Bienenstiche/Allergie

  • Hallo Bienenfreunde.
    Bin relativer Anfänger (ZWEI Jahre) betreibe die Imkerei absolut extensiv, nur als Hobby und das ganze in Südspanien und bin auf diese Foren gestossen. Man lernt viel. Allerdings liegen die Verhältnisse hier so anders, dass man vieles "Deutsche" nicht anwenden kann bzw. braucht.
    Ich habe also mit Interesse die Ausführungen über Stiche/Allergien gelesen, denn die spanischen Bienen stechen auch. Und das mit absoluter Wehemens. Ich staune immer, wenn es in Beiträgen heisst, ich arbeite mit den Bienen "ungeschütz". Mit meinen Bienen ein Ding der Unmöglichkeit. Kaum rüttelt man an den Kästen oder öffnet den Deckel (die Beuten sind hier auch anders), stürzen si sich auf mich wie die Killerbienen. Ich gehe nur in Vollstmontur an die Arbeit und die Viecher finden immer nochmal einen Weg mich zu stechen (durch den Leder- Handschuh oder wenn der Gesichtschleier etwa irgenwo an der Haut anliegt. Die finden jedes Plätzchen. Ich habe mir also Handschuhe aus dickerem Leder zugelegt. Wenn ich die ausziehe, sind sie so mit Stacheln gespickt, dass sie wie ein Igel aussehen! Normale Hosen - lachhaft - ich ziehe also unter die Imkerhose eine Motorradregenhose. Die ist aus Plaste und da gehen die Stachel nicht durch. Nachteil, bei den hier herrschenden Temperaturen läuft einem der Schweiss in Strömen die Beine runter. Aber was macht man nicht alles für das Hobby. Die Belohnung: Die Bienchen sind äusserst fleissig und ich "ernte" im Frühjahr, Sommer und das letzte mal jetzt so um diese Jahreszeit.
    So, nehmt mir die lange Einführung nicht übel. Ich wollte ja was zu den Stichen als solche sagen. Es gibt, wie bekannt, Menschen die sind von vornherein allergisch gegen Bienen- und sonstige Insektenstiche und andere kann das gar nicht jucken. Dazwischen gibt es jede Abstufung von Empfindlichkeiten und diese können sich entwickeln. Bei einigen wird die Empfindlichkeit von Stich zu Stich stärker und endet in einer richtigen Allergie bzw. kann bis zum anaphylaktischen Schock gehen und bei anderen wird die Empfindlichkeit von Stich zu Stich weniger d.h. es findet eine natürliche Desensibilisierung statt. Empfindliche solten immer ein Antihistaminikum und ein Kortikoidpreparat zur Hand haben. Das hilft bis zu einem gewissen Grad. Denn, nehmt es mir nicht übel, über die ganzen Hausmittelchen habe ich ganz schön geschmunzelt. Lauch, Zahnpasta, draufpi...,drauspucken, Eis, heisser Löffel, usw.usw.usw. helfen nicht, sondern linders nur die jeweiligen Effekte. Manchmal hilft bekannterweise auch die Subjektion !! Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern das sagen Fachärzte, Wissenschaftler und es steht in der Literatur.
    Wenn man sich damit befasst wird einem das mit dem Gift auch auch klar und dass da eine innere Überreaktion stattfindet mit Bildung von Antikörpern usw. bei der keine äusseren Mittel helfen können und wie gesagt nur eine Linderung stattfindet.


    Nun lasst Euch (nicht) fleissig stechen.

    In diesem Sinne. Pedro.
    (aus dem sonnigen Spanien)

  • Hallo Heintzelmann
    Wenn das so is das deine Bienen so nee Art Killerbienen sind würd ich mal einen Imker in deiner Nähe besuchen der friedliche Völker sein eigen nennt.Dann stell um auf Bienen die sich nich dran stören,wenn ihr Heger den Deckel öffnet.Es müsste ja sowas auch in Spanien geben,oder???
    Gruß eines Hobbyimkers

  • Nochmal hallo.


    Ne, ne andere Länder andere Sitten. Ich habe ja Kontakt zu anderen Imkern, die mir unter anderem auch mit Rat und Tat zur Seite stehen.
    Die haben, sag ich mal, dieselben Bienen. Wenn Du von Rasse usw. redest wird das hier mit einem Achseltzucken quittiert.
    Apropos andere Sitten: sowas wie Registrierung gibt es hier nicht, auch braucht man niemanden um Erlaubnis zu fragen (etwa Behörde). Krankheiten können und werden nicht gemeldet. An wen auch ?!
    Hier geht es noch nach: dem Tüchtigen gehört die Welt, Hauptsache Du erzeugst viel und guten Honig.
    Man kann davon halten was man will, aber z.Z. ja auch in D.land wieder aktuelles Thema: totale übergeregelte Welt. Keine Freiheit dem Unternehmertum. Hier ist das, Gott sei Dank, noch alles anders.
    Ein Beispiel was für viele steht: willst Du einen Fleischer- oder Bäckerladen aufmachen, musst Du Dir dafür zwar eine Betriebsgenehmigung geben lassen (Hygiene usw.) aber schon die Ladengrösse und Einrichtung ist Dir überlassen. Wichtig einzig und allein ist , dass Du zarte Steaks und gute Semmeln machen kannst. Da wird die Kundschaft schon kommen.
    Das gehört nun vielleicht nicht ganz zum Thema Imkerei, aber hiermit verhält es sich genauso. Eines Tages habe ich mir gedacht, es würde mir Spass machen meinen Honig selber zu erzeugen. Bin also zu einem Imker und habe mir ein Völkchen gekauft und schon war ich "Imker". Nach ein paar Tagen hab ich dann mal in den Kasten reingeschaut und festgestellt, dass nur ein paar Bienen drin waren. Heute denk ich, es war ein Weiselvolk (sagt man das so richtig?). Damals null Ahnung. Hatte zwar ein paar Bücher gelesen, aber vom Buch zur Praxis werdet Ihr mir zustimmen, ist es schon ein Unterschied. Bin also zurück und habe reklamiert. Wie 'ne Königin in Natura aussieht wusste ich ja nicht. Der Mensch hat sich vielmals entschuldigt, hat gesagt behalte die Honigwaben (als kleine Entschädigung), bring mir den Kasten, Du bekommst einem Neuen. Gesagt, getan. Seitdem sind wir gute Freunde
    :-))
    Ich hoffe ich langweile Euch nicht, aber das Ende meiner Einkaufsaktion war nun, dass ich 5-6 Honigwaben hatte (ausser einem perfekten Bienenbolk, aus dem mittlererweile drei geworden sind) und keine Schleuder. Ich habe ja damit gerechnet, dass die Bienchen erst mal 'ne Weile brauchen würden um Honig zu produzieren. Dann würde ich mir schon eine zulegen. Also habe ich mich an meine Jugend erinnert, dass wir wenn wir als Jungens schon mal ein wildes Bienennest ausgeräuchert haben, die Waben schön ausgekaut und das Wachs ausgespuckt haben.
    Hab also meiner besseren Ehehälfte das Systhem gezeigt und so sind wir nach und nach der Wabenschwemme Herr geworden. :-))
    Weiter frohes Imkern.

    In diesem Sinne. Pedro.
    (aus dem sonnigen Spanien)