Insektenrückgang weitreichender als vermutet

  • ...Juxfahrten, egal ob mit Auto, Moped, Kreuzfahrer oder Flugzeug sind heute weit verbreitet. Gehört zur angeblichen Freiheit jeder Person...

    Und dieses Recht steht der gesamten Erdbevölkerung zu.

    Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand. (Arthur Schopenhauer)

  • Vor Allem möchte ich mal den Imker sehen, der mit einem 40 PS PKW seine Beuten transportiert. Egal ob Anhänger, Kofferraum oder Ladefläche.

    das wiederum muss kein unlösbares Problem sein, immerhin sind in alten Büchern, z.B. auch beim Pfefferle durchaus Fahrzeuge zu sehen, die mit ernsthaften Bienenwanderungen beschäftigt sind und sehr wohl eindeutig in der 40-60 PS-Klasse anzusiedeln sind.


    Es ging also und es würde auch heute noch gehen, nur ist es halt so, dass die Ansprüche nicht nur bei den SUV-Fahrern immer nur steigen und davon will dann leider keiner mehr abrücken. Wird Zeit, dass wir das aber mal müssen...weil sonst wird sich das nie bessern und irgendwann gibt es nichts mehr, was wir noch beanspruchen könnten.

    1991 gab es noch über 11000 Verkehrstote in Deutschland, im letzten Jahr gab es „nur“ 3275. Und dass obwohl wir jetzt mehr Autos und Radfahrer haben. Die Vergangenheit, mag am Abend bei Bier oder Wein ganz nett sein. Aber für die Zukunft, sollten wir neue Lösungen suchen.


    ** ich fahre keinen SUV **

    Die Fahrzeuge die früher nur 40-60 PS hatten, sind dann mit der Beladung aber eben auch nicht z.b. die Kasseler Berge mit Autobahn tauglicher Geschwindigkeit hoch gekommen.
    Von der Sicherheit der Fahrgastzelle für die Insassen mag ich erst gar nicht reden!


    Sicher kann ich mit einem Trabant oder eine APE auch Bienen durch die Gegend fahren - Wir sind hier aber in einen Thread in dem es um "Insektenrückgang weitreichender als vermutet" geht.
    Da ist dieses Thema eigentlich o.T.


    Wenn wir jedoch über Umweltverschmutzung in dem Zusammenhang reden, dann möchte ich mal den Vergleich des Schadstoffausstoßes des Trabanten oder der APE in Bezug gesetzt zur Transportkapazität sehen.

    Dies Vergleiche man dann mit einem verschrienen "300 PS" Fahrzeug, das mit voll beladenem 2,5 t - Anhänger mit den maximal zulässigen 100 km/h die gleiche Strecke fährt.


    Fahren wir also mal mit beiden Versionen 24 Völker aus dem Rhein-Main Gebiet in den Bayrischen Wald zur Tannentracht. Wie lange brauche ich und wieviel CO2 (und andere Schadstoffe) habe ich in die Umwelt gebracht?

  • Jetzt wird sogar in diesem eigentlich unpolitischen Forum gegen SUVs geätzt, also schlichtweg Ideologie verbreitet.


    Aber Pick-Up, Laster, Caravan, Transporter, Großraumlimousine & Co. sind die Guten?! Spätestens hier zeigt sich, wie inkonsequent und albern dieser einseitig-selektive Kampf gegen die ach so bösen SUVs ist.


    Solang noch solch ein dekadenter, umweltschädlicher Spaß, genauer Unfug wie Motor"sport" erlaubt ist, lasse ich mir meine Privatmotorisierung (natürlich nicht elektrisch, aber auch kein SUV) nicht madigmachen. Und natürlich fallen dafür auch bei mir Fahrten wegen der Imkerei an - dabei sind jegliche Minderdimensionierungen hinderlich und störend (ein Fahrzeug kann ja eigentlich nie groß genug sein).

  • Da muss man sich dann auch die Frage stellen, wie sinnvoll eine 250km Wanderung ist.


    Komisch: immer die „Anderen“ sind das Problem.


    Vielleicht entdeckt man eines Tages so viele erdähnliche Planeten, daß jeder seinen eigenen bekommt.

    Bei der Unendlichkeit des Universums sollte das nur eine Frage der Zeit sein.


    Grüße Ralf

  • Da muss man sich dann auch die Frage stellen, wie sinnvoll eine 250km Wanderung ist.


    Komisch: immer die „Anderen“ sind das Problem.

    Berufsimker sind darauf angewiesen, ihre fleißigen Mitarbeiterinnen in die jeweiligen Trachtgebiete zu bringen. Während es im Norden noch kühlt und dümpelt, wächst, gedeiht und vor allem blüht es hingegen schon weiter südlich. Was sollen die also tun?


    Es sind nicht immer nur "die anderen". Aber es ist ein Unterschied, ob man sein Fahrzeug für einen mehr oder weniger vernünftigen Grund benutzt, dafür, wofür die eigentlich mal erfunden wurden, nämlich für die Entfernungsüberwindung von Personen und/oder Gütern, und das möglichst zeitsparend, jedenfalls nicht zeitausufernd, oder ob es nur noch um die Zeit, also Geschwindigkeit (Rennmotor"sport"), oder nur noch um die Streckenbewältigung (Geländemotor"sport", ggf. auch unter Zeitdruck) geht.

  • Berufsimker

    Lustige Kombination in der Begründung.

    Es sind nicht immer nur "die anderen".

    Aber so lange ich noch eine größere Drecksau als mich finde, brauche ich mir über mein eigenes Verhalten keine Gedanken machen, oder wie? Zumindest brauche ich wegen nichts ein schlechtes Gewissen haben. Bin ja in jedem Fall besser als Dieda.


    Es geht um die Überdimensionierung. Egal wobei. Allerdings ist diese bei den SUV nach meiner Beobachtung häufiger zu finden, als beispielsweise bei Transportern. Das hat mit selektivem Ätzen gegen SUV grad mal garnichts zu tun.

    "In einer Demokratie hat jeder das Recht auf eine eigene Meinung, aber nicht auf eigene Fakten."

    aus "Mensch, Erde"

  • Es geht um die Überdimensionierung. Egal wobei. Allerdings ist diese bei den SUV nach meiner Beobachtung häufiger zu finden, als beispielsweise bei Transportern. Das hat mit selektivem Ätzen gegen SUV grad mal garnichts zu tun.

    Naja, leider findet man die Überdimensionierung auch in den reinen E-Mobilitäts Fahrzeugen.

    Bei denen ist die angegebene Motorleistung nämlich der "Durchschnittswert" und nicht der Spitzenwert, wie es bei Verbrennungsmotoren der Fall ist.


    Es sind nicht immer nur "die anderen".

    Aber so lange ich noch eine größere Drecksau als mich finde, brauche ich mir über mein eigenes Verhalten keine Gedanken machen, oder wie? Zumindest brauche ich wegen nichts ein schlechtes Gewissen haben. Bin ja in jedem Fall besser als Dieda.

    Und genau so denken leider viele. Gegen Spritzmittel beim Bauern beschweren, selbst aber die Blattläuse ebenso bekämpfen.
    Oder um obiges Beispiel aufzugreifen, das "Moderne" E-Mobilitäts Fahrzeug kaufen und sich dann darüber freuen, das man den Sportwagen an der Ampel "zersägen" kann, das aber dann auch regelmäßig tun - Strom kommt ja z.B. aus der Steckdose beim Arbeitgeber und nicht aus der Heimischen.


    Wir müssen alle überdenken, warum wir was tun und vor allem nicht den fadenscheinigen Argumenten von andren aufsitzen, sondern selbst das Hirn einschalten. Beispiele gibt es in dem Thread genügen:

    • Billige Nahrungsmittel
    • Energieverschwendung Fortbewegung
    • vieles mehr
  • Auch ein e-Motor braucht zum starken Beschleunigen mehr Energie, als bei gleichmäßiger Fährt.

    Allerdings sollten die E-Autos ein Teil der Energie, die konventionelle Fahrzeuge beim Bremsen in Wärme umwandeln, wieder in die Batterie einspeisen.

    Grüße Ralf

  • Auch ein e-Motor braucht zum starken Beschleunigen mehr Energie, als bei gleichmäßiger Fährt.

    Deswegen hat dann auch ein Tesla S Performance zum Beispiel gleich 611 PS oder der Tesla S in der Standardversion auch 422 PS Spitzenleistung, während z.b. der größte (und schwerere) BMW X5 in der größten Motorisierung "nur" 530 PS.

    Alles völlig übertrieben aber eben umweltbewusst, weil E-Mobilität!

  • Bei allumfassender Betrachtung dürfte der ökologische Fußabdruck so gut wie aller Hobbyimker mieser ausfallen, als wenn sie die Imkerei lassen und einfach spazieren gehen würden.


    Ich denke an Fahrten, Bestellungen und damit verbundene Transporte und Verpackungen, Beutenherstellung und -entsorgung, Wachsarbeiten, Futterherstellung, Edelstahl in allen Variationen ...


    Es gibt aber schlimmere Hobbies mit gefühlt weniger Karmapunkten.


    Gruß von Kikibee

  • Und ohne so manches geht es auch!

    Es lohnt, darüber nachzudenken.

    Heute habe ich eine Brutraumzarge für Hochwaben und eine 1/2 Honigraumzarge aus Abfallholz gebaut. Kosten: 20 Holzschrauben, etwa Holzkaltleim und ein paar KWh.

    Sicher muss ein Vollerwerbsimker wandern. 250km ist nicht die Vorstellung von diesem Begriff.

    Und muss der Imker, der das als Hobby angedacht hat, in den ...zig so in die Höhe gehen? Das ist dann wohl Nebenerwerb!? Dann ist die Ausrüstung doch etwas umfangreicher, um Zeit zu sparen.

  • Es sind nicht immer nur "die anderen".

    Aber so lange ich noch eine größere Drecksau als mich finde, brauche ich mir über mein eigenes Verhalten keine Gedanken machen, oder wie? Zumindest brauche ich wegen nichts ein schlechtes Gewissen haben. Bin ja in jedem Fall besser als Dieda.

    Nein, es geht um die Verlogenheit und Inkonsequenz: Wir gewöhnliche Sterbliche sollen uns bei dem teilweise unentbehrlichen Transportmittel einschränken, aber andere, die nur aus Jux und Dallerei (oder Ansichtssache: um Millionen zu "verdienen") die Luft über Gebühr verpesten, werden nicht angegangen.

  • Hallo Zusammen,


    zum Thema Insektensterben: Wir haben doch bisher nur einen Befund, oder? Eine echte Ursachenanalyse gibt es doch noch nicht, oder? Somit ist doch vieles, was hier steht, reine Spekulation, gepaart mit der Lust, andere zu beschuldigen. Das kann ich auch: Also ich glaube, dass die Insekten weniger werden, weil wir weniger Milchwirtschaft als in den 70er/80er haben. Früher haben mehr Kühe ihren Mist auf der Weide hinterlassen. Der Mist ist von vielen, vielen Insektenarten als Brutstätte oder Nahrung verwendet worden. Somit waren die vielen Insekten ein Folge des EG-Milchsees. Vielleicht gab es ja damals viel zu viele Insekten und wir sind heute auf den Weg zu normalen Zahlen?


    Damit kein Missverständnis entsteht, dass ist nicht ernsthaft meine Meinung, soll aber zeigen, welchen Blödsinn man mit "plausiblen" Spekulationen verzapfen kann. Auch wenn's langweilig klingt, wir brauchen mehr Wissenschaft und weniger guten Willen in dieser Diskussion.


    zum Thema SUV fällt mir als Bewohner des Ruhrgebiets nur folgendes ein:

    1. Es gibt so ziemlich garkeinen vernünftigen Grund für einen SUV in städtischem Umfeld; ist reine Angeberei. Wer was anderes behauptet, macht sich und anderen was vor.

    2. Wer gegen SUV argumentiert, muss sich nicht fragen lassen, warum er nicht wie in der Steinzeit lebt. Das ist absurde Sophisterei und zeigt einmal mehr, dass echte Argumente fehlen. Es geht auch nicht um Freiheit des Einzelnen, es geht um Schädlichkeit. Nur weil andere noch schädlicher sind, darf ich fröhlich weiter mit diesen #*!$-Schleudern durch die Gegend fahren? Tja, dieser Argumentionsweise war schon immer besonders schlau.


    LG Ralf

    Um die 15 Carnica Völker in 1,5 DNM auf 2 Standorte in Bochum verteilt.

  • Hallo in die Runde


    Wir haben noch genügend Kuhfladen, da bei uns im Ort zwei Kuhherden mit Mutterkühen und Kälbern stehen. Habt ihr die letzten Jahre mal Kuhfladen, oder was man noch viel häufiger sieht Pferdeäpfel genau angeschaut. Ich meine mich zu erinnern, dass früher von den Pferdeäpfeln auf den Wegen Fliegenschwärme aufgeflogen sind. Das kann ich jetzt so nicht mehr beobachten.

    Als Grund habe ich für mich die Entwurmungsmittel für Weidetiere vor Allem Wiederkäuer ausgemacht.

    Ein weiterer Sargnagel auf meiner Liste


    Hier ein netter Zeitungsartikel:

    https://www.tagesanzeiger.ch/w…-ins-Labor/story/24563072


    Hier vom Umweltbundesamt:

    https://www.umweltbundesamt.de…landwirtschaft_online.pdf


    Hier direkt :

    Als Beispiel: https://www.kuhgesundheit.de/2…r-entwurmung-von-rindern/ Sieht man sich einzelne Wirkstoffe an z.B. Doramectin (google suche doramectin umweltverträglichkeit) gibt den folgenden Link mit einer interessanten Erläuterung der Umweltverträglichkeit: https://aspregister.basg.gv.at…01110&type=DOTC_GEBR_INFO

    Ab Seite 6 stehen die Nebenwirkungen für die Umwelt. Die Beinträchtigung der Dungfauna dauert mehrere Wochen


    Es ist alles bekannt , aber keiner tut etwas.


    Viele Grüße

    Meike