Königin tot durch Marshmallow?

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    Ich frage mich ernsthaft, was es inzwischen für Imker gibt. :rolleyes:


    Wenn ich mit Königinnen arbeite (Zucht, Begattungskästchen, Belegstelle, Zusatzkäfige) da mache ich mir immer den Futterteig selber: 1 Teil frischen Honig und 3 Teile Puderzucker. Die die Schüssel mit Deckel fährt immer im Kofferraum des Autos mit... das ist gut für die Durchmischung. Und was bis zur Einfütterungszeit nicht verbraucht wurde, das wird einfach mit verfüttert.

    Kosten: 5 min Arbeitszeit, einige Cent für Puderzucker. Nutzen: Man weiß, was die frischen Königinnen und ihre Begleitbienen zu fressen bekommen.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • Hab die Marshmallows auch schon öfter zum Zusetzen verwendet. Für 1-2 KÖs mache ich ungern nen 2,5kg Beutel Apifonda auf, wenn ich den nicht sowieso irgendwie gerade brauche. Und der Rest der Tüte Schaumkugeln ist besser lagerbar (meistens kann der Imker aber nicht widerstehen, so dass beim nächsten Mal die nächste Tüte fällig werden soll/muss/darf... ;))

    Wer Königinnen verschickt sollte eigentlich wissen, dass da ein Teig rein muss. Ich würde in diesem Fall mal eher meine Bezugsquelle überdenken.

  • im Sommer habe ich 400-500g Portionen selbstgemachter Futterteig oder Apifonda in Ex-Schnitt-Käseverpackungen und die luftdicht in Plastdose im Auto.

    Puderzucker liegt bei 1,10-1,20€/kg (10kg bzw 250g), Apifonda je nach Abpackung bei 1-1,28€/kg (15kg bzw 2,5kg)

  • Das Filztuch war 10x10cm groß. Es war ja nachts schon an die 10°C, aber der Käfig war nur eingerollt, so dass oben das Gitter noch frei lag.

    Die Löcher wurden mit dem Locher gemacht. Sechs dieser Lochungen waren wirksam, die anderen eher am Rand, wo der Brief geklebt ist

    Ich denke, es war eine Kombination von wenig Sauerstoff und keinem Wasser.

    Ich habe eine Königin von privat gekauft und derjenige hat versucht, alles richtig zu machen.

    Ich habe das Thema eröffnet, da ich auch lange nach der Ursache gesucht habe und erst gedacht habe, es war zu kalt.

  • Einem Kollegen starb eine frisch aus dem Spendervolk gefangene legende Kö. im Ausfreßkäfig. Er hatte sie ohne Begleitbienen und ohne Futterteig in seiner Hosentasche verwahrt für etwa 3 h. Sauerstoffmangel?

  • Ach komm, dass ist doch eindeutig. Da kannst interpretieren wie du möchtest, in diesem Satz wird eindeutig vom Versand damit abgeraten. Einen Satz weiter steht klipp und klar zusetzen nach spätestens einem halben Tag. In dieser Hinsicht ist da echt nix dehnbar. Ich hab den Eindruck, hier wird einfach ein Beißreflex ausgelöst, sobald die Namen Aumeier & Liebig fallen.


    Und das Bienen durchs Geliermittel vergiftet werden... Naja. Da möchte ich wissen, woher diese Idee kommt. Selbst im zitierten Artikel wird klar vor der Gefahr durch Verdursten gewarnt, nach drei Tagen in der Post sind die Bienen tot und das Geliermittel wird (mit-)verdächtigt?


    Ich finde die Idee nicht so verkehrt. Für kurzzeitige Lagerung hab ich das auch schon verwendet. Besser als Honig, wo mir schon die ein oder andere Königin in der Hosentasche verklebt ist, weil der Honig in der Hosentasche zu laufen anfing. Dumm, aber passiert. Und ich hatte mit den Marschmallows noch nicht das Problem, dass drei Tage später die zugesetzt Königin aus dem Käfig befreit werden musste, weil der buckelharte Futterteig noch in der Fresskammer lag. Das hatte ich tatsächlich schon das ein oder andere mal. Was durchaus an eigenen Fehlern gelegen haben wird, aber vorgekommen ists nunmal.

    Sehr seltsam, gerade du, der doch einen sonst so anderen Stil pflegt, lässt in diesem Fall Fünf gerade sein.

    Wenn sie der Meinung wäre, dass es zum Versand nicht taugt, dann soll sie es so reinschreiben.

    Alle weiteren, von dir erwähnten Punkte, beziehn sich wohl eher auf andere Posts, Geliermittel habe ich nicht erwähnt.

    Und ja, vielleicht ist es ein "Beissreflex" aber schon ein wohlüberlegter und keinesfalls spontan. Die Dame haut in ihren Vorträgen auch öffentlich ihre dogmatischen Ansichten raus, mit Rundumschlägen in jegliche Richtung. Ich glaube auch nicht, dass es sie juckt, ob jetzt hier drüber diskutiert wird oder nicht. Manche Sachen sollte man aber schon mal kritisch hinterfragen dürfen, gerade wenn Neuimker mitlesen. Man muss ja nicht jeden Gaul reiten.

  • Das sehe ich auch so, da die Bienen keinen Futterteig hatten, konnten sie auch nicht lange Luft fächeln, weil die Energie gefehlt hat. Ein Filztuch hat da nichts verloren, mit Futterteig können die Bienen auch die nötige Wärme erzeugen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Marshmallow zum Zusetzen gehen schon, braucht man aber nicht. Für den Versand sind sie Problematisch, da Trocken.

    Löcher braucht es im Umschlag definitiv nicht.


    Zum zusetzen mit Käfig von eigenen Königinnen oder Königinnen die man Ort bekommt, ist normaler Futterteig ausreichend.


    Wer aber Königinnen versendet, ganz eindeutig nehmt den richtigen Königinnenfutterteig (selber Hersteller wie Neopoll). Der Zerläuft nicht und Trocknet nicht, im Hochsommer (25C+) 25% Puderzucker zumischen.

  • ich gebe euch mal einen Tipp:


    Immer wenn es heisst "einfach" und es aus der Feder GL's oder PA's stammt - dann vergesst es einfach....



    (Insbesondere den Tipp, dass unbebrütete Waben nicht von der Motte zerfressen werden. Sogar meine Zargen und Regalböden hatten Löcher. Wäre ich eine Woche später gekommen, hätten sie wohl noch die Elektroinstallation aufgefressen.

    Ja, das ist ein unverarbeitetes Trauma... GL sei Dank.)

  • Löcher braucht es im Umschlag definitiv nicht.

    Hui. Das nenne ich mal eine überzeugende Aussage.

    Also nicht überzeugend im Sinne eines guten, begründeten Ratschlags. Eher im Sinne von: Der Aussagende ist überzeugt von sich selber.

    Ich frage mich dabei, ob die Bienen keinen Sauerstoff benötigen?

    Warum machen das dann alle mir bekannten Versender von Königinnen?

    Dass es alle machen heißt nicht, dass es notwendig sein muss, aber doch allerhöchstwharscheinlich sehr sinnvoll ist. Sonst könnte man sich die Zeit doch auch sparen die blöden Löcher da in den Umschlag zu knipsen. Hat bestimmt schon mal ein sparsamer Imker versucht. Hat sich aber nicht durchgestzt. Warum? Sind die Imker jetzt großzügig geworden?