Bienen in den Nachbargarten umziehen - vorher Zwischenstandort wählen ?

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    Hallo Zusammen,


    ich habe aktuell 2 Völker in meinem Garten stehen und hatte nun das Glück ein benachbartes Gartengrundstück nebst Baumwiese zu pachten.

    Das Grundstück ist rund 50 Meter von unserem Garten entfernt und ich würde die Völker gerne umziehen, da ich auf dem neuen Grundstück wesentlich mehr Platz habe und das Handling deutlich leichter für mich ist, hier meine 2 Fragen zum Umzug:


    1. Auf Grund der geringen Entfernung (50 Meter) von alten zu neuem Standort ist es ratsam die Völker zuerst an einen anderen Standort in einigen Kilometern Entfernung zu setzten und nach einigen Tagen an den neuen finalen Standort neben unserem Garten nochmals um zu ziehen?

    2. Da ich keinen Zeitdruck habe, wäre mein favorisierter Monat der Februar vor dem ersten Reinigungsflug oder gibt es andere Empfehlungen/Tipps?


    Besten Dank für eure Antwort,


    Niels

  • Hey...


    zu deiner Frage gibt es schon zahlreiche Antworten. Die Inhalte findest du, wenn du die Suchfunktion bemühst und "Völker verstellen" eingibst.


    Grüße

    Falk

    "Die Zukunft der Honigbiene liegt in den Kreuzungen!" - Bruder Adam

  • 2. Da ich keinen Zeitdruck habe, wäre mein favorisierter Monat der Februar vor dem ersten Reinigungsflug oder gibt es andere Empfehlungen/Tipps?

    Ideal! Siehe auch hier: Beuten umstellen kurz vor dem Reinigungsflug?

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).


  • Hallo Niels,
    ich bin mit einem komplettem Bienenstand (14 WV) in der letzten Woche über eine Entfernung von 300 m umgezogen.
    Die Überlegung dabei war: Entweder jetzt bei miserablem Flugwetter (Kälte u. Regen hier an der Elbmündung) oder später im Winter, wenn die Bienen in der Traube hängen, dabei die Gefahr besteht, das sie bei Transporterschütterungen aus der Traube abreissen und mögl. Weise verklammen.

    Ich habe mich für jetzt entschieden und ohne Zwischenstation in weiter Entfernung.

    Ich habe die Bienen 3 Tage eingesperrt. Dann die Beuten verstellt und nochmals 2 Tage verschlossen gelassen. Flugwetter war sowieso nicht vorhanden.
    Danach habe ich die Fluglöcher vor dem öffnen mit Thujazweigen verhangen, so dass die Bienen nicht sofort los konnten, sondern sich erstmal durch die Thujazweige arbeiten mußten.

    Am alten Platz waren lediglich noch 4 Mini Plus Beuten.

    Ein geringer Teil der Bienen sind dennoch zum alten Platz zurück geflogen, Obwohl es kühl und regnerisch war. Der absolut größere Teil der Bienen haben sich jedoch am Platz neu eingeflogen.

    Ob es jetzt zu einem späterem Zeitpunkt besser gewesen wäre, kann ich auch nicht definitiv sagen. Bin aber mit dem Ergebnis zufrieden.

    Wünsche Dir für den Umzug viel Glück.

    Gruß
    Bernhard

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Hallo Cuximker,


    darf man fragen, warum Du deine Beutenböcke auf/in den Rindenmulch (?) gestellt hast? Dass Du unter den Beuten nicht mähen brauchst?


    Tom

    Hallo Tom,
    so ist es! Ich möchte unter den Beuten und auch unmittelbar vor dem Flugloch möglichst nicht mähen müssen.
    So habe ich um die Beuten, so wie im Bild zu sehen, eine kleine Holzeinfassung gemacht. Auf die Wiese eine Unkrautschutzfolie aufgelegt und das ganze mit ca. 15 cm Rindenmulch aufgefüllt.

    Die Spindeln der Beutenböcke stehen natürlich auf Gehwegplatten 35x35 cm.

    Funktioniert prima.

    Gruß
    Bernhard.

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)