Waben-Ausbau im HR effektiv gestalten

  • Ich machs so, so früh wie möglich ne Zarge MW auf den Brutraum rauf (meist mitte März) Die ist dann wenn die Weide gut läuft und es Warm genug ist Anfang Mai ausgebaut, ...

    passend, wenn die Bienen im Baum hängen ;) - Wenn's nachts noch richtig kalt ist, tagsüber aber schon viel Nektar reinkommt, dann können die noch nicht bauen, und der Nektar geht ins Brutnest. Deswegen brauchen die Platz für den Nektar, und versuch mal den in MW zu packen.... Wenn die Weide gut honigt, kann sogar eine zweite Zarge mit ausgebauten Leerwaben nötig sein, oder zumindest einigen ausgebauten Leerwaben + MW am Rande (oder als Block in die Mitte, da ist es wärmer für den Bautrupp, das ist Ansichtssache). Aber nur MW als erste Gabe ist ein Schwarmbeschleuniger.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Bei mir auch so. Wenn ich rechtzeitig, also Weidenblüte, ausgebaute Waben zur Verfügung stelle, dann lagern sie oben ein und legen keine großartigen Futterkränze über die Brut und keine Futterwaben im Brutraum an. Im zweiten HR kann ich dann Mittelwände geben, die sie dann mit zunehmender Tracht ausbauen müssen. Bei mir ohne Massentracht geht das meist gut, weil dann viele Bienen in den Honigräumen sitzen und man durch rechtzeitige Erweiterung nach oben den Schwarmtrieb nicht fördert.

    Wenn ich das verpasst habe, dann neigen meine Damen die ganze Saison dazu, im Brutraum viel Futter haben zu wollen. Sie bauen sogar teilweise hinter dem Schied lieber Wildbau für Futter als oben neue Mittelwände auszubauen.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Hilfe, meine Bienen gehen nicht in den Honigraum.

    Ist doch eine bekannte Frage hier. Dann kommt der tolle Spruch, häng Brutwaben hoch, das zieht sie in den HR.


    Robirot, ich dachte, Du imkerst schon länger. Warum dann solche komischen Ratschläge?


    Gruss

    Ulrich

  • Wieso komisch? Stehe ich gerade auf dem Schlauch oder fassen wir den Beitrag verschieden auf?


    Ich verstehe das so, dass er entweder ganz normal Honigräume ausbauen lässt wie auch vorher beschrieben

    oder

    einzargige Völker mit Füttern mit aufgesetzten Mittelwänden zu verstärkten Bauarbeiten verlockt. Die dabei gewonnen Waben nutzt er dann zum Beispiel als ausgebaute Waben zur Erleichterung für Bruträume in anderen Völkern/Ablegern.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Ich bitte um Entschuldigung. Post 17 bezog sich auf den Beitrag von Schillbee.

    Kann es leider nicht mehr korrigieren.

    Dennoch lasse auch ich in der Weide keine Mittelwände ausbauen. Der Brutraum soll honigfrei bleiben, Platz muss für Stifte sein. Der erste Honigraum mit ausgebauten Waben ist die Speisekammer für die Bienen.

  • Wieso komisch? Stehe ich gerade auf dem Schlauch oder fassen wir den Beitrag verschieden auf?

    Ich les erster gegebener HR nur MW. Das ist manchmal leider nötig (wenn man anfängt, hat man ja keine ausgebauten Leerwaben), aber drückt die Völker unnötig aufs falsche Gleis, wie Du selber bemerkt hast :)


    Insofern: komischer Rat, ja.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Wer anfängt und keine ausgebauten Waben hat sollte dann doch besser untersetzen.

    Das Brutnest wächst nach unten und oben wird Platz für den Nektar.

    Vor allem die Dadantimker:lol::lol::lol::lol:

    Und trotzdem sind keine Zellen frei, um den Weidennektar abzulagern.

    Und wenn du untersetzt, wo kommt die 3. Zarge dann hin? Oben drüber geht ja schlecht:/

    Mag bei deiner Betriebsweise gehen, aber hier geht es um den Ausbau der HR Waben und nicht der Brutraumwaben;)

  • Wer anfängt und keine ausgebauten Waben hat sollte dann doch besser untersetzen.

    Das Brutnest wächst nach unten und oben wird Platz für den Nektar.

    An der Stelle empfehle ich mal, auch in etwas ältere Lektüre von Karl Pfefferle zu schauen.


    Seite 15 ff. in "Imkern mit dem Magazin und Imkern mit der Varroatose" - "Die Biologische Struktur des Bienenvolkes als Grundlage für unseren Magazinbetrieb"


    Da wird sehr schön erklärt warum das Brutnest wohin wandert. Und vor Allem warum ein Untersetzen von LW oder MW zwar in der Massentracht funktionieren mag, aber ansonsten eher nicht. Dann wird das Brutnest durch eingelagerten Nektar nach unten gedrückt, aber es wächst nicht einfach freiwillig nach unten.


    Außerhalb der Masssentracht ist einzig die Reizzone ein sicherer Ort um zuverlässig Waben ausgebaut zu bekommen. Und die liegt nun mal direkt über dem Brutnest, mit direktem Anschluss zur Futterkappe.

    Für Honigraum Waben, um die es ja hier geht, also im Bereich des virtuellen Brutnestes.

  • Ich arbeite mit dem gleichen System wie der Ersteller dieses Themas und arbeite mit angepasstem Brutraum. Daher lagern die Bienen fast nichts im Brutraum, sondern nutzen die unterste Halbzarge, um Honig und Pollen für die Versorgung der Brut zu lagern. Deshalb bleibt diese Zarge permanent im Volk und wird nicht geschleudert. Sie bildet praktisch den Futterkranz des Brutnestes. Im Herbst wird diese Zarge unter die Brutzarge gesetzt, im Frühjahr dann wieder an unterster Position, nunmehr leer, über das Absperrgitter.

    Darüber erweitere mit Beginn der Weidenblüte mit einer Zarge mit folgenden Rähmchen: LW-LR-LR-LR-LW-LW-LR-LR-LR-LW (LR=Leerrahmen)

    Bei Einsetzen starker Tracht setze ich zusätzlich zu den Zargen mit Leerrahmen Zargen mit ausgebauten Waben auf und gebe viel Platz.

    Im Laufe des Jahres wird ca. 1/3 der Honigwaben neu gebaut und 1/3 eingeschmolzen. Die eingeschmolzenen Waben und das Deckelwachs liefern mir das Material für die Brutraum-Mittelwände.

    Gruß Ralph

  • Hallo,

    das mag ja alles zutreffen. Auch der Verweis auf Literatur.

    Für Anfänger sind aber e i n f a c h e Wege die begehbaren.

    Sicher habe auch ich das aus meiner Sicht geschrieben. Tut ihr doch auch!

    Z. Bsp. der Verweis auf das virtuelle Brutnest. Da muss über dem Brutnest erstmal ein Raum sein, der ausgebaut wird / ist. Dort entsteht dieses, wenn mit Absperrgitter gearbeitet wird. Ansonsten ist dieses e i n f a c h Brutnest. Und es wird nicht weiter nach oben wachsen. Ich denke, dass es nach unten wächst. Oben (Fluglochfern) werden die Vorräte eingelagert.

    Wenn Ableger 3 oder 4 Zargen ausbauen sehe ich das als Beweis, dass es nicht gegen die Natur der Bienen geschieht.

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Für Anfänger sind aber e i n f a c h e Wege die begehbaren.

    Gerade für Anfänger ist es einfacher, die Reizzone über dem Brutnest zu nutzen, mit Absperrgitter.

    Deine Betriebsweise mag für dich funktionieren, einen anfängergerechten Eindruck macht sie auf mich nicht. Und Ableger bauen alles und überall aus, wenn genug Tracht/Fütterung vorhanden ist.

  • Das Brutnest wächst schneller nach oben, als nach unten. Nur im Baum gibt es das nicht.

    Ganz deutlich sieht man das beim Mini Plus. Das geht explosionsartig nach oben weiter. Oben ist es eben wärmer. Der Futterkranz wird immer weiter nach oben geschoben, wenn man Platz gibt.


    Wenn das nicht so wäre, müsste man sich ausserdem fragen, warum die 2 Brutraumimker den zweiten Brutraum aufsetzen und nicht unten drunter tun.