Das richtige Folienmaterial, wer kennt sich aus, Quellen?

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    Ich hab mir alternativ zu den Folien Hauben aus Kunststoff besorgt.

    Die werden für jedes Maß extra hergestellt und kosten kleines Geld.

    Mir gefällt, dass die Hauben abstehen und die Bienen auf den Oberträgen laufen können.

    Die Abdeck-Fixe dagegen haben mir so gar nicht gefallen.

    Sind ebenfalls schön durchsichtig, so dass man auch ohne die Folie abziehen zu müssen in das Volk bzw. in die Gassen schauen kann.

    Klar werden die irgendwann trüb, meine ersten nutze ich jetzt glaube ich im vierten oder fünften Jahr, also alles gut.

    Einziger Nachteil, den ich sehen kann, ist, dass die Haube beim Abziehen knickt und über kurz oder lang hier Risse entstehen (können). Solange die Bienen hier nicht massiv raus können (zur Not ein Stück Klebestreifen an die Stelle), ist das für mich aber akzeptabel;-))

    Nur mal als Denkanstoß als Alternative zu den Folien....

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Ich weis schon welche du meinst. Ich hatte die Zuschnitte von Voigt, die waren so, bin aber von den Folien komplett weg.


    Das was du suchst ist PE-LD Folie mit min. 150my besser 200.


    Was ein Wunder genau so ein Produkt gibt es für ca 1€/qm als Dampfsperre zu kaufen.


    Vergess das Abdeckfix bitte sofort, die Idee ist zwar genial, besser als die Original Segeberger Abdeckung (die direkt nach dem ersten zweiten mal anbauen abfängt zu reißen). Das Abdeckfix ist 0,4 mm Plexiglas. Mag aber das geknickt werden gar nicht, genauso wie die Kräfte die beim Abziehen von Beuten entstehen. Ist aber super für alles in BGK Größe.

  • hornet : Die 3er-Ableger-Zargen habe ich vor Jahren von meinem Paten mit Folie bekommen. Ich vermute Tischdeckenmaterial wie in #2 genannt. Es ist aber nicht so

    langlebig wie die handelsüblichen Folien, reißt schneller ein, wenn man mit spitzem Werkzeug hantiert, nimmt mit den Jahren Braunfärbungen von Propolis an usw. Ich nehme das in Kauf um des Vorteils willen, die Folie jeweils um 1/3 zur Seite rollen und so jeweils einen der drei 3er-Ableger in einer Zarge bearbeiten zu können, ohne daß die Bienen oder gar die Prinzessin vom benachbarten 3er-Abteil überwechseln.

  • Ich schneide immer die ApiInvertsäcke aus den 20l Kartons auf. Passen hervorragend auf die Beuten und bisher ist noch keine der Folien kaputt gegangen. Wenn sie älter werden, werden sie durch neue ersetzt. Nachschub gibt es jeden Herbst. ;-)

  • Hadeka : Zugegeben, beim mittleren Abteil ist es schwieriger. Ich ziehe dann die Folie zu 2/3 seitwärts, beschwere sie vorsorglich mit einem Ziegelstein (der sich auf Beutenrand und Abteilschied abstützt, also nicht auf den OT aufliegt -> keine Biene quetscht) und decke das andere randständige Abteil mit einer zweiten Folie ab, ebenso beschwert. Das ist erträglich und zu oft muß der Imker an diese Ableger ja auch nicht ran, streng genommen eigentlich nur bei Erstellung und bei Auflösung/Umzug in die standübliche Beute. Bei ungünstigen Trachtverhältnissen schaut der Imker doch vorsorglich mal nach dem Futtervorrat oder bricht den Umzugsversuch ab, weil er noch keine Stifte sieht...

  • Hadeka : Fällt Dir eine einfachere Lösung ein? Die 3er Ablegerbeuten nutze ich nur noch im Ausnahmefall. Bearbeitung der Abteile erfolgt dann nur, wenn unbedingt nötig, nicht mehr aus Neugier. Beim Besetzen bzw. Auflösung kann man sich ja ein Abteil nach dem anderen vornehmen, braucht also keine zweite Folie. Nur bei einer Durchsicht des mittleren Abteils und besetzten Seitenabteilen ist eine zweite Folie von Vorteil. Den Ziegelstein zum Beschweren habe ich ohnehin beim Blechdeckelabheben in der Hand.

  • Ich habe mir von der Arbeit Folie aus Maisstärke mitgenommen.

    Maisstärkenfolie hat den Vorteil, dass sie keine Weichmacher braucht. Die Folie bleibt auch über sehr lange Zeit brauchbar.

    Nachteil ist, sie ist milchig.


    Viele Grüße!

    Freier Imker

    Ohne DIB oder Verein

    Nicht vorbelastet

    Offen für alle Anregungen

  • Ich verwende in der Bienensaison weiche Gaze. Die lässt sich hervorragend ohne großes Rucken und Knallen abziehen und verhindert zuverlässig Brücken zum Deckel. Allerdings können die Bienen dann nicht über die Oberträger laufen; wozu soll das auch gut sein?

    Im Winter wird die Gaze entfernt. Dann können die Bienen auch über die Oberträger laufen.

    Gruß Ralph

  • Und warum muss man denn immer oben rein schauen?

    Wenn am Volk etwas getan werden MUSS dann muss so und so abgedeckt werden. Ob nun durchsichtig oder nicht 😉

    Warum muss man eigentlich bei jedem Faden irgendwelche Grundsatz- und Nebendisskussionen eröffnen, seinen Senf dazu geben, selbst wenn man zu den eigentlichen Fragen gar keine eigene Antwort hat?

    Was soll es bringen, wenn jemand, der die konkrete Frage gar nicht beantworten will, sich trotzdem einmischt und ungefragt berichtet, dass er es ganz anders macht und besser findet?


    Trotzdem meine Antwort: ich benutze die Folie zu verschienen Zwecken nur auf den Honigräumen oben drauf. Ein Zweck ist der der Kontrolle von Bienenaktivität, Ausbauzustand, Füllzustand. Es tut mir ja leid, aber für mich ist es in Trachtphasen sehr hilfreich, den Zustand des obersten HR ganz ohne Störung der Bienen häufig kontrollieren zu können. Wem das nicht gefällt, der darf es doch super gerne auch ganz anders machen, nur wen interessiert das in einem Faden, wo ganz konkret nur nach bestimmten Materialeigenschaften und Bezugsquellen gefragt wurde?!?


    Und da wundert ihr euch immer, dass die Diskussionen wild auseinanderlaufen und diverser Ärger entsteht...


    Es gibt aber zum Glück einige sehr interessante Antworten inzwischen, einige haben mir auch Tipps per mail gegeben, vielen Dank! Ich werde mal die jeweils genannten Produkte ansehen und ausprobieren.


    Apiinvertsäcke habe ich leider nicht. Sind die echt so groß, dass man da 51x51cm große Stücke rausschneiden kann? Dann würde ich mal bei Kollegen rumfragen, bevor die die Dinger wegwerfen...


    Und das Abdeck-Fix ist wegen seiner Starrheit wohl sicher genau das, was ich nicht haben will.

  • Es war bei der Fragestellung zu erwarten, dass die "Warum überhaupt Folien?"-Diskussion schneller vom Zaun gebrochen wird, als die erste konkrete Antwort auf die Frage kommt.:(


    Die im Lebensmittelbereich verwendeten PE und PP Kunststoffe sind leider nicht so beständig, und weisen schnell die von dir beschriebenen negativen Eigenschaften auf. Insbesondere, wenn Sonneneinstrahlung und somit UV Licht auf die Folien einwirkt. Bei Überständen oder der Lagerung zum Beispiel.

    Wahrscheinlich wirst du mit PVC am nächsten den gewünschten Eigenschaften kommen. Leider ist dies, insbesondere durch die Weichmacher, nicht die gesündeste Wahl. Die Ausdünstungen sind aber auch nicht so gravierend, möchte ich meinen, als dass tatsächlich Schaden entstehen kann. Weder an den Bienen, noch für den Menschen. Überall kommt der Spruch mit der Dosis, nur hier wird er nicht angewendet.

    Ansonsten lasst uns schnell beginnen die Kunststofffenster aus unseren Häusern zu reißen, Farben und Anstriche zu entsorgen, einen großen Teil der Kanten der Küchenfronten wegzuschmeißen...


    Für mich ist das wichtigste Kriterium die Dicke und Durchsichtigkeit des Materials. Zumindest momentan kommt einem noch häufig genug Verpackungsfolie in die Hände, die man dann für diesen Zweck einem zweiten Verwendungszweck zuführen kann, bevor es nach einiger Zeit ausgetauscht und in der Müllverbrennungsanlage verstromt wird. Die Alternative wäre, es landet sofort dort. Zur Zeit ist es mit der Kunststoffverwertung für andere Zwecke noch nicht so weit her. Das ändert sich hoffentlich noch irgendwann, nein bald.