Winter Einfütterung in der Mini Plus aus Holz

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    ...3:2 ist gut für die Wintereinfütterung.

    ... die bis August/September abgeschlossen sein sollte. Selber angerührte Zuckerlösung (selbst wenn im richtigen Mischungsverhältnis und ohne HMF) muß von den Bienen noch invertiert werden. Bei fertig gekauftem Bienenfuttersirup erspart man den Bienen diesen Arbeitsschritt, was v.a in kritischen Situationen (zu geringe Volksstärke, zu später Fütterungszeitpunkt etc.) dem Bien eine wichtige Hilfe sein kann.

  • Als Ausblick für das nächste Jahr hier mal ein mögliches Szenario

    Im Winter ein paar Zanderbeuten, Rähmchen und Mittelwände kaufen/bauen, da du ja nun schon Zander hast.

    Das MP Volk würde ich im Frühjahr immer 2 zargenweise erweitern, bis alle deine MP Zargen ausgebaut sind.

    Zum Ende der Rapstracht oder bei starken Schwarmtendenzen würde ich von der Zanderkiste ein Königinnenableger machen.

    Die dann spontan nachgezogenen Königinnenzellen im Altvolk werden kurz vor dem Schlupf dann vorsichtig aus der Wabe geschnitten und in die mindestens 2 geteilten Miniplus (2 Böden und Deckel hat er ja) verteilt und die Königin aus dem MP kommt in die (ALT)Zanderbeute. (bitte hier noch schlau machen, wie man am besten Zellen mit Brechen etc nachzieht das man sie aus möglichst jungen Larven hat, oder unbegattete "Edelköniginnen" kaufen)


    Dann hast du schon mal 2 Völker auf Zander plus ein paar (2-10) MP Begattungseinheiten. Wenn du dir noch ein paar Böden und Deckel kaufst, kannst dann bei soviel Begattunsgeinheiten machen, wie du Zargen hast, sofern du auch soviel Zellen/Königinnen hast.


    Dort würde ich die Königinnen per Standbegattung bis zum Legen lassen und nach das Brutbild kontrollieren und aus den besten 4 jeweils 2 KS für 2 weitere Zanderbeuten und 2 in den Mini mit allen gleichmäßig aufgeteilten Brutwaben plus ausreichend Pflegebienen belassen.


    Letzteres ist vielleicht für ein Anfänger alles viel auf einmal, zeigt jedoch ein mögliches Potential. Wer weiß was du dir als Ziel gesetzt hast.


    Liebe Grüße Bernd.

  • aber Bienen leben in der Natur auch nicht in Styropor sondern in Holz.

    Wenn man sich die Beutenuntersuchungen eines T. Seeley (Volumen, Form, Fluglochgröße, Ausrichtung, Höhe, ...) anschaut ist den Bienen das Beutenmaterial sowas von egal. Wir dürfen nicht den Fehler machen unsere Ökologievorstellungen auf Insekten zu transformieren.

    Trotzdem finde ich Holz in meinem Garten schöner;)

  • Unter dem o. a. Link zu den Monatsbetrachtungen findet man alles, was man zu Mini+ wissen muss; sogar wie man darin Honig erntet und Vollvölker hält. Alles nicht so kompliziert, wie hier immer dargestellt. Ich habe 4 kleine Völker im Viererblock in Styropor-M+ eingewintert, Fluglöcher in alle 4 Himmelsrichtungen. Ich habe einen alten 12er-Dadant-Honigraum umgebastelt, so dass er vielleicht als gemeinsamer Honigraum und Adapter für evtl. weitere für die vier Völkchen dienen kann, falls sie überleben oder nicht als Ersatz benötigt werden. Ferner habe ich in den Mini+ Rähmchen, die ich zum Dadant-Blattmaß (Höhe 159mm) zusammenstecken kann, was das Umsiedeln/Umweiseln etc. hin und zurück in meine Dadant-Blatt-Beuten und meiner Flachzargen-Kleinimkerei sehr bequem macht.

  • Gehen tut das, macht aber einen Haufen Arbeit, wenn man es ordentlich machen will. So eim 6 Zarger Mini, mitten in der Rapstracht oder Obstblüte hat mit einer guten Königin eine irre Volksstärke. Die wollen mehr arbeiten, als sie es in diesen kleinen Kisten können. Da musst Du permanent dran bleiben, sonst sind sie weg.


    Gruss

    Ulrich

  • Hallo Bernd.


    Danke für deinen Vorschlag. Klar ist, dass mit der Mini+ gerade im Frühjahr viel Arbeit mit der Erweiterung und der Durchsicht drauf geht.

    Im Frühjahr möchte ich das Volk auf die Bestehende, die Zweite Mini+ und die Zander aufgeteilt werden. Dadurch wird für die Bienen reichlich Arbeit anstehen.

    Ich möchte mit meinen Völkchen ja auch nicht zum Berufsimker werden, oder so.

    Für mich ist die Arbeit an und mit den Bienen Entspannung von der stressigen Arbeitswoche. Dabei kann ich am Besten abschalten und wenn dann noch etwas Honig für mich und meine Familie abfällt, ist dies ein schöner Nebeneffekt.


    MFG

  • Erfurt : Es ist nicht eine Frage des Arbeitsaufwandes für Dich als Imker, sondern eine grundsätzliche:


    Mini+ sind Notunterkünfte für Bienen und vorgesehen für bestimmte Zwischenschritte in einer größeren Imkerei (Begattungseinheit, Kö. zwischenparken bzw. deren Qualität beurteilen o.ä.) - nicht aber dafür, ein normales Bienenvolk darin zu führen.


    Rechenexempel/Zahlen aus:

    http://www.bienenzuchtverein-m…atid=3:begriffe&Itemid=18


    Kö. legt in der Saison 2.000 Eier täglich x (21 Tage Entwicklungszeit von Arbeitsbienen + 1 Tag Reserve für das Putzen und neu Austapezieren benutzter Brutzellen mit Propolis usw.) => 44.000 Zellen zzgl. 10% (zu knapp, aber für das Überschlagsrechnen) Reserve für brutnestnahen Pollen- und Futtervorrat => 48.000 Zellen mindestens notwendig für den unmittelbaren Brutnestbereich.

    Nur für die (kleineren) Arbeiterinnenzellen gerechnet (800 Zellen/qdm), sind dafür 60 qdm Wabenfläche notwendig. Ein Mini+Rä hat rd. 2,5 qdm. Ein Volk bräuchte allein für sein unmittelbares Brutnest also 24 Mini+Rä. = 4 Zargen. Da ist noch nicht einmal der Mehrbedarf für Drohnenbrutzellen (1/4 größer und 3 Tage längere "Belegungszeit" der Wabenfläche) und für die Bienenbrotzubereitung und Nektarbearbeitung, Honiglagerung eingerechnet.

    Neben dieser rein quantitativen Betrachtung mag auch ein Blick in die Geometrie erhellen: Der Bien strebt das geometrische Optimum an, resp. die Kugelform (günstigstes Verhältnis von Volumen zu Oberfläche). Imker lenken den Bien in etwas abweichende geometrische Formen, um sich die Arbeit zu erleichtern. Aber ein Brutraum in Form eines Turmes mit 22 x 25 cm Grundfläche zu 70 cm Höhe (= 4 Zargen a` 6 Rä.) weicht doch arg von der angestrebten Kugelform ab.


    Tu Dir und den Bienen also den Gefallen und entscheide Dich künftig für eine andere Beutenform als Mini+ zur Führung von Bienenvölkern über das Jahr.