Datenübertragung, Vernetzung, Datentarif bei Stockwaage

  • Imker2016 ich wollte LoRa nicht schlecht reden. Ich hab nur im Hinterkopf dass man für ein Gateway idR 3 stellig zahlt (ist shcon etwas her dass ich mir das ganze angeschaut hab).

    Hab hier selber 2 entsprechende Funkmodule rumliegen, mit denen ich noch rumspielen wollte.

  • Moin,

    Eisvogel. Wie kommt ihr mit "nur" 7 Messungen hin? Ich hab dieses Jahr etwas rum gespielt und hab mir mal jede Minute Daten senden lassen.

    ...

    Hallo evilblubb,

    ich weiß man antwortet nicht mit einer Gegenfrage, aber was fange ich mit Daten im Minutentackt an?


    Tracht ist kein Kurzzeitgeschäft. Das Waagstockvolk ist ein Anzeiger für Trachtbeginn, Trachtverlauf und Trachtende. Dazu reichen aus meiner Sicht die täglichen Gewichtsänderungen. Alle weiteren Daten (Regen, Temp. Luftfeuchte) sind Ergänzungen die das Bild über das Trachtgebiet in dem das Waagvolk steht verbessern können.


    Steht das Volk auch in nicht Trachtzeiten auf einer Waage, in der Regel am Heimatstand, zum Beispiel zur Beobachtung des Futterverbrauchs sind eigentlich noch weniger Messungen notwendig.

    Hier bietet sich z.B. die Messung der Temperatur in der Bienentraube als Anzeiger der Brutaktivität an. Das funktioniert aber auch nur dann wenn der EINE Temperaturfühler im Zentrum der Bienentraube sitzt. Leider ist es häufig so, dass ein im Herbst richtig platzierter Fühler im Laufe des Winters bzw. beginnenden Frühlings nicht unbedingt an der richtigen und aussagekräftigen Stelle sitzt.


    Anmerkung am Rande:

    Vor den elektronischen Stockwaagen, hatten wir mechanische Stockwaagen im Einsatz. Dazu wurden einzelne Völker in gesicherten Waagstockhäuschen im (Wald)Trachtgebiet aufgestellt. Und der Imker fuhr alle paar Tage zum "Gewichte schieben" zu seinem Volk. Er informierte seine Wanderkollegen über diese Daten (meist) ob sich eine Wanderung ins Trachtgebiet lohnt.

    Gruß Eisvogel

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010

    Einmal editiert, zuletzt von Eisvogel ()

  • Die Idee beim LoraWAN ist doch, dass nach und nach ein flächendeckendes Netz für IoT entstehen soll.

    Auf dem Land soll die Reichweite wohl bis 50km reichen...

    Mit Glück sprich schon vorhandenem Gateway in der Region bräuchte man wohl kein eigenes aufstellen...

  • evilblubb Das Lowcost LoRa Gateway Dragino LG-01

    läuft jetzt 2 Jahre ohne Probleme bei mir. Als Sensoren nutze ich ESP32 Module mit LoRa. Diese laufen als Frostwarner in Obstplantagen im 2km Umkreis mit einem 7Ah Pufferakku und 10W Solarpanel völlig autark und ohne Akkuwechsel usw.. Bei über 5Grad Celsius wird alle 30min übertragen und bei unter 5Grad Celsius alle 5min. Für mich ist LoRa für Sensoren die erste Wahl, wenn man die Möglichkeit hat im 2km Umkreis das Gateway an Strom und Internet zu bekommen.


    VG

    Ron

  • Eisvogel

    Eine detaillierter Tageskurse kann auch zusätzliche Daten liefern, über Ausflugsverhalten usw. Aber ja, es ist großenteils Spielerei mit einem hauch Paranoia (wie ich ja schon geschrieben hatte).
    Ich glaube ich habe meine Frage etwas falsch formuliert. Ich wollte nicht aussagen dass man mehr Daten braucht, sondern eher warum gerade 7 Datenpunkte aufgenommen werden und nicht nur 1/2/3...

    Wes

    Dies trifft meines Wissens auf nur auf Gateways zu die dann z.B. im TTN landen (ist ähnlich zur Freifunk initiative). Sprich nur da ein Gateway da ist, heißt dass nicht das man kostenfrei darauf zugreifen kann.

    @R-o-n
    Hmm das Setup ist bei meinem recht Ähnlich nur das ich via 3G AP die Daten rausfeuer. Auf was für einen Verbrauch kommst du bei den ESP32? Hab hier noch 2 mit 868er LoRa die ich bespassen wollte.
    Aktuell will ich im Garten BLE 5 Netzwerk aufbauen dessen Daten über eine Zentrale stelle auf eine Datenbank geworfen wird. Entweder wie gehapt per 3G AP oder per LoRa (ca. 3km, keine direkte Sichtlinie)

  • evilblubb Den Stromverbrauch habe ich nicht gemessen. Wenn ich mich recht erinnere waren es theoretisch ca. 10mA im Betrieb und ca. 20mA beim senden der Daten. Ohne DeepSleep war nach ca. 3Monaten der Akku trotz Solarpanel leer. Nachdem ich jetzt den ESP32 nach jeder Messung in den DeepSleep Modus schalte, ist der Verbrauch massiv gesunken und die Stromversorgung gesichert. Ein 3G/4G AP funktioniert natürlich auch. Aber aufgrund des hohen Stromverbrauchs nur mit festem Stromanschluss sinnvoll zu betreiben. Mit BLE5.0 habe ich mich noch nicht beschäftigt. LoRa erfüllt alle meine gewünschten Vorgaben. 3km ohne direkte Sicht ist bei LoRa möglich. Eine höhere Reichweite ohne direkte Sichtverbindung wird aber schwierig.

  • Das Thema interessiert mich persönlich auch, um sinnvoll meine Standorte vernetzen zu können.

    Derzeit überlappen sich einige meiner Standorte im 2,5km Radius.

    Im Vorfeld würde ich das jedoch gern mal ausleuchten, um den Aufwand abzuschätzen.

    Mit welcher Methodik könnte man gescheit und ohne großen Aufwand die Verbindung untereinander austesten?

    Für entfernte Standorte könnte man evt jemanden finden der ein LoRa IpGateway bei sich aufstellt.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Hallo,

    ich habe seit zehn Jahren die übliche verdächtige Stockwaage. Ich möchte nicht spielen, sondern das Gewicht kontrollieren. Eine Nachricht am Tage genügt mir. Bin ich nicht zu hause kann ich über den Trachtmeldedienst der Landesverbände meine Daten einsehen. Bei t-online bezahle ich in der Saison 15€- Die werden aber nicht benötigt, so dass ich zwischendurch mit zwei Nachrichten am Tage arbeite.

    Wie Eisvogel schon sagte, macht das wenig Sinn. Happymail ist nicht gerade eine Qualitätsansage und nur lustig, wenn ich und ein Freund bei einer Imkerveranstaltung auf die Nachricht so gegen 17Uhr warten. Besser wäre wenn alle Völker am Wanderplatz auf Waagen stehen würden und nicht nur das beste Volk. Es gibt Systeme für mehrere Waagen aber der Kabelsalat um die Völker ist nicht meine Sache.


    Ach war das schön, wenn man in der Vorwagenzeit den Deckel des Honigraumes öffnete und die Gassen strahlten weiß heraus. Die Waage ist eine Frustmeldeanlage, ohne Waage lebt die Hoffnung.


    Remstalimker

  • Remstal genau das sage ich mir auch immer und hält mich derzeitig von der Vernetzung meiner Berufung mit meinem Hobby ab.

    Ich spiele da eher so mit Gedanken zu einer Datensammelzentrale pro Stand, die sich mit allen Beuten unterhält und das Ergebnis aufbereitet als Telegramm übermittelt.

    Auf Anfrage kann man dann zusätzliche Details aus der Zelle abrufen/Triggerpunkte neu setzen.

    Naja, Hirngespinste halt, doch noch versuche ich "Keep it simple" zu bleiben bzw. gewisse Spielereien zurückzufahren.

    "Natural beekeeping" ;(

    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Da bin ich grade am Bauen, ich muss nur das Vernetzen der einzelnen "Messstationen" zum HUB richtig hinbiegen.
    Aktuell hab ich 4 Waagen an einem nrf52832 Chip am laufen. Wenn man minütlich misst ist der Stromverbrauch bei durchschnittlichen 200µA -> Sprich mit einem Akku läuft das ganze System dann 3-6 Monate (wenn man die kleinen LiPos nimmt).
    Wenn mann weniger Messungen am Tag macht senkt sich der Stromverbrauch natürlich nochmal Massiv.