Waben-Ausbau im HR effektiv gestalten

  • Hallo,


    du schreibst leider nicht wieviele Rähmchen dein Brutraum hat. Ist dieser mit 11 Waben belegt kann es im Frühjahr zu dem von dir geschilderten Ergebnis kommen. Die Bienen lagern Brutnestnah ein und sehen keinen Sinn oben zu erweitern.

    Wenn du den Brutraum anhand der Brut durch ein Schied anpasst und so im Frühjahr bei 5/6 Rähmchen bist, würde der richtigerweise 0,5 DN Honigraum mit ausgebauten Waben zügig angenommen, da unten ja kein Platz ist. Bei einem Brutraum kann der angepasste Brutraum Sinn machen aber eventuell machst du das ja schon.

    Wie schon genannt ausgebaute und Mitelwände immer nur im Block zugeben.

  • Das Schwarmproblem hängt stark vom Beutenmaterial ab. Bei Holzbeuten (zumindest bei der Liebigbeute) hat man kaum Probleme. Ich hatte in den 4 DN-Liebigbeuten des Vereins über viele Jahre hinweg noch nie Schwarmtriebigkeit. Bei Styroporbeuten dagegen sieht das anders aus. In diesen Beuten sind die Völker kaum auszubremsen.

    Gruß Ralph

  • Das ist eben auch ein Unterschied: Im Frühjahr passen Beute und Volk nicht zusammen. Dann kommen die „Kunstgriffe“.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Jup die erste Zarge ist immer nur Mittelwände. keine Ahnung warum ihr da Schwarmprobleme bekommt, es ist selten das ich Schwarmzellen vor der zweiten Rapswoche hab, vorm Raps bisher erst einmal.

    Aber Du setzt die Völker durch Nektar im Brutnest vorher schon aufs Gleis. Zellen sind doch der (vor)letzte Akt. Natürlich kommt der sichtbare Schwarmdusel später.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Nichts! 😕

    Achso, ganz vergessen, es gibt welche, deren Völker kommen mit 20.000 oder gar 30.000 Bienen aus dem Winter. Dann passt es natürlich etwas besser.

    Ansonsten reichen doch wohl 4 bis 5 Waben im BR. Es wird angepasst!

    Nichts anderes war geschrieben.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Moin,

    eigentlich ist das Thema für mich bereits ausreichend erklärt und beschrieben.

    Wahrscheinlich gebe ich HR mit MW zu spät und nicht im Block.

    Das werde ich kommendes Jahr anders machen.

    Und ja, ich passe an, sprich, ein Volk, welches aus dem Winter kommt, wird auf die BW plus FW per Schied eingeengt. Das sind meist 5-6 Rähmchen 1,5DN (Segeberger in Holz mit 11 Waben gesamt).

    Zur Weidenblüte kommt über ASG ein 0,5 HR mit LW drauf, damit die Bienen Platz haben, um schnell und effektiv Futter einzulagern.

    Im kommenden Jahr werde ich dann als nächste HR Erweiterung Zargen mit wie oben beschrieben LW am Rand und in der Mitte und daneben jeweils Rähmchen mit MW.

    Bisher hab ich Zargen mit MW eher noch später im Jahr gegeben und dann immer im Wechsel mit LW (bzw. je 2+2)

    Sollte eine Seite ausgebaut und nur teilweise mit Nektar befüllt sein, wird die Zarge um 180° gedreht, damit die zweite Hälfte ebenfalls ausgebaut und mit Nektar gefüllt werden kann.

    Natürlich wird bis Mai im BR weiterhin mit Rähmchen erweitert, wobei am liebsten frische LW möglichst mit wenig bis kein Futter verwendet werden. So komme ich pro Volk auf 6-8 Waben im BR.

    Zur Not kann ich auch bei Tracht Waben mit eingelagertem Honig höher hängen und unausgebaute Waben weiter runter hängen, am liebsten mache ich das aber Zargenweise.

    Vielleicht teste ich es auch mal bei 2-3 Völkern, wenn ich zur Weidenblüte direkt 2-3 Rähmchen mit MW dazugebe, ob das besser klappt oder nur die Futterversorgung schlechter wird, weil nicht so viel auf einmal eingelagert werden kann.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Natürlich wird bis Mai im BR weiterhin mit Rähmchen erweitert, wobei am liebsten frische LW möglichst mit wenig bis kein Futter verwendet werden. So komme ich pro Volk auf 6-8 Waben im BR.

    Natürlich? Mach ich nie so ;)


    Ich schiede im März sofort auf die Anzahl Waben, die ich für die Saison brauche, wenn ich mich da vertue erweiter ich ggf. mal mit einer möglichst vollen Futterwaben. Ansonsten wird nur im HR gebaut! Ende Juli dann TBE und sie gehen auf frischen Waben in den Winter.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Im März? Oder machst du das an einem phenomenologischen Ereignis (Blüte von XY) fest?

    Engst du das Volk dann nie ein, bzw. gleich auf z.B. 6-8 Waben?

    Oder erweiterst du nach dem engen schieden gleich auf die volle stärke?

    Ich hab mir da Gerdes als Vorbild genommen, der stark schieded und dann schrittweise erweitert.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Ich schiede an einem sonnigen Tag im März, wenn ich Zeit hab und eh nach dem Futterstand schauen muß. Ich schiede direkt auf die Saisonzahl. Ich hab da keinen Unterschied feststellen können, außer, das es anders mehr Eingriffe/Zeit kostet. Auf die Anzahl Winterwaben kommen die erst bei der TBE und dann auch sofort auf zehn MW + eine Wabe mit offener Brut + 9kg Futter.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • rase Und die Saisonzahl ist ein Erfahrungswert, bei allen Völkern gleich oder Wahrsagerei? Ich weiss, das Thema wurde schon zigmal durchgekaut, aber ich blicke bei dieser Schiederei irgendwie immer noch nicht durch. Für mich klingt es momentan am sympathischsten, das Schied nur einmal zu setzen, lieber etwas grosszügig, fertig. Aber ich weiss nicht, woran ich mich orientieren soll. Aktuell denke ich mir, dass ich Mitte, Ende März einfach alle leeren oder fast leeren Waben rauswerfe, sodass vielleicht noch sieben, acht Waben (Dadant) verbleiben. Dieses Jahr ist mein Vater mit acht Waben Zander von März bis Juli (TBE) sehr gut gefahren. Das wären dann aber eher nur sieben Waben Dadant.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Ich hab gerade echt keine Zeit für meine komplette Betriebsweise in drei Zeilen ;)

    rase Und die Saisonzahl ist ein Erfahrungswert, bei allen Völkern gleich oder Wahrsagerei? (...) Für mich klingt es momentan am sympathischsten, das Schied nur einmal zu setzen, lieber etwas grosszügig, fertig. (...) Aktuell denke ich mir, dass ich Mitte, Ende März einfach alle leeren oder fast leeren Waben rauswerfe, sodass vielleicht noch sieben, acht Waben (Dadant) verbleiben.

    Die Saisonzahl ist eine Erfahrung. Wenn ich mich irre, korrigiere ich die Anzahl. Entweder eine Wabe raus, oder eine Futterwabe/ zur Not auch MW rein. Kann man immer machen. Standard sind bei mir sechs bis sieben BW.


    Wenn ich Schiede, kommen leere fiese Waben raus (da TBE im Juli, sind die nicht fies in der Regel. Leere gute Waben benutz ich für Ableger) und volle überzählige Futterwaben hinters Schied. Ich werde einen Teufel tun und die im März rausnehmen!?


    Das ist alles keine Raketenwissenschaft oder gar in Stein gemeißelt. Nicht vergessen, diejenigen, die am sichersten wissen, wie es richtig geht, verdienen ihr Geld in der Regel an, und nicht durch Imkern ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich hab gerade echt keine Zeit für meine komplette Betriebsweise in drei Zeilen ;)

    Klar! :D Vielen Dank für diese kurzen Ausführungen! Wenn man erst einmal versucht hat, Völker mit einem Schied durch die Saison zu führen (und dann noch in diesem Minus-Rekord-Jahr!), ist man um jeden Hinweis froh. Deine Zeilen helfen sehr! Danke!

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).