Rettet die Bienen,- Volksbegehren in BW

  • Gehen die Forderungen des Volksbegehrens tatsächlich übers Ziel hinaus, wie ua. von Herr Schmieder (immerhin Präsident Badischer Imker!!) eingeworfen wird?

    Ist der Kontakt zur Natur schon so radikal verloren gegangen, das man schon nicht mehr weiß was mindestens an Mitwelt vorhanden sein muß?

    Ist die Mitwelt ein Selbsbedienungsladen für die Landwirtschaft, begründet mit: wir müßen doch die (ganze!?) Welt ernähren, egal wie?

    Was wird/könnte uns das "alle" in wenigen Jahren kosten, WENN.......?

    Immerhin, das Grundwasser, der Boden, die Luft etc. sind schon unbestritten, besonders von den Wiederstreitern, bedenklich geschädigt, dürfen wir die so weiter machen lassen?


    nachdenklich

    Wasi

  • Komplettverbot von Pestizideinsatz auf ~30% der gesamten Landesfläche finde ich schon ziemlich heftig. Selbst die Biobetriebe dürten die momentan eingesetzten Mittel nicht mehr verwenden.

    Ich schätze mal die Initiatoren hatten die grossen Landschaftschutzgebiete bei der Erstellung des Gesetzestextes gar nicht auf'm Schirm. Würde natürlich nie jemand zugeben.... Immerhin haben sie jetzt ne "nette" Möglichkeit gefunden erhobenen Hauptes da doch nochmal rauszukommen. ;)

    Und Forderungen in der Art wie "50% weniger Pestizideinsatz bis XX"... sagen nun mal auch so gut wie gar nicht aus, da dürften wir uns doch einig sein. Wird halt wieder was neues gespritzt was noch giftiger ist. Dafür dann aber nur noch die Hälfte von vorher...

    "Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel."

  • Es ist ein seltsames Auftreten, sowohl von den Initiatoren, aber erst recht vom badischen Verband.

    Hier wird geschickt die Imkerschaft erneut gegeneinander ausgespielt und somit wird sich wohl nicht viel ändern bzw. verläuft es wohl im Sande.

  • Es geht um das notwendige Quorum. Die einen kämpfen verbissen dafür, daß es erreicht wird, die anderen dagegen. Die Ansichten, welche Mittel und Methoden jeweils zweckdienlich sind, gehen dabei weit auseinander...

  • Ist nur die Frage wer?

    Offenbar auch "wie, wo, was". Es wird schwer werden mit den Vorgaben einen Konsenz zu finden. Aber ich denke es ist die einzige Gelegenheit, ne Zweite wird es nicht geben!

    omplettverbot von Pestizideinsatz auf ~30% der gesamten Landesfläche finde ich schon ziemlich heftig.

    Da wird bestimmt heißer gekocht als..., es gibt vieeel Schwarzwald in BW;)

    Selbst die Biobetriebe dürten die momentan eingesetzten Mittel nicht mehr verwenden.

    so wie ich verstanden habe nur in bestimmten Bereichen, es könnte sich auch die Chance ergeben dort wirklich;)Bio zu erzeugen. DAS "soll" ja auch gehen? Ich würde diesen Produkten mit eben diesem Alleinstellungsmerkmal gute Chancen vorraus sagen.

    Für mich steht fest: der Mensch nimmt sich überall zuviel (raus).


    Auf jeden Fall Zettel nehmen, und dafür stimmen!

    Ausbessern/Nachjustieren is ja möglich wenn nötig.

    denke ich mal

  • Ich würde dagegen stimmen. Weil gleichzeitig, wo hier strengere Regeln eingeführt werden sollen (was ich ausdrücklich begrüße!), parallel die Grenzen geöffnet werden sollen für Gen-, Pestizid- und Hormongefütterte Landwirtschaft aus Südamerika (Mercosur - was ich entschieden ablehne!). Und preislich kann das im Supermarkt nicht gegeneinander bestehen. Deswegen hilft das nur den ganz großen hier, und die kleinen Landwirte werden daran verrecken. Vermutlich zuerst die kleineren Bio-Betriebe. Alles nur, damit wir in Südamerika mehr Autos verkaufen können. Ich bin sehr für strenge Auflagen für die Landwirtschaft, aber dann darf auch nur importiert werden, was nach den gleichen Standards produziert worden ist. Sonst ist das Ergebnis - mit Ansage! - das Gegenteil von dem, was wir Imker uns wünschen!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Das Volksbegehren wird vom Trägerkreis nicht mehr beworben.

    Auf ihrer Homepage volksbegehren-artenschutz.de schreiben die Initiatoren:

    "Die Landesregierung hat uns einen Dialogprozess angeboten, um gemeinsam ein umfassendes Artenschutzgesetz zu verabschieden, das nicht hinter unseren Zielen zurückbleibt. Dies wollen wir annehmen."


    Seit Anfang Oktober hat die Süddeutsche Zeitung genauer darüber berichtet, man suche "Volksbegehren Bienen Kretschmann" und findet diverse Berichte/Artikel über die Interessenlagen und wie und warum der Initiativkreis Volksbegehren Artenschutz zurückgerudert ist.


    Man ist in der Realpolitik angekommen.

  • Die Landesregierung hat ein Eckpunktepapier vorgestellt.


    https://volksbegehren-artensch…nd-mehr-Artenvielfalt.pdf


    Wir hatten am 12. Februar eine Diskussion, die aufgrund der Teilnehmer, die ihre Meinung äußerten, sehr informativ war. Wissenschaftler, Imker und Landwirte haben widersprüchliche Aussagen miteinander diskutiert und abgewogen. Jeder, der daran teilnahm, lernte etwas. Danke Dr. Claudia Garrido für den tollen Job als Moderatorin. Explosive Themen wurden über 3 Stunden diskutiert.


    02.jpg01.jpg


    Fotos: P Schooler


    https://imker-oehringen.de/eve…ndheit-podiumsdiskussion/


    https://twitter.com/BeeSafeGarrido

    https://www.linkedin.com/in/claudia-garrido-4b346082/


    Sie beantwortet gerne Fragen in mehreren Sprachen, einschließlich Deutsch.



    VG Patrick