Mein eigenes Etikett verstößt gegen Markenrecht

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    staatlich und juristisch gedeckt von einem Dritten enteignet werden darf, wenn er vorher kein Schutzgeld an irgendeine Marken-/Patentbehörde bezahlt hat?

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    Ich kann icht anders, das ist für mich eine klare, wenn auch legale Schutzgelderpressung.

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    Mir war das alles irgendwie vorher schon diffus klar, aber dank diesem Faden hier fühle ich mich so richtig wach gerüttelt. Da werde ich jetzt wohl im Eigeninteresse selber auch tätig werden müssen, weil ich einen ähnlich gelagerten Fall wie in meinem Beispiel in einem ganz anderen Bereich bisher wohl zu nachlässig angegangen bin.

    Deinem Schlusswort stimme ich gerne zu, so läuft es nunmal, wenn man kommerzielle Interessen nutzen und schützen will. Man kann auch daran verdienen, in dem man Rechte verkauft Es geht dir ja dem Vernehmen nach gar nicht um den Topseller und ums "im Geld schwimmen" , sondern rein ums Prinzip des Schutzes geistigen Eigentums. Lass es dir doch einmal die Schutzgebühr kosten und plane dann weiter, vllt. kommt tatsächlich was bei rum. Ich kann dich nur dazu ermutigen, man lernt nebenbei manche interessante Dinge dazu :S


    Nur, um sich nicht hinterher zu ärgern, dass Trittbrettfahrer und Laumalocher lediglich den Rahm abschöpfen. Man ist als Hobbyist manchmal einfach zu naiv, wenn es um größere Sachen geht, im Normalfall wird es einen kaum jucken, bis man tatsächlich seiner eigenen geistigen Schöpfung beraubt und einem die Nutzung untersagt wird. Aber dann ist es zu spät.


    Dafür gibt das, nicht irgendein Patent und Markenamt....

    Informiere dich dort, so hoch sind die primären Kosten gar nicht. Es wird erst deutlich teurer, wenn die Fristverlängerungen anstehen. Ich habe alle meine Muster jeweils auslaufen lassen, nachdem ich bis zur Serienreife weiterentwickelt hatte. Ergebnis: geringe Kosten, bis der Eintrag überholt war und letztlich weltweiter Verkauf mit Lizenzgebühr.


    Nicht zum Strunzen, sondern um eigene gute Erfahrung beim Schwimmen durch ein anderes Haifischbecken beizusteuern 8)


    Gruß Andreas


  • Eine sehr ähnliche Diskussion haben wir ->hier im Forum schon über den "Nürnberger Stadthonig" geführt.


    Daher würde auch ich meinen, dass - völlig unabhängig von der Entscheidung des Markenamtes - dem Auftraggeber des Anwaltes ein Schutzrecht für "Ruhrpott-Honig" allein schon durch den stolzen 15jahrelangen Gebrauch entstanden ist.


    Ob dieser Anspruch gerechtfertig ist und somit Bestand haben wird, dürftest du nur gerichtlich feststellen können. Mir persönlich wäre das zu risikoreich - zumal wenn das Ganze tatsächlich bisher so friedlich ohne Unterlassungserklärung, Abmahnung etc. verlaufen ist.

    Viel Erfolg
    DOMMY

  • Honig aus dem Pott würde keiner verstehen. Wenn dann müsste es heißen: Honig ausm Pott

    Im Pott oder Ruhrgebiet wird vereinfacht gesprochen da können so manche Buchstaben oder Wörter schon mal verloren gehen.😆

    Dommy der Schutz nach 15 Jahren, wobei auf der Homepage steht was von 2008, würde sich ergeben, wenn der Name der Marke nicht eine Zusammensetzung zweier Wörter, die nichts anderes als die Beschreibung einer Region und eines Lebensmittels, wären. Und da reicht es dann auch nicht, wenn die Marke nur im Dorf bekannt ist.

    Und das mit dem "Nürnberger Stadthonig" habe ich auch gelesen. Da beruft sich der Inhaber ja eher auf seine Bildmarke die er sich hat schützen lassen. Also liegt ein Markenschutz ja vor, was allerdings nicht die Bezeichnung: "Nürnberger Stadthonig" als alleiniges Gestaltungselement auf einem meinetwegen weißen Hintergrund einschließt. Denn der Name ist nicht geschützt und läßt sich auch nicht schützen. Dementsprechend gäbe es auch keine Verwechslung mit der Bildmarke. Der User "Nürnberger Stadthonig" hat einfach nur gebrüllt.

    Ich finde, das man nicht immer kuschen muss nur weil einer meint den Max machen zu müssen.


    Gruß

    Martin

  • Und schon stossen 2 Dickköpfe aufeinander .... Jeder sucht nun Gründe "sein" Etikett behalten zu können ......


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.