Insektenrückgang weitreichender als vermutet

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    Ja und nein!

    Vor der "Energiepflanzenzeit" sind auch schon Raps und Mais angebaut worden. Und es gab auch schon Rapshonig.

    Es ist aber auch meine Meinung, dass das auf einen anderen Tisch gehört. Wenn es hier thematisiert wird, dann muss es auch offen besprochen werden können. Es muss aber nicht ausschweifend erfolgen.

    Also: Nach enem gewissen Maß einen Riegel vorschieben!

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Morgen zusammen!



    (link funktioniert nicht,, bitte googeln nach Ökorebellen vom Himalaya.)


    Mal ein Beispiel, siehe oben. Sehenswert, allemal.


    Wenn der Tomatenkönig nach China eingeladen wird, um dort über 1 Mio Hektar Biotomaten


    anzubauen, (nicht über das Projekt diskutieren, das führt zu nix) und der Chinesenhäuptling


    ankündigt, seine Landwirtschaft in großen Schritten auf bio umzustellen,


    ja dann frag ich mich, was machen wir falsch und wie weit sind wir hinten?


    Und bitte keine Disko über Arbeitsplätze, das erledigt sich von selbst, wenn man mal überlegt.


    Griass Simmerl

  • Ja und nein!

    Vor der "Energiepflanzenzeit" sind auch schon Raps und Mais angebaut worden. Und es gab auch schon Rapshonig.

    ...

    Das ist nur ein Teil des Problems, eher nur ein markantes Symptom eines systematischen Fehlers. Die Wahrheit liegt wie so oft, irgendwo zwischen mehreren "Polen" - nicht Polen aus Polen, sondern Pole als Endpunkte.


    Was Beemax vorher zum Punkt Preisschraube als "Problemlöser" geschrieben hatte, ist auch nur ein Pol in diesem weiten Feld, weil allein dieser Aspekt auch wieder Probleme nach sich zieht.

    Über die Preisschraube werden eher noch mehr Ungleichgewichte erzeugt, weil man dadurch noch größere Gruppen ausgrenzt.

    Die "Energiepflanzenbranche" ist auch nur eine fadenscheinige Nebelkerze, mit der sich "ausgegrenzte" Landwirte eine Rettung erhoffen. Auch damit sind bereits neue Probleme geschaffen worden...


    Gruß Andreas

  • Hallo in die Runde,


    vor der Energiepflanzenzeit gab es Stilllegungsprämien der EU. Laut Agenda 2000 sollten 10 % der Flächen sollten stillgelegt werden, dafür bekamen die Bauern EU-Gelder. Diese stillgelegten Flächen durften nach dem EEG dann aber zu Anbau von Biomasse genutzt werden. Das heißt sie wurden wieder unter den Pflug genommen und mit Energiemais bepflanzt. Kassiert wird dann wohl doppel. Geld für die Energiepflanze plus Prämie.


    Hier aus einer Schrift des Landesumweltamt Brandenburg (LUA):

    "Die Agenda 2000 sieht u.a. vor, dass 10 % der Ackerflächen, die mit landwirtschaftlichen Kulturpflan-

    zen bebaut sind, still zu legen sind. Für die Stilllegungsflächen wird eine Stilllegungsprämie gewährt.

    Sie betrug im Wirtschaftsjahr 2001/2002 einheitlich 63 EUR pro Tonne des durchschnittlichen regiona-

    len Getreideertrages.

    Auf stillgelegten Flächen ist der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen zulässig. Dazu gehört auch

    der Anbau von Biomasse."


    Und jetzt streitet man ob 5% der Fläche als Blühstreifen zumutbar wären;(



    Viele Grüße

    Meike



  • Ja und nein!

    Vor der "Energiepflanzenzeit" sind auch schon Raps und Mais angebaut worden. Und es gab auch schon Rapshonig.

    Laut Focus 2013 werden 2/3 des Rapses für Biodiesel verwendet. Im Wikipediabeitrag zum Energiemais wird für 2012/2013 davon ausgegangen, dass ein Drittel des Maisanbaus dem Gewinn von Energiemais dient. Diese Zahlen sind mutmaßlich nicht besser geworden. Im Weltagrarbericht von 2018 werden 20% der landwirtschaftlichen Fläche dem Energiesektor zugerechnet. Pflanzen für die Bioethanolgewinnung machen dort zusätzlich noch mal ein Drittel der gesamten Rapsanbaufläche aus.

  • Ja,

    Das ist doch aber nicht verkehrt. Der Landwirt hat sinnvolle Arbeit und es gibt einen engen Kohlenstoffkreislauf. Für mich ist das grüne Blatt immer noch die effizienteste Solarzelle.

    Man kann aber auch jede menschliche Tätigkeit von vornherein für gefährlich und bösartig halten. Ich denk mal, solche Haltung kann man sich nur in den sogenannt „reichen“ Industrieländern leisten, wenn man von irgendeiner Rente lebt, die andere erarbeiten.

    Dafür darf man die Arbeitenden auch gehörig verachten und wegen Lärm und Dreck kritisieren.


    Guckt mal ein par Meter über den Horizont: Da kämpfen Menschen ums Überleben. Könnten ja auch mal medienwirksam irgendeinen „Notstand“ ausrufen.

    Es würde kaum jemanden interessieren, denn wir sind ja mit Weltretten schon voll beschäftigt.


    Grüße Ralf


  • Guckt mal ein par Meter über den Horizont: Da kämpfen Menschen ums Überleben.


    Grüße Ralf

    Ja, das tun sie! Wohl auch viele, bedingt durch unseren Agrarhandel.


    Sehr viele Bauern werden durch unsere Billigprodukte in den Ruin getrieben. vor allem in den Drittländern, ergo auch ein Wirtschaftsflüchtlingsproblem.


    Ein Teufelskreis, der vor unserer Haustür beginnt und schließlich dort auch dann endet.


    Griass Simmerl

  • Du sprichst mir aus dem Herzen!:liebe002:

    D ist drittgrößter Lebensmittelhersteller der Welt!, die Resourcen Luft Boden Wasser, die eigentlich allen gehören, werden von der Bauernlobby mit der dummen angstmachenden Begründung "die Welt ernähren zu müßen", und mit Hilfe der EU sytematisch vergiftet Punkt

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

  • In der EU gelten vermutlich härtere Umweltschutzauflagen als im Rest der Welt.


    Mein Nachbar ist Landwirt und will weder die Welt ernähren noch die Welt vergiften. Er kämpft einfach nur ums wirtschaftliche Überleben.


    Ich wohne in einem Dorf in dem es vor 30 Jahren zwischen 10 und 20 Landwirten gab. In ca. 10 Jahren wird es absehbar wohl keinen mehr geben.


    Die Ursachen sind nur in den erzielbaren/vorgegebenen Preisen für landwirtschaftliche Produkte zu suchen.


    Das ist der Ursprung allen Übels.

  • In der EU gelten vermutlich härtere Umweltschutzauflagen als im Rest der Welt.

    Mag sein, aber es gibt deutliche Unterschiede in der Einhaltung der Auflagen bei den einzelnen Mitgliedsstaaten

    Mein Nachbar ist Landwirt und will weder die Welt ernähren noch die Welt vergiften. Er kämpft einfach nur ums wirtschaftliche Überleben.


    Die Ursachen sind nur in den erzielbaren/vorgegebenen Preisen für landwirtschaftliche Produkte zu suchen.


    Das ist der Ursprung allen Übels.

    Ob sie die Welt ernähren wollen oder nicht, letztendlich arbeiten die meisten konventionellen Bauern auf überregionalem Absatzmarkt. Der Aufschrei, als in der Nachbarregion die Ausfuhrgenehmigungen in den mittleren Osten angeblich verzögert oder gar nicht erteilt wurden,(Tiertransporte) war extrem laut.

    Oder der Milchviehbetrieb mit 1800 elenden Viechern in Bad Grönenbach. Existiert weiterhin, Masse machts.

    agrar heute/ SZ


    Da landen wir wieder beim Preisniveau.

    Das ist zu niedrig, es wäre aber schon viel gewonnen, wenn der Handel seine Marktmacht mal zurücknehmen würde. Das geht aber nur über Verbraucherentscheidungen und die gehen leider in die komplett andere Richtung.

  • Da landen wir wieder beim Preisniveau.

    Das ist zu niedrig, es wäre aber schon viel gewonnen, wenn der Handel seine Marktmacht mal zurücknehmen würde. Das geht aber nur über Verbraucherentscheidungen und die gehen leider in die komplett andere Richtung.

    Der Handel wird aus freien Stücken gar nichts zurücknehmen. Es muss der Produzent gestärkt werden. Wir Verbraucher brauchen eine transparente Kennzeichnung um gute Entscheidungen treffen zu können. Ich vermute der Bauernverband ist der bessere Lobbyist für den Handel und die Geschäfte (Anlagen, Saatgut, Dünger, ...) die man mit den Bauern machen kann.

    4 Völker, Langstroth Flachzarge / 8 Frame, Honigraum FlowHive

  • Der Handel wird aus freien Stücken gar nichts zurücknehmen. Es muss der Produzent gestärkt werden. Wir Verbraucher brauchen eine transparente Kennzeichnung um gute Entscheidungen treffen zu können. Ich vermute der Bauernverband ist der bessere Lobbyist für den Handel und die Geschäfte (Anlagen, Saatgut, Dünger, ...) die man mit den Bauern machen kann.

    Die Kennzeichnung ist denkbar einfach, Frankreich macht es vor. Aber wir brauchten dazu erst noch eine teure Extrastudie beim BMEL, deren Ergebnisse den französischen und englischen Vorbildern frappiernd ähneln. Aber bitte, ja keine gesetzliche Vorgabe für Nestle und Co. Alles freiwillig. <X

    BMEL und Bauernverband arbeiten hervorragend zusammen.