Waben-Ausbau im HR effektiv gestalten

  • Hallo zusammen,


    ich mache auch gern TBEs, weil sie die 3-in-1-Lösung meiner Probleme sind. Jedes Jahr verfluche ich die Materialschlacht und am Ende des Jahres freue ich mich dann wieder über die ordentlichen Völker.

    Die Scalvinis habe ich auch schon 2x benutzt, bin aber nicht restlos überzeugt. Die Königinnen sind noch da, aber nicht alle bauen danach ein schönes Brutnest.

    Vom Prinzip her mache ich das auch so wie alle anderen es beschrieben haben (Fangwabe, sofort füttern, Brutscheunen wegstellen usw.), aber wegen meiner Biozertifizierung habe ich nur extrem wenig MW, nur Zuckerwasser und keine kleinen Helferlein (Streifen etc.).

    Daher gebe ich viele Rähmchen mit Anfangsstreifen (je stärker das Volk, desto mehr...) und füttere dünn und oft. Die Behandlung mache ich aktuell sehr gern mit OS-Sprühen. Das ist zwar aufwendig, aber das ist recht wirksam und ich habe die Waben eh in der Hand.

    Manchmal läuft es gut, manchmal nicht so. Das hängt mE von der Königinnenqualität, dem Futterstrom und der Volksgröße ab.

    Für das nächste Jahr habe ich folgende Änderungen geplant:

    a) WV-Königinnen 2...3 Wochen vor TBE abdrücken und die einfach nachschaffen lassen

    b) alle Brutscheunen mit Königinnen in Scalvinis beweiseln

    c) mit den Bauern sprechen und frühzeitig Gründüngerflächen anwandern oder in die Fütterung einplanen

    ...

    Vielleicht war ich da zu zögerlich mit der Fütterung. Vielleicht hätte ich die Dosis auch schneller steigern können. Möglicherweise haben auch andere dieses Verfahren angewandt und könnten hierzu etwas beitragen?

    Gruß Ralph

    Ich füttere bis Anfang September nur sehr dünn. Die sollen ja noch nicht die Kiste voll Futter bunkern, sondern noch ordentlich brüten. Dieses Jahr hat das hier durch die großen Gründüngerflächen super geklappt.

    Die gekäfigten Königinnen sind ja schon etwas älter, wahrscheinlich wäre es besser zum Neustart gleich umzuweiseln. Das habe ich mich aber auch noch nicht getraut...


    Gruß Jörg

  • Machst Du das dann auch bei allen Völkern am Stand gleichzeitig?

    Nein, schaffe ich nicht, brauchts aber auch nicht. Ich versuche etwa die Hälfte auf neues Wachs zu bekommen, und das ist schon schwer weil ich nix dazu kaufe. Also, wenns gut geht alle 2Jahre alles Wachs neu.

    Ich mach die KS gerne mit HRbienen beim letzten Schleudern, also der Kastanie. Da bekomme ich etwa ein Drittel meiner Jungvölker schon mal als KS auf neuen Bau. Weitere KS werden aus Puderzuckerbienen die beim Milbenernten anfallen, erstellt.

    Die Ks kommen ja bekanntlich einen neuen Stellplatz.....;)

    So weit so gut.

    Um die Altvölker frühzeitig brutlos zu bekommen, werden die zu Beginn der Kastanienblüte entweiselt.

    Die Kollegen wundern sich immer warum ich mehr Honig drinn habe, eben wegen dem Entweiseln....

    Ich laß dann nachschaffen oder stecke rechtzeitig offene Zellen.

    Nach der Tracht sind die Altvölker brutfrei , und voller Pollen, und mit einem gewissen Quantum an mehr Honig nebst junger Queen versehen.


    Mit Hr kenn ich keine Probleme mehr, machs wie Gerdes, im Winter hobel ich die Hwaben richtung MW runter. Aufgesetzt, auch als Erster, kommt sofort der Reparatuttrupp hoch.....

    Ich spare mir somit gaanz schön was an Arbeit, also echt effektiv:)

    Neu ausbauen auf MW erst ab dem 2en Aufsatz.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

  • Dieter hobelst du die HR-Waben mit dem Stockmeißel bis zur Mittelwand runter oder wie machst du das?

    Wenn ich es schaffe, habe ich vor die Dickwaben auf Rähmchenbreite mit einem heißen Draht einzukürzen.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Im Winter reicht es mit einer Holzleiste die HR-Waben "abzuhobeln". Man kann das damit flächig-gleichmäßiger hinbekommen.

    ob das auch mit Naturbau geht ohne MW? Das werde ich mal ausprobieren. Hobeln sollte ich ja eigentlich können :)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Jörg mit einer Leiste, oh man so einfach, kommt man nicht immer gleich drauf.

    Dieter du nimmst jedoch mehr runter und gewinnst noch etwas mehr Wachs.

    Wieviel lässt du von den Zellen in etwa stehen?


    Liebe Grüße Bernd.

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  • Ralf, damit lockt man den Bautrupp in den HR, weil die gern glatte Zellen mögen.

    Und wenn dann da Bienen rumwuseln, soll er auch sofort angenommen werden.


    Liebe Grüße Bernd.

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  • Das Abraspeln hat auch den Vorteil, das ungleichmäßig ausgezogene Dickwaben ( zb manchmal gegenüber auszubauenden MW) vor der erneuten Verwendung auch auf ein einheitliches Maß eingestutzt werden.


    Liebe Grüße Bernd.

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  • Spielt fast keine Rolle, wenn Du mit dem Messer entdeckelst. Aber Du erntest gutes Wachs und die Bienen können bauen, ohne das Du Waben erst ausschmelzen, und dann MW einlöten mußt, die auch irgendwie hergestellt werden müssen. Spart man sich so alles.

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