Reich werden mit Bienen?

  • :wink: Verzeiht die etwas provokative Frage! Was ich eigentlich wissen will, sind Erfahrungswerte zur Wirtschaftlichkeit, dieses Hobbys. Meine Aquarienfische und ihre Gesundheit haben mich zig Euro gekostet. Jetzt muss ich nur noch das Futter kaufen. Der Rest geht fast umsonst. Die Aquarien sind eingefahren. Aber die Fische geben keinen Honig :cry: Nun habe ich irgendwo gelesen, dass 1 Volk ca. 35 kg Honig pro Jahr an Überschuß durchschnittlich erwirtschaften kann. Jetzt geht der Taschenrechner an. 1 kg a 3-4 € ergibt dann 105€ bis 140€. Ist diese Rechnung bis hierher korrekt? Weiter ein Volk hat eine Anschaffungspreis (sagen wir mal nagelneue Seegeberger + Königin + Völkchen) 200 €. Bis dahin korrekt? Plus einmalige Anschaffungen: Gerätschaften, da tränen einem die Augen, joi. Plus ca. Folgekosten pro Jahr, pro Volk 30€?? Medizin, Reperaturen usw. Korrekt? Dabei ist noch nicht die Arbeitszeit drin. Also sagen wir mal so nach 10 Jahren haben sich die Investitionen amortisiert, ohne dass ein Gewinn enstand. Also nun - wie ist das Aufwand-Gewinn Verhältnis, wie hoch die Rendite. Ist ernstgemeinte Frage, gibt es Kalkulationshilfen oder Beispiele. Ich muss ja auch gegenüber meinen Geldgebern (Freundin und Hund und Sohn) argumentieren. Warum wir auf den 5. Computer verzichten müssen.
    mfg
    fips

  • Liebe Grüße Martin,
    warum so verkniffen. Soll ich verstehen, das meine Imkerei ein bodenloses Fass wird. Wäre dann mein drittes, naja auch gut. Aber hilfreich war (mit verlaub) Deine Antwort nicht.
    mfg
    fips

  • Hallo Fips,


    deine Frage stellt sich irgendwann jedem Imker einmal.
    So auf den € habe ich das nie-ich bin kein Kaufmann-ausgerechnet.
    Allerdings habe ich mir immer vor Anschaffungen genau überlegt, ob machbar oder nicht. Wenn mal ein grösserer Betrag aus Verkäufen reinkam, wurde der -und sei es nur in Gedanken- aufs "Bienenkonto" gebucht.
    So habe ich all die Jahre versucht, nicht mehr in die Imkerei zu invstieren wie auch reinkommt.
    Allerdings wird jeder in denAnfangsjahren mehr investieren müssen als verdienen.
    Aber denk mal auch an die ideellen Werte der Imkerei, die schönen Sonnenstunden draussen am Stand, die tollen Naturerfahrungen, Klatsch und Tratsch mit den Kollegen, die verschwollenen Augen nach Stichen :D:D usw.usw.


    M.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Fips hat mehr Ahnung als wir zusammen. Er stellt die Fragen die uns quälen. Warum verschleudern wir unser Qualitätserzeugnis oft so würdelos?
    Viele Rentner, deren materiell sorgenloser Lebensabend uns immer schwerer auf den Füßen liegt, versauen uns mit ihren Schleuderpreisen den Markt.
    Es wird höchste Zeit für flächendeckende unangemeldete Qualitäts- und Rückstandsuntersuchungen damit der ganze Mist mal auffliegt, der den Kunden als Imkerqualität, mir falten sich die Nägel, angeboten wird. Vielleicht reguliert sich dann der Markt für ein Weilchen ein?

  • Hallo Martin !


    Meiner Meinung nach ist die Frage vom Fips völlig berechtigt denn es ist möglich Bienen im Nebenerwerb zu halten und nicht nur aus Liebhaberei. Dabei kommt es entscheident auf die Größe der Imkerei sowie auf die fachliche und kaufmännische Kompetenz des Imkers an. Klar geht am Anfang Kapital rein, aber mit zunehmender Imkereigröße und Erfahrung kommt dabei auch wieder etwas raus (auch ein vernünftiger Stundenlohn !!!).


    Grüße Frank


    www.imkerei-osterloh.de

  • Hallo Fips!


    Das waren auch meine ersten Gedanken wie teuer wird mein "Steckenpferd" sein. Ich hab dieses Jahr begonnen und nun schon um die 700 - 750 EUR investiert :-) (hm, würde man um diese Geld auf einmal Lotto spielen . . . . .)


    Da ich kein Geld mit der Imkerei verdienen will sondern eher meine Lebensstandard damit verbessern will, seh ich die sache mit den investitionen nicht so eng (Ich möcht jetzt nicht sagen was meine bessere Hälfte wohl dazu meinen würde)


    Wollte man die Kosten wieder hereinkommen lassen "glaube" ich wäre es sicher möglich innerhalb einer Saison kosteneffektiv zu sein, wenn man:


    * Seinen Honig GUT vermarktet, nicht < 8 EUR / kg (sagt mir jetzt keiner das wäre nicht möglich)
    * Nebenprodukte wie Pollen, Wachs(Kerzen), Bienenstich(ja leute wollen echt eine Naturbehandlung ;-), Met, usw. anbietet.


    Also - kann man entscheiden,


    Spass haben, Mädels lieb haben und das Leben leben oder
    Spass haben, Mädels lieb haben, ordentlich rackern lassen und selbst ebenfalls ordentlich rackern.



    Mit Gru/3,


    Markus

  • Hallo, alle Miteinander,
    Hallo, Fips,


    als Polemikerin kann ich dem Martin auch nur Recht geben.
    Wenn Du mir ein wirtschaftliches Hobby nennen kannst dann sag es mir, ich werde sofort damit anfangen!
    Du kannst Aquarienfische und Bienen nicht vergleichen, Deine Fische sind gefangen, also von Dir abhängig.
    Bienen könnten sich selbst ernähren und Dein sogenannter Überschuss ist ihr Winterfutter das wir ihnen wegnehmen!
    Dafür musst Du Zuckerlösung besorgen und bezahlen!
    Anfangs-Anschaffungen hast Du bei allem was Du machen willst, die Frage stellt sich, was willst Du überhaupt, willst Du Geld verdienen musst Du investieren, und viel arbeiten!
    Oder möchtest Du deinen eigenen Honig haben und ein- zwei Bienenvölker und beobachten wie die Natur arbeitet und von ihr lernen?
    Wenn Du dir Bienen anschaffst bist Du der Meinung sie gehören dir, aber dann wirst Du feststellen, Du gehörst ihnen!
    Sie lehren Dich, geduldig, aufmerksam und mit offenen Augen die Natur zu sehen!
    Lese Dich einmal durch die Themen, diesbezüglich, in diesem Forum dann kannst Du dir ein Bild machen von der unterschiedlichen Einstellung zum Imkern.
    Ich gebe Dir nur den Tipp, nutze den Winter und das kommende Jahr um Dein Wissen über die Bienen zu erweitern und beginne dann mit der Hilfe eines Imkerpaten, mit ein-zwei Völkern.
    Den Rest lehren Dich die Bienen und dieses Forum!
    Und wenn Du beides besser kennst, wirst auch einmal über einen Spaß lachen können, denn anders haben es die Kollegen nicht gemeint.



    Hallo, Anonymus,


    warum sprichst Du in meinem Namen, wenn Du den Deinen noch nicht einmal nennen kannst.
    Ich distanziere mich, aber gewaltig, davon meinen Honig würdelos anzubieten.
    Und wenn jemand Rentner ist, hat er auch etwas dafür getan und ist hoffentlich nie von Deinen Füßen, abhängig.
    Wenn Dir so viel an den Untersuchungen liegt, warum musst Du aus dem Anonymen kläffen, komm nach vorne und ändere was!
    Das letzte was die Imkerschaft braucht sind unqualifizierte Nagelfalter die alles regulieren lassen wollen, um von ihrem eigenen Unvermögen abzulenken!
    Es gibt schon genug Leisetreter und Besserwisser, bitte verschon uns damit.
    Wenn Du ernsthaft etwas verändern willst dann lerne erst einmal deinen Namen zu nennen, und lass uns dann gemeinsam, auf anständige Art und Weise, etwas tun.
    Ich würde mich freuen auf einem geistvollen Niveau mit Dir zu korrespondieren.


    Ich konnte es mir nicht verkneifen!
    Ich wünsche Euch viele gesunde Bienen !


    Margret

  • Hallo liebe Imker(innen),


    bisy : Zack, das hat wieder gesessen. Wenn bisy mailt bleibt, wie immer, kein Auge trocken.


    Fips : Dein Gedanke ist grundsätzlich richtig, nur denke ich Du zäumst das Pferd von hinten auf. Bis man sich in eine gewinnbringende Zone gearbeitet hat, in der man nicht nur genug Erfahrung gesammelt sondern sich auch Absatzstrukturen für seine Bienenprodukte geschaffen hat, vergehen doch ein paar Jahre (!). Ohne ernstgemeinte Liebe und/oder Leidenschaft zur Sache wird es meines Ermessens nicht klappen. Objektiv betrachtet gibt es keinen mir bekannten Imker(in) den man, nicht in die Schublade skuril und/oder schrullig stecken kann.
    Übringes der schon mehrfach angeklungene Rat, etwas mehr im Forum zu stöbern, würde Dich weiter bringen als nur Fragen zu stellen. Die dadurch gezogenen Erkenntnisse bringen Dich u.U. auf einen Status bei dem erst die richtigen Fragen aufkommen.
    Ging mir genauso. Wenn ich an die ersten von mir im Forum gestellten Fragen denke, muß ich auch manchmal noch schmunzeln.


    Gruß


    Matthias

  • Hallo Fips,


    wie bereits richtig dargestellt, kannst Du Aquarienfische und Bienen nicht vergleichen. Als gestandener Zoofachhändler kann ich das sehr gut beurteilen, denn von dem ersten lebe ich ja. Die Aqwuaristik ist ein reines Hobby. Sie macht Spaß und ist etwas für die ganze Familie, aber finanziell kommt dabei nicht viel heraus, abgesehen von ein paar Fischen und Pflanzen für Deinen Zoofachhändler.
    Die Bienenzucht ist ein Teil der Landwirtschaft, ich würde sie, falls nicht hauptberuflich ausgeübt, zum wirtschaftlichen Nebenerwerb rechnen.
    Es gibt ein alter Sprichtwort: Von den Bienen ist noch keiuner reich geworden. Das Sprichwort geht jedoch weiter! Verhungert ist aber auch noch keiner.
    Konzentriere Dich auf Deine Bienen, höre auf die erfahrenen Imkerkollegen und -kolleginen in diesem Forum - von mir kannst Du nicht viel lernen, ich bin selber Anfänger.
    Und dann stimmt auch das wirtschaftliche Ergebnis. Und laß Dich nicht von Rückschlägen abschrecken. Mein enormer Wabenbruch bei der diesjährigen Heide hat mich fast zum Verzweifeln gebracht, bis ich es dann halbwegs konnte. Und dann mach Dir auch die Imkerei Spaß. :lol:

    Viele Grüße aus Nordbrandenburg


    sendet Hans-Werner

  • Hallo Fips,


    wie bereits richtig dargestellt, kannst Du Aquarienfische und Bienen nicht vergleichen. Als gestandener Zoofachhändler kann ich das sehr gut beurteilen, denn von dem ersten lebe ich ja. Die Aqwuaristik ist ein reines Hobby. Sie macht Spaß und ist etwas für die ganze Familie, aber finanziell kommt dabei nicht viel heraus, abgesehen von ein paar Fischen und Pflanzen für Deinen Zoofachhändler.
    Die Bienenzucht ist ein Teil der Landwirtschaft, ich würde sie, falls nicht hauptberuflich ausgeübt, zum wirtschaftlichen Nebenerwerb rechnen.
    Es gibt ein alter Sprichtwort: Von den Bienen ist noch keiuner reich geworden. Das Sprichwort geht jedoch weiter! Verhungert ist aber auch noch keiner.
    Konzentriere Dich auf Deine Bienen, höre auf die erfahrenen Imkerkollegen und -kolleginen in diesem Forum - von mir kannst Du nicht viel lernen, ich bin selber Anfänger.
    Und dann stimmt auch das wirtschaftliche Ergebnis. Und laß Dich nicht von Rückschlägen abschrecken. Mein enormer Wabenbruch bei der diesjährigen Heide hat mich fast zum Verzweifeln gebracht, bis ich es dann halbwegs konnte. Und dann mach Dir auch die Imkerei Spaß. :lol:

    Viele Grüße aus Nordbrandenburg


    sendet Hans-Werner

  • Hallo Frank !


    Natürlich hast Du auch Recht. Man muß aber einem " Anfänger"
    klar machen, daß man nicht direkt am Anfang mit einem Rechen-
    schieber kalkulieren soll. Das sage ich allen Anfängern auf einem
    Grundkurs. Diejenigen, welche nur von Anfang an auf Profit aussind,
    sollen die Finger davon lassen. Es gibt ein alten Sprichwort:
    Man soll den Bienen dienen; dann kommt das Verdienen von allein.
    Es ist klar, daß man in den ersten Jahren kein großes Geld verdienen
    kann, weil man einiges investieren muß.
    Aber Beharrlichkeit führt dann zum Ziel. Das müssen die "Anfänger"
    einsehen.


    Schöne Sonntagsgrüße Martin

  • Hallo, Fips,


    rechne mit mindestens fünf Jahren, bis zum ersten Mal was übrig bleibt!
    Es hängt ja nicht nur von dir und deiner Sachkenntnis ab, ob es klappt.
    Da gibt es schlechtes Wetter, diverse Seuchen, Insektizide, und nicht als letztes: woher weißt du, daß du vernünftige (=qualitativ hochwertige) Königinnen kriegst?


    Wenn du vorhast, die Imkerei einigermaßen ernsthaft zu betreiben, kann ich dir nur raten, erstens nicht am Werkzeug zu sparen (denk an den Unterschied zwischen Konnex-Hammer und einem aus dem Baumarkt) und zweitens keine "Sonderangebote" von Bienen oder Königinnen.


    Wenn du dich mal mit den Feinheiten der Königinnenzucht beschäftigst, weißt du, warum gute Königinnen teuer sein MÜSSEN.
    (Und mittlerweile glaube ich auch nicht mehr, daß bei einer 90€Königin noch netto viel beim Züchter hängenbleibt, wenn ich den Aufwand bedenke :D ).


    Realistisch gesehen, mußt du in den ersten Jahren eher mit 2000 bis 3000€ rechnen als mit 1000, wenn du es wirklich vernünftig machen willst.


    Und lies um Himmelswillen diesen Winter alles über Bienen, was du kriegen kannst, hör anderen Imkern zu, aber bilde dir unbedingt dein eigenes Urteil!
    Es nützt nichts, blind Betriebsweisen von anderen zu übernehmen, wenn man nach ein paar Jahren feststellen muß, so geht es nicht.
    Und nebenbei hören sich viele Sachen in der Theorie sehr gut an, sind aber in der Praxis absolut undurchführbar.


    Man kann mit Bienen Geld verdienen, aber es ist am Anfang sehr kapitalintensiv, und ohne solide Kenntnisse geht gar nichts.


    Falls du im Sommer genügend Zeit hast, fang nicht mit einem oder zwei Völkern an, sondern mit fünf. Dann hast du eine reelle Chance, auch schon genug Honig zu bekommen, und ein Erfolgerlebnis :lol:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • zum thema geld verdienen verweise ich nicht nur für anfänger
    auf meiner wep bienenrudi.de.
    unter monatshinweise, die ich im bienenjournal 2001
    geschrieben habe, ist einiges zum einsparen zu entnehmen.
    viel spaß beim lesen.