Volk tot und leer- Varroa oder Vergiftung

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    Es gibt bewährte Konzepte. Da sollte man sich für eins entscheiden und das dann exakt durchziehen.

    Setzt eben voraus, dass man sich mit der Problematik beschäftigt hat. Abänderungen sollte man, wenn überhaupt, erst dann in Erwägung ziehen, wenn man einige Jahre Erfahrung hat.


    Da von Dir noch kein Hilferuf kam, scheinst Du alles richtig gemacht zu haben.

  • Erstmal Respekt, solche Bilder hier zu zeigen. Leider habe ich solche Völker in den letzten Wochen des Öfteren gesehen. Es wird erst nach Rat gefragt, wenn es schon zu spät ist. Etwas mehr Respekt vor den Bienen wäre nicht schlecht, denn auch diese sind Lebewesen. Hättest Du regelmäßig eine Gemülldiagnose vorgenommen, wäre es nicht so weit gekommen. Jetzt ist es zu spät, aber nächstes Jahr bitte besser machen.

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.

  • Auch ich denke, dass war ein Varroarschaden.


    Die Schwammtuch-Methode wird vielerorts noch erklärt und gelehrt, ist meiner Erfahrung nach total unzuverlässig und unzureichend. Besser sind Langzeitverdunster.


    Der Befall kann von Volk zu Volk start abweichen, da auch jedes Volk / Königin eine andere Brutfreudigkeit oder auch Reinigungssinn hat.


    Jetzt möchte ich aber noch etwas zu diesen kritischen Stimmen etwas sagen. Jeder macht mal Fehler. Er fragt um Hilfe, das ist doch der richtige Weg. Hier gleich mit der Moralkeule „Es handelt sich um Lebewesen...“ zu schwingen finde ich unangebracht.

    Hat der dieses Volk absichtlich gequält?

    Oder besseren Wissens vernachlässigt?


    Jeder fängt einmal an und macht Fehler. Eine Unterstellung auf Tierquälerei sollte nicht leichtfertig gemacht werden.

  • Auch ich denke, dass war ein Varroarschaden.


    Die Schwammtuch-Methode wird vielerorts noch erklärt und gelehrt, ist meiner Erfahrung nach total unzuverlässig und unzureichend. Besser sind Langzeitverdunster.

    Sowohl Schwammtuch als auch Verdunster haben spezifische Vor- und Nachteile. Richtig angewendet ist das Schwammtuch weder unzuverlässig, noch unzureichend. Auch einen Königinnenverlust muss ich noch erleben.

  • Auch ich denke, dass war ein Varroarschaden.


    Die Schwammtuch-Methode wird vielerorts noch erklärt und gelehrt, ist meiner Erfahrung nach total unzuverlässig und unzureichend. Besser sind Langzeitverdunster.

    Sowohl Schwammtuch als auch Verdunster haben spezifische Vor- und Nachteile. Richtig angewendet ist das Schwammtuch weder unzuverlässig, noch unzureichend. Auch einen Königinnenverlust muss ich noch erleben.

    Aber dennoch ist es damit ein Ritt auf der Rasierklinge ...

  • Also wäre es jetzt besser, die beiden verbleibenden Völker jetzt ( bei passendem Wetter)mit AS zu behandeln, oder sollte ich auf Oxalsäure im Dezember warten. Was ist jetzt vorteilhafter? Danke im Voraus!

  • Also wäre es jetzt besser, die beiden verbleibenden Völker jetzt ( bei passendem Wetter)mit AS zu behandeln, oder sollte ich auf Oxalsäure im Dezember warten. Was ist jetzt vorteilhafter? Danke im Voraus!

    Keine Ameisensäure mehr! Du kannst die erfolgreiche Überwinterung nun nicht mehr beeinflussen. Die Weichen sind längst gestellt. Im Dezember Oxalsäure als Behandlung für das nächste Jahr!

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • BienenWilli : Du hast 2018 einen Grundkurs besucht. Bitte noch einmal die dazugehörigen Unterlagen nacharbeiten, dann kannst Du grundlegende Fehler bspw. in der Varroabehandlung vermeiden.

    Erst wenn Du über genügend eigene Erfahrungen mit einem etablierten Konzept verfügst, kannst Du beurteilen, ob und an welcher Stelle für Deinen Standort und Betriebsweise Optimierungen möglich und sinnvoll sind. Das Schwammtuch z.B. habt ihr bestimmt nicht im Grundkurs nahegelegt bekommen - erst recht nicht zur Anwendung Ende Oktober...

    Der wichtige Hinweis von Immenlos bezieht sich auf die Erfahrung, daß die Bienenvölker nach den ersten richtigen Frostnächten im Herbst erst einmal keine neue Brut anlegen und deshalb nach Auslaufen der Restbrut (-> 21 Tage) meist brutfrei sind. Dadurch ergibt sich das richtige Zeitfenster für die Restentmilbung mit OX, die zwar nicht mehr die bis dahin entstandenen Varroaschäden an den Winterbienen heilen, aber wenigstens für einen milbenarmen Start im nächsten Frühjahr sorgen kann.

  • Moin,

    um jetzt grob den Varroabefall beurteilen zu können, leg eine Windel/Schublade/Einlage in den Boden von deinen beiden verbliebenen Völkern ein. Nach 5 Tagen die natürlich gefallenen Milben auf der Schublade zählen.

    Es sollten zu dieser Jahreszeit nicht mehr als 5 Milben pro Tag sein, die fallen, besser nur max. 2-3 (0-1 wäre natürlich am schönsten;-)) Bei mehr als 10 pro Tag hat das Volk ein gravierendes Problem.

    Hast du bei den übrigen Völkern die Futtersituation im Auge? Es sollten jetzt ca. 15-20kg Futter in den Völkern sein.......

    Es ist leider so, am Anfang macht man Fehler. Lerne daraus oder hol dir (rechtzeitig) Hilfe, damit du nicht wieder ein Volk verlierst!

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Hallo

    Diese Bilder nur auf Anfägerfehler zu beschränken, ist meiner Meinung nach zu kurz gegriffen. Richtig ist wenig Futter und viele Milben. Ursachen sind oft Varroabehandlung nicht zur richtigen Zeit, da reichen 14 Tage Urlaub schon aus. Brutstopp durch zu wenig Futter, alle Milben können schlüpfen und bei geringen Brutansatz, können keine gesunden Bienen mehr schlüpfen.

    Ich musste auch ein Volk auflösen, da war der Hinterleib der Königin gequetscht, auch wenig Brut und zu wenig Bienen. Dazu kommt bei uns eine volle Herbsttracht, riesen Schläge mit blühendem Senf und Reseda. Das kostet schwachen Völkern auch sehr viele Flugbienen.

    Nur mal zum Trost, ein mir gut bekannter Imker, in meiner Nähe, hat einige Völker mehr eingebüßt und das ist bestimmt kein Anfänger. Solche Völker wie oben gibt es bei jedem Imker einmal, obwohl die anderen Völker OK sind. Bei manchen Völkern passt es dann wahrscheinlich nicht, um zu überleben.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • ...Ursachen sind oft Varroabehandlung nicht zur richtigen Zeit, da reichen 14 Tage Urlaub schon aus.

    Deswegen gehört es ja zum imkerlichen Grundwissen, die drei Weichen zu kennen, die rase so einprägsam als kritische Momente beschrieben hat (#20):

    Auch Volk verloren

    Wer die nicht aus dem Handgelenk beherrscht oder schlimmstenfalls ignoriert, begeht zumindest einen Anfängerfehler - egal, wieviele Jahre er schon mit dem Stockmeißel hantiert.

  • Bienen Willi,


    Vielen Dank für deine Bilder.

    Wenn ich nicht so "Alt"' wäre, müsste ich bei manchen Kommentaren aus der Haut fahren.

    Das Bienenjahr 2019 wird mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben.

    In einem solchen verrückten Jahr dann noch auf einen Anfänger zu ..... finde ich wiederrum ......

    Es hat wie an anderer Stelle schon beschrieben dieses Jahr etliche Imker erwischt.

    Der Varroabefall.war im allgemeinen nicht hoch, aber an fast jedem Stand waren immer Aussreisser dabei. Zudem fingen die Varroen sich im August explosionsartig zu vermehren. Nebenher war die Futtersituation teilweise sehr unterschiedlich.

    Das alles hat zumindest von mir viel Arbeit und Aufmerksamkeit verlangt.

    Einige Völker habe ich bewusst kein zweites mal behandelt. Ob das die richtige Entscheidung war ?!?

    So trifft man immer Entscheidungen. Nur so sammelt man Erfahrung.

    Nur so wird man vom Saulus und Paulus.

    Das Beispiel zeigt zudem jedem,.dass man bei jeder Behandlungsmethode immer auxh die Kontrolle über den Behandlungserfolg erfolgen muss.


    Also weitermachen und "Lernen"


    Viel Erfolg

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.