Waben-Ausbau im HR effektiv gestalten

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    "Hoffentlich" hörst du auch auf sie. ;)

    Leider ist das immer so ein Ding mit alternativen Fakten. ^^


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Es wäre super, wenn er häufiger auf Tabea hören würde...

    :p_flower01:

    Beim Imkerforum jetzt mal eher nicht, aber sonst eben...

    :daumen:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Aber brauche ich bei tuB bei dadant nicht Unmengen an Material ? Rähmchen und mittelwände

    Ja, das ist dann aber so.

    Wegen der Wabenhygiene musst du eh über kurz oder lang die Waben austauschen.

    So hast du regelmäßig frischen Wabenwerk, leider geballt, daher mehr Material im Umlauf....

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Aber brauche ich bei tuB bei dadant nicht Unmengen an Material ? Rähmchen und mittelwände

    Ja, das ist dann aber so.

    Wegen der Wabenhygiene musst du eh über kurz oder lang die Waben austauschen.

    So hast du regelmäßig frischen Wabenwerk, leider geballt, daher mehr Material im Umlauf....

    Und die Ausgaben für das Mehr an Material lassen sich theoretisch auch amortisieren, wenn man im Frühjahr das Plus an Brutsammlern wieder verkauft.

    (was ich bisher nicht getan habe, sondern stattdessen meine Imkerei immer weiter gewachsen ist...)

  • Aber brauche ich bei tuB bei dadant nicht Unmengen an Material ? Rähmchen und mittelwände

    Mal rechnen für die vereinfachte Variante:

    2 Völker liefern Brutwaben für 1 Brutsammler (BS) ohne Königin*; der kann zweizargig sein bei DNM, Zander oder einzargig bei DNM1,5, DD. Man benötigt somit pro 2 Völker

    - Ersatzrähmchen mit/ohne MW (geht auch mit Anf.Streifen)

    - je nach System 1 oder 2 BR-Zargen mit Boden und Deckel.

    * der BS muss dann den Flugkreis verlassen, um Rekontamination der Altvölker zu vermeiden!


    Nach Behandlung der BS haben die sich eine Kö' gezogen. Die kann man, wenn begattet, behalten und ein überwinterungsfähiges Volk aufbauen oder man entfernt sie und teilt die bienenbesetzten Waben auf vorhandene Völker auf.


    Somit benötigt man pro 2 Völker den Rähmchenersatz für die neuen Brutnester, eine weitere Beute, ggf. vorübergehend für ca. 4 Wochen. Im letzteren Fall bilden die zugesetzten Bienenwaben in den Altvölkern dann die Futterwaben, die nach dem Winter raus kommen.


    Ist nicht so schlimm: Faustregel - man benötigt vorübergehend 50 % mehr Beuten und die zu ersetzenden Rähmchen +/- MW.

  • Bei dem Verfahren mit Scalvini sieht es anders aus.Wenn die Völker brutfrei sind, werden die Altwaben (typischerweise 6-7 bei DNM 1,5) entnommen und durch Mittelwände ersetzt, die Königin wird freigelassen und eine möglichst dunkle Leerwabe zwischen die Mittelwände gesteckt. Wegen der vorangegangenen Käfigung kommt die Königin nur langsam in Schwung, sodass die eingesteckte Leerwabe nur langsam bestiftet wird.

    Ich habe vermutet, dass bei einer zu hohen Gabe von Futter die bestehende Wabe vollgetragen wird und dann von der Königin nicht mehr bestiftet werden kann. Dann könnte sie nicht mehr als Fangwabe dienen. Deshalb habe ich alle 2 Tage in kleinen Dosen von ca. 0,5kg Zucker mit einer auf 1:1 verdünnten Invertzuckerlösung gefüttert. Außerdem habe ich die Beute mit Rähmchen nicht voll gemacht, sondern nur soviel gegeben, wie voraussichtlich im nächsten Jahr gebraucht wird, also 6, und den restlichen Raum mit Blindwaben verschlossen. Die Mittelwände wurden gut ausgebaut, nach Bebrütung wurden die Blindwaben entfernt und der Raum mit alten Leerwaben aufgefüllt.

    Vielleicht war ich da zu zögerlich mit der Fütterung. Vielleicht hätte ich die Dosis auch schneller steigern können. Möglicherweise haben auch andere dieses Verfahren angewandt und könnten hierzu etwas beitragen?

    Gruß Ralph

  • Ich habe vermutet, dass bei einer zu hohen Gabe von Futter die bestehende Wabe vollgetragen wird und dann von der Königin nicht mehr bestiftet werden kann. Dann könnte sie nicht mehr als Fangwabe dienen. Deshalb habe ich alle 2 Tage in kleinen Dosen von ca. 0,5kg Zucker mit einer auf 1:1 verdünnten Invertzuckerlösung gefüttert.

    ...

    Vielleicht war ich da zu zögerlich mit der Fütterung. Vielleicht hätte ich die Dosis auch schneller steigern können. Möglicherweise haben auch andere dieses Verfahren angewandt und könnten hierzu etwas beitragen?

    Die LW, die ich als Fangwabe eingesetzt hatte, wurde d. J. bei allen 10 Völkern vollgetragen mit 5 kg Zucker 1:1. Gestiftet hat die Kö' (nicht gekäfigt - kam also direkt vom Brutnest) dann auf den tw. ausgebauten MW im oberen Bereich.

    Ich habe wohl zu schnell zuviel gefüttert.... hätte in kleinsten Portionen geben müssen.

    Darum musste die OXS nach 3 Tagen herangezogen werden. Jedoch sind dir Völker bisher milbenarm geblieben.


    Aus den Arbeitsweisen von rase und Dir schließe ich: Entweder mit Sirup in zwei Gaben die Kiste vollmachen lassen, dabei die LW ggf. nach einer Woche raus in der Hoffnung, dass sie bebrütet wird und dann OXS Behandlung oder mit Fangwabe arbeiten und ganz langsam füttern. Auch dort würde ich OXS einsetzen, bevor verdeckt wird, um sicher zu gehen.


    Man lernt nie aus...

  • Aus den Arbeitsweisen von rase und Dir schließe ich: Entweder mit Sirup in zwei Gaben die Kiste vollmachen lassen, dabei die LW ggf. nach einer Woche raus in der Hoffnung, dass sie bebrütet wird und dann OXS Behandlung oder mit Fangwabe arbeiten und ganz langsam füttern. Auch dort würde ich OXS einsetzen, bevor verdeckt wird, um sicher zu gehen.


    Man lernt nie aus...

    Bloß keine Leerwabe! Eine der vorhandenen Brutwaben lassen, eine mit möglichst viel, bestenfalls nur offener Brut. Bei mir aber nicht wirklich als Fangwabe, sondern um das neue Brutnest zu zentrieren. Um so wichtiger, wenn die Kiste nicht mit Waben vollgemacht wird, damit die nicht auf doofe Gedanken kommen. Könnte man aber natürlich auch als Fangwabe nutzen. Wenn Du MW und eine Leerwabe gibst, wird die nur stumpf bis zum Rand mit Futter gefüllt, und das als Dickwabe, das ist sicher :)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich verstehs nich mit deiner Brutwabe... ;(

    Ich zentriere da nix.

    Richtig dicker fetter Kunstschwarm! auf MWs oder Anfangssteifen und 7L 1zu1 oder "dünner!" drauf.

    Die bauen wie die Teufel, eben weil und solange keine oder nur wenig (neue) Brut zu pflegen ist, nix Brutnest zukleistern, nach 10 tagen Schied setzen und nochmal 7L 1zu1 oder dünner drauf. Erweitern und wieder 7L 1zu1 etc.

    Wenn die das Brutnest zukleistern, taugt die Queen nix, und oder das Futter ist zu dick, und oder zu wenig Bienen. (oder krank)

    Hab "ich" so gelernt.

    Mach ich da was falsch?

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

  • Wenn Du MW und eine Leerwabe gibst, wird die nur stumpf bis zum Rand mit Futter gefüllt, und das als Dickwabe, das ist sicher :)

    Korrekt, mache ich nicht mehr - früher habe ich BW belassen, was aber dann auch nur bedingt als Fangwabe diente...


    Ich werde es im kommenden Jahr wieder so machen, wie Du es beschrieben hast. Was machst Du mit der verdeckelten BW nach Entnahme ? Einschmelzen, vermute ich.

  • Was machst Du mit der verdeckelten BW nach Entnahme ? Einschmelzen, vermute ich.

    Kommt drauf an, wie zeitig ich bin. Anfangs gehen noch Brutscheunen, aber das dreht sich innerhalb von drei Wochen, dann lohnt irgendwann nur noch der Schmelzer. Wenn Brutscheunen, dann gerne zweizargig und ich setzen nach neun Tagen nach dem brechen der Zellen eine unbegattete Königin zu. Dann sind die irgendwann sicher brutfrei um zu sprühen.

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