Erste Überwinterung

  • ...Lieblingsstelle, nur an dem Bereich gab es Milben...10 auf 10 zentimeter die so extrem sind.

    Das ist das Restbrutnest, stark vermilbt. Als naturwissenschaftlich Ausgebildeter kannst Du ja mal hochrechnen, wie hoch die Befallsrate darin sein mag (Milbentotenfall/Tag x (12 Tage Verdeckelungszeit + ca. 3 Tage Abtauchzeit für Milben in offene Brut) pro Anzahl der Zellen auf 100 qcm Wabenfläche). Da schlüpfen nicht viele gesunde Bienen. BI Kirchhain sagt: Jede Biene, die im Larvenstadium von einer Varroa befallen wurde, ist stark geschädigt (unabhängig von den dabei oft übertragenen Viren) und hat eine restliche Lebenswerwartung von max. 12 Tagen. Man sieht es auch auf Deinem Foto 1: Z.B. die Biene links oben ist deutlich verkrüppelt (stark verkürzter Hinterleib, abgespreizte/verkrüppelte Beine).


    Ursache ist eine viel zu hohe Varroalast. Die Windel hat damit nichts zu tun. Sie zeigt nur weitere Folgen z.B. eine mglw. zu geringe Volksstärke (Volk kann die Beute nicht mehr voll besetzen), das Anbrüten des Volkes gegen die varroabedingte Kurzlebigkeit und Ausfälle bei den Jungbienen etc. Nicht weniger, sondern mehr Mut zu gesundem Menschenverstand, Du kannst die richtigen Schlußfolgerungen ziehen!

  • Da schlüpfen nicht viele gesunde Bienen. BI Kirchhain sagt: Jede Biene, die im Larvenstadium von einer Varroa befallen wurde, ist stark geschädigt (unabhängig von den dabei oft übertragenen Viren) und hat eine restliche Lebenswerwartung von max. 12 Tagen. Man sieht es auch auf Deinem Foto 1: Z.B. die Biene links oben ist deutlich verkrüppelt (stark verkürzter Hinterleib, abgespreizte/verkrüppelte Beine).
    Ursache ist eine viel zu hohe Varroalast.

    Das könnte auch der Grund für das scheinbar starke Volk zu sein: sie merken daß was nicht stimmt und brüten wie der Teufel um die Varroa-Schäden aus zu gleichen. Das Volk scheint stark zu sein. Viel Brut, viel Milb.
    Der Varroa-Tod eines Volkes geht zum Schluß dann scheinbar recht plötzlich...


    Übermässig brütende Völker im Spätherbst bereiten MIR Sorgen.



    Ich würde hier in 4 - 5 Wochen die Winterbehandlung mit OXS machen. Einmal träufeln oder abhängig vom Milbenfall zweimal bedampfen.

    In 4-5 Wochen hat sich die Zahl der Milben aber nochmal verdoppelt. Warum also warten wenn ich JETZT schon was tun kann?


    Gib der Varroa den kleinen Finger und sie nimmt sich das ganze Volk... :)

  • In 4-5 Wochen hat sich die Zahl der Milben aber nochmal verdoppelt. Warum also warten wenn ich JETZT schon was tun kann?


    Gib der Varroa den kleinen Finger und sie nimmt sich das ganze Volk... :)

    Das stimmt natürlich. Ich ging davon aus, dass OXS-Sublimation nicht infrage kommt. Das (!) kann jederzeit erfolgreich eingesetzt werden und wirkt m. E. auch hervorragend ohne Bienen zu schädigen.

  • Kleingartendrohn : Ich ging davon aus, daß im Ulm noch keine durchgehende Wintertraube gebildet wird:

    https://www.wetter.com/wetter_…chland/ulm/DE0010708.html


    Auf den Fotos sehe ich 2 Wabengassen (ob bis hinten besetzt, ist nicht zu erkennen) und ahne allenfalls 1 - 2 weitere. Das wäre mir bei den angezeigten Temperaturen zu schwach.

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  • Kleingartendrohn : Ich ging davon aus, daß im Ulm noch keine durchgehende Wintertraube gebildet wird:

    https://www.wetter.com/wetter_…chland/ulm/DE0010708.html


    Auf den Fotos sehe ich 2 Wabengassen (ob bis hinten besetzt, ist nicht zu erkennen) und ahne allenfalls 1 - 2 weitere. Das wäre mir bei den angezeigten Temperaturen zu schwach. Für 2 Wochen wäre mir das viel zu wenig Gemüll.

  • Jetzt hol ich nochmal paar Interessante Fakten zu dem Volk raus.


    Die Schublade hatte ich vor 2 Wochen eingesetzt, dort hatte ich das Volk zuletzt angesehen. Am dem Abend gab es auch die ersten Minus Grade in der Nacht.


    Sprich der Varoafall auf der Windel ist von gesamten 2 Wochen. Nach meiner letzten Behandlung vor einem Monat hatte ich in 7 Tage gerade mal 4 gefallene Milben auf der gesamten Windel.


    Während der letzten Durchsicht vor 2 Wochen, hatte das Volk auf Lediglich einem Rähmchen in der Mitte Brut (knapp 300) verdeckelte. Drohnenbrut war auch minimal vorhanden. Neben mir hat der Bauer leider Senf angebaut gehabt.. die Bienchen waren wirklich extrem am fliegen die letzten paar Wochen. (Seit 2 Wochen regnet es aber hier durch) sprich jetzt ist Ruhe eingekehrt.


    Königin war topfit. Am Flugbrett lagen sehr viele Tote Bienchen. Auf der ersten Blick ca 30-40. Das habe ich aber nicht weiter verfolgt.


    Jetzt die Frage, ich kann die Windel reinigen und neu einsetzen für 3 Tage und schauen wie viele Milben fallen. Anhand dessen könnte ich bei gutem Wetter am Wochenende eine oxalsäure aufsprühen. Habe da aber Angst, wenn es nachts kalt wird und die bienen feucht sind.

  • Windel rein (Tip von Christian Dreher BI Kirchhain bei Ameisenbefall: einpinseln mit Bio-sägekettenöl) und prozentualen Befall ermitteln. Wenn die Restbrut überdurchschnittlich parasitiert ist -> Wabe raus, Restwaben zusammenrücken.

    OX-Sprühen hat einen höheren Wirkungsgrad, wenn der Sprühnebel: a) möglichst alle Bienen trifft (also am besten abends nach Einstellung des Flugbetriebs) und b) möglichst lange auf den Bienen verbleibt -> am besten über Nacht einwirken kann. Die Bienen können sich selbst erwärmen - wenn die Volksstärke das hergibt und sie keine anderen Prioritäten haben (Brutpflege...). Königin vorsorglich während des Besprühens wegsperren. Bienenschonender wäre die Sublimation (Verdampfen) von OX, aber da warten wir ja seit 2006 auf eine Entscheidung zur Zulassung endlich auch in D.

  • Ohne mir jetzt alle bisherigen Posts durchzulesen, würde ich dir eine Behandlung SOFORT mit Varromed empfehlen.

    Das kannst du bei brütenden und brutfreien Völkern verwenden.

    Hat bei mir bisher immer wunderbar funktioniert.


    Viele Grüße!

    Freier Imker

    Ohne DIB oder Verein

    Nicht vorbelastet

    Offen für alle Anregungen