Erste Überwinterung

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    Das hat mit der Passgenauigkeit der Beuten zu tun, bei mir liegt das ganze plan auf. Mit einem Stein beschweren könnte aber auch helfen. Die sind nicht so steif wie eine Holzplatte.

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.

  • - Milbenfall ist deutlich über dem Schwellwert von 0,5/Tag. Jetzt bestehen aber kaum noch Handlungsoptionen außer: Restentmilbung bei Brutfreiheit. [...]

    Mal so theoretisiert: Wenn sublimierte OXS so gut vertragen wird, wäre es da vllt bei so hohem Milbenfall sinnvoll, so eine Art Mini-Blockbehandlung zu machen. Ein paar Tage vor dem errechneten Brutende bedampfen und danach noch einmal?


    s.

  • Ich bin da vorsichtig geworden, nachdem ich dieses Jahr im Februar bei allen im vorangegangenen Herbst blockbehandelten Völkern Ruhr-Symptomatiken feststellen musste.

    Also hat den Mädels die OXS, die sie ja Mangels Bewegung nicht ausräumen können, auf den Magen geschlagen?
    Nehmen sie nicht viel mehr auf, wenn sie mit süßer Lösung besprüht/beträufelt werden?

  • Von Ruhr-Anzeichen in den Völkern habe ich noch von keinem Kollegen gehört, der zugab, blockbehandelt zu haben.


    OX nehmen Bienen nicht freiwillig auf. Nur wenn man sie mit (OX-)Sirup beträufelt und damit verklebt, können sie sich nicht anders helfen als durch gegenseitiges Abschlecken. Sie erleiden durch die orale Aufnahme subletale Schäden (Verätzungen im Verdauungs- und Ausscheidungsapparat, neurologische Schäden, Verkürzung der Lebenserwartung usw.) Kristalline OX können die Bienen mechanisch abputzen, was nach der Sublimation im Gemüll auch zu sehen ist.


    rall0r : Kann es mglw. noch andere Faktoren geben, die Ruhr-Anzeichen auslösten (Faktorenerkrankung wegen zu geringer Volksstärke, Spätschäden durch Varroa vor Blockbehandlung o.a.)? Wie wurden die Behandlungsschritte im Block getaktet, wieviel Wirkstoff pro Behandlungsschritt, Dosiergenauigkeit/Applikationsgerät, wie groß waren die Beuten? Befand sich viel offenes Futter darin, z.B. Fütterer oder unverdeckelte Futterzellen, die stark hygroskopische OX anziehen, aufnehmen und erst im Stoffwechsel der Bienen wieder abgeben?

  • Zur Feuchtigkeit: Ein Imker hat mir gezeigt, daß er sich Aufsätze mit Schafwolle gebaut hat - also Holzdeckel mit roher Schafwolle drin und unten ein Leinentuch, damit sie nicht rausfällt. Ca. 10cm hoch insgesamt. Er meint, daß dadurch auch weniger Wasser im Honig ist.

  • Zur Feuchtigkeit: Ein Imker hat mir gezeigt, daß er sich Aufsätze mit Schafwolle gebaut hat - also Holzdeckel mit roher Schafwolle drin und unten ein Leinentuch, damit sie nicht rausfällt. Ca. 10cm hoch insgesamt. Er meint, daß dadurch auch weniger Wasser im Honig ist.

    Damit wärst du dann recht nah am klassischen Warré-Kissen.

  • Zur Feuchtigkeit: Ein Imker hat mir gezeigt, daß er sich Aufsätze mit Schafwolle gebaut hat - also Holzdeckel mit roher Schafwolle drin und unten ein Leinentuch, damit sie nicht rausfällt. Ca. 10cm hoch insgesamt. Er meint, daß dadurch auch weniger Wasser im Honig ist.

    Hallo kaktusland,

    wie stark wirkt sich der Geruch der rohen Schafwolle in der Beute/Honig aus.

    Ich kenne rohe Schafswolle, auch wenn sie von groben Verschmutzungen gereinig ist, als sehr geruchsintensiv.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Zur Feuchtigkeit: Ein Imker hat mir gezeigt, daß er sich Aufsätze mit Schafwolle gebaut hat - also Holzdeckel mit roher Schafwolle drin und unten ein Leinentuch, damit sie nicht rausfällt. Ca. 10cm hoch insgesamt. Er meint, daß dadurch auch weniger Wasser im Honig ist.

    Siehe Warre-Beute!

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Kann es mglw. noch andere Faktoren geben, die Ruhr-Anzeichen auslösten

    Natürlich, das ist durchaus möglich.

    Wir haben das seinerzeit schon mal hier besprochen, bzw. diskutiert.


    Ich meine nicht, dass es eine systemische Wirkung der OXS ist, welche zu Durchfall führt, sondern die Störung der Bienen. Ich hätte auch 5 x alle N Tage gegen die Beuten treten können und vielleicht den gleichen Effekt erzielt.


    Ich bin seinerzeit auch umgekehrt an die Diagnose gegangen: 4 Völker haben Durchfall, was haben diese Völker gemeinsam, was andere nicht haben? Und die einzige Gemeinsamkeit war die Blockbehandlung. Siehe auch hier.


    Ich meine, ich hätte hier in den Untiefen des Forums vor kurzem einen alten Beitrag vom Kleingartendrohn gelesen, in dem er einen ganz ähnlichen Sachverhalt beschreibt. Aber ich konnte diesen jetzt nicht wiederfinden, und vielleicht habe ich das auch verwechselt.


    Insgesamt - unabhängig von meinen o.g. Erfahrungen - würde ich trotzdem jetzt von einer Blockbehandlung abraten. Es ist halt jetzt nichts mehr zu retten, eine kontinuierliche Störung wird im Zweifel die Situation eher verschärfen, anstatt verbessern.
    Sollte die Varroalast nach einer einmaligen Winterbehandlung zu hoch sein, würde ich dann eher zu einer frühen TBE im April raten.