wie bei vielen Anfänger werden auch meine Völker größer und das Thema Honigschleuder wird relevant.
    Ich vergleiche daher gerade viele Angebote und so möchte ich den Gebrauchtmarkt nicht außer acht lassen.
    Daher meine schlichte Frage: worauf muss bzw. sollte der Imker beim Kauf einer gebrauchten Schleuder achten, welche typischen Verbraucher hat eine Schleuder überhaupt.

    Ich selber imkere auf Zander und interessiere mich für eine vier Waben Selbstwendeschleuder.


    Liebe Grüße und danke für euren Support

  • zweitens der Schleuderkorb: passend für dein Rähmchenformat und natürlich auch aus Edelstahl. Mit "Grillrost" hast Du normalerweise auch keinen Wabenbruch bei höherer Drehzahl.


    drittens: Antrieb. Falls manuell: ausprobieren, auch ob die Bremse funktioniert. Es gibt unterschiedliche Übersetzungen, habe ich festgestellt. Falls Motorantrieb: dann gleich konsequent mit Schleuderprogramm.


    Grüße

    Roland

  • Selber hinfahren oder wen vor Ort hinschicken und besichtigen, bevor das Teil bezahlt ist. Bei Zufriedenheit am besten gleich mitnehmen.

    Wenn der Verkäufer versucht, einer Besichtigung aus dem Weg zu gehen, dann lass es sein! Sowas wird auch mal verkauft, ohne geliefert zu werden. Oder ohne überhaupt existiert zu haben.


    Gruß vom beinahe gebrannten Kind

    Coronataugliches Freiluft-Imkerforumstreffen am 3.-5.9.2021 in Bad Karlshafen an der Weser.

  • Guten Morgen,


    danke für die Hinweise und ihr habt absolut Recht mit den genannten Punkten. Nur sind das meines Erachtens auch alles Punkte, die bei einer neuen Schleuder geprüft werden sollten:


    - Edelstahl: klar gibt es hier Alternativen, jedoch langfristig keine die so günstig wie Edelstahl und mit den Gesundheitsrichtlinien im Einklang zu bringen ist.
    - Funktionstest: Egal ob neu oder alt ein Must have, in meinen Augen

    - Größe und Allgemeinzustand: sollte wohl genauso überprüft werden. Nichts wäre wohl ärgerlicher als eine Kante, an der man sich schneidet und mit seinem Blut den Honig verunreinigt.


    Jedoch sollte es doch auch bei Honigschleudern Verbrauchsmaterialien geben, die beim Gebrauchtkauf berücksichtigt werden müssen. Hier sind Kugellager und Motorbremse sicherlich gute Hinweise. Aber ist das eures Erachtens das einzige, was sich abnutzen kann und nicht gleich offensichtlich ist?

  • Beim Schleuderkauf schafft man sich etwas "für Jahre" an... und will sie ggf. wieder verkaufen.


    Neben den vorgenannten qualitativen Merkmalen dürfte eine gute Marke wichtig sein. Den Namen hat sich ein Hersteller nicht umsonst geschaffen, sondern durch Lieferung gleichbleibend hoher Qualität und Service, wenn mal was kaputt geht (passiert immer dann, wenn absolut nicht zu gebrauchen - dann hilft guter Service!).


    Und - Flexibilität ist wichtig:


    Habe eine 4-Waben Tangentialschleuder eines namhaften deutschen Herstellers. In den Korb passen 4 DNM oder 4 Zander oder 8 DNM2/3 oder 8 DD Halbrahmen oder 8 Langstroth oder 4 DNM1,5 (falls mal eine Brutraumwabe zu entleeren ist) oder 4 DD BR-Rahmen. Dazu kaufe ich jetzt einen Radialkorb für 15 Halbrahmen DD oder 15 DNM 2/3. Damit bin ich fast jeder Situation gewachsen...


    Viel Erfolg!

  • Hallo in die Runde,


    das mit der Marke wollte ich auch schon anmerken. Vor allem ist es bei einer gebrauchten Schleuder aber wichtig diese Marke überhaupt zu kennen. Wenn kein Kaufbeleg oder Aufdruck vorhanden ist kann es mühsam sein den Hersteller herauszufinden. Ohne Hersteller gibt es aber keine Möglichkeit Ersatzteile zu kaufen falls dann nach zwei Jahren doch etwas kaputt ist.


    Viele Grüße

    Meike

  • Habe eine 4-Waben Tangentialschleuder eines namhaften deutschen Herstellers. In den Korb passen 4 DNM oder 4 Zander oder 8 DNM2/3 oder 8 DD Halbrahmen oder 8 Langstroth oder 4 DNM1,5 (falls mal eine Brutraumwabe zu entleeren ist) oder 4 DD BR-Rahmen. Dazu kaufe ich jetzt einen Radialkorb für 15 Halbrahmen DD oder 15 DNM 2/3. Damit bin ich fast jeder Situation gewachsen...


    Viel Erfolg!

    Gute Entscheidung für uns "Kleinimker"

    Habe es dieses Jahr genau so schon praktiziert. Der Umbau dauert keine 5 Minuten.

    Alles von Carl Fritz.

    Ich musste zwar die Welle vom Radialkorb 1 mm kürzen, sonst aber alles TOP!

    Viele Grüße aus der Westlausitz


    "Was tausend Wichte sagen, bekommt Gewicht" - Johann Nepomuk Nestroy

  • Hallo TiPaBa,


    vor der Entscheidung stand ich letztes Jahr zum zweiten Mal in meinem Imkerleben.

    - Edelstahl: klar gibt es hier Alternativen, jedoch langfristig keine die so günstig wie Edelstahl und mit den Gesundheitsrichtlinien im Einklang zu bringen ist.
    - Größe und Allgemeinzustand: sollte wohl genauso überprüft werden. Nichts wäre wohl ärgerlicher als eine Kante, an der man sich schneidet und mit seinem Blut den Honig verunreinigt.


    Jedoch sollte es doch auch bei Honigschleudern Verbrauchsmaterialien geben, die beim Gebrauchtkauf berücksichtigt werden müssen. Hier sind Kugellager und Motorbremse sicherlich gute Hinweise. Aber ist das eures Erachtens das einzige, was sich abnutzen kann und nicht gleich offensichtlich ist?

    Also ich finde persönlich, dass es zu Edelstahl bei einer Schleuder und Neuanschaffung keine echten Alternativen gibt...

    Eine Kante wäre ein Indiz für eine nicht optimierte Fertigung, lässt sich aber leicht beheben... Ich habe darauf geachtet, dass der Preis stimmte, dass es für mich eine Schleuder mit untenliegendem Motor sein sollte - so kann ich besser ein- und ausladen und reinigen und und... Vollautomatische Steuerung, weil sonst der Vorteil des Motors oder gar des Selbstwendens gleich dahin ist.


    Kugellager kann man recht einfach tauschen, viele Körbe sind unten auch nur auf EINER Kugel gelagert, da geht es eher darum zu schauen, wie ist das vorm Honig getrennt. Auslauf an der tiefsten Stelle ist sehr bequem und schön, das erleichtert vieles. habe ich nicht, kann damit leben. Mir stellt sich die Frage, wie man die Abnutzung oder die Qualität einer Motorbremse bewerten soll.... Dem Motor schadet das Bremsen nicht, anfällig wären eher die Lager und das Getriebe, die lassen sich von außen - falls sie nicht schon kaputt sind - schwer beurteilen. Ist bei einem Markengerät natürlich einfacher zu beschaffen, aber das baut niemand selbst, da kaufen alle zu. Ansonsten nutzt sich so eine funktionale Schleuder nicht so stark ab, den überwiegenden Teil des Jahres steht sie ja nur und wartet auf ihre paar Tage im Rampenlicht.


    Wichtig und von mir vor dem Kauf gar nicht ausführlich bedacht sind Gewicht und Größe - wo soll die Schleuder stehen, wird sie auch mal bewegt, passt sie durch die Türen/Treppen/um die Ecken... Ich konnte mein Gerät zum Glück komplett zerlegen....