Volk tot und leer- Varroa oder Vergiftung

  • Hallo zusammen,

    ich bin auf mein eines Volk aufmerksam geworden, weil dort schon seit ca. 2 Tagen Wespen ein und aus flogen, trotz verengtem Flugloch waren kaum Bienen zu sehen.

    Heute wollte ich dem auf den Grund gehen, hierbei stellte ich fest, dass das Volk nur noch aus ca. 100 Bienen bestand. Schlussendlich war es tot. Auf dem Gitterboden fand ich auch die Königin mit ca 20-40 weiteren Toten oder halb lebenden Bienen, welche keinerlei Reaktion beim anhauchen etc zeigten. Vorher war mir aufgefallen, dass das Volk einen sehr hohen Varroafall hatte trotz Behandlung vor ca. 2 Monaten ( meinen beiden anderen Völkern geht es gut, sie haben einen niedrigen Varroafall) , doch bei den toten Bienen hatten kaum welche Varroen oder verkrüppelte Flügel, einige hatten den Rüssel rausgestreckt, andere wiederum nicht. Das Volk hatte noch mehr als genug Futter, schlussendlich fehlten nur die Bienen. Auf dem Gitter waren zudem noch einige weiße Larven auch hatte das Volk noch etwas tote Brut. Stifte waren keine zu sehen.

    Nun meine Frage: An was ist das Volk gestorben, war es mein Fehler in Bezug zur Varroabehandlung oder waren es die Wespen oder vielleicht eine Vergiftung oder ein Defekt der Königin?


    Infos zum Volk:

    Abgeschwärmt, Königin in Einlage, 2 Zargen, kaum Aufgefüttert, Rasse: Carnica


    Vielen Dank in Voraus für eure Mithilfe!

  • Vergiss Vergiftung. Aller Anfang ist schwer.

    Räum die Waben/ Kasten weg.


    Über Winter viel lesen. Am besten in einen Buch.

    "Einfach Imkern" vom Liebig bietet sich hier an, weil ein Buch eigentlich alles erklärt.

    (Auch wenn wann in vielen Dingen anderer Meinung sein kann, aber nicht zwingend anderer Meinung sein muss!)


    Nächstes Jahr Imkerkurs besuchen und Neustart.



    Gruß Max

    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt)

  • Hallo Willi,


    ja Varroa, du kannst im Bild unten links, die weissen Stippen vom Varroakot insbesondere in den untersten 3 Wabenzeilen ganz gut erkennen. Auch die im verzweifelten, letzten Versuch, die kranke Brut auszuräumen, geöffneten Deckel sprechen für einen zu hohen Varroabefall.


    Gruß
    Ludger

  • Vielen Dank, ich glaube dass es die Varroa war, doch wieso sind die anderen Völkern wohlauf?! Ich habe sie alle zusammen mit dem Schwammtuch behandelt, alle mit der gleichen Dosis, alle hatten die selben Voraussetzungen:/

  • Infos zum Volk:

    Abgeschwärmt, Königin in Einlage, 2 Zargen, kaum Aufgefüttert, Rasse: Carnica


    Vielen Dank in Voraus für eure Mithilfe!

    Es tut mit weh,

    wieder ein eingegangenes Volk hier gezeigt wird und wieder die Diskussion nur in die Richtung Vergiftung oder Varroa geführt wird.

    Für mich ist es ein Versäumnis des Imkers (das ist keine Beschimpfung des Eigentümers) das Volk wurde aus meiner Sicht, nachdem es eine neue begattet Kg hatte nicht gut mit Futter versorgt.

    Die Frage ist auch gab es genug Pollen in der Neuaufbauphase. Weiter frage ich mich wurde in der Brutfreienphase versucht die Varro zu dezimieren.

    Es müßig jetzt nach Varrokot zu suchen, den ich wieder nicht in die dramatisch geschilderten Menge erkennen kann auf der einen Teilwabe.

    Jetzt würde ich dem Imker Wille auch wie ein Vorschreiber hier gesagt hat empfehlen: Abräumen, aufräumen und danach genau aufzuzeichnen wie der Pflegeablauf bis zu Zusammenbruch war.

    Der kommende Winter sollte genutzt werden daraus zu lernen und mit Kollegen in seinem Umfeld das Ergebnis zu besprechen und hoffentlich die richtigen Schlüsse für das kommende Jahr zu ziehen.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Vielen Dank, ich glaube dass es die Varroa war, doch wieso sind die anderen Völkern wohlauf?! Ich habe sie alle zusammen mit dem Schwammtuch behandelt, alle mit der gleichen Dosis, alle hatten die selben Voraussetzungen:/

    Hatten alle Völker geschwärnt und im Lauf des Jahres eine neue Königin?

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Der nicht wirklich vorhandene Futterkranz und kein Futter in den geschlüpften Brutzellen deutet auf eine mangelhafte Futtersituation hin. Dadurch reduzierte die Königin das Eierlegen. Die letzten Brutzellen enthalten dann alle im Volk lebenden Milben.

    Wir sehen nur eine Wabe, aber ich denke, mit besserer Fütterung wäre das nicht passiert.

  • Täuschen mich meine Augen oder sind auf dem Foto mit dem Rest Bienen fast genauso viele Milbe wie Bienen zu sehen?

    Also ich sehe sehr wenig Bienenbrut und wenig Bienen die vor Hunger in den Zellen stecken und die übrigen Zellen gähnend leer. Ich muss eine Sehfehler haben Varroen sehe ich keine.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Täuschen mich meine Augen oder sind auf dem Foto mit dem Rest Bienen fast genauso viele Milbe wie Bienen zu sehen?

    Ich zähle auf Anhieb auch 7 Stück auf den paar Bienen...

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • In der Tat sitzen auf den Bienen Varroen auf. Teils sogar 2. Das Futter könnte ausgeräubert worden sein. Also unbedingt den Varroafall bei den anderen beiden Völkern beobachten. Die dürften sich die Tage ordentlich Varroen importiert haben.

    Gruß,

    Christian

  • Moin.

    Wenn ich sowas lese bekomme ich Puls.

    Hier werden Lebewesen als eine austauschbare Ware gesehen.

    Getreu dem Motto: „Hat nicht geklappt beim nächsten Versuch wird es bestimmt klappen“.


    Da es sich um Lebewesen handelt sollte der Ablauf sein:

    Lesen

    Weiterbilden

    Bei wem Erfahrenen über die Schulter gucken

    Bienen zulegen


    Gute Nacht.