Königin tot durch Marshmallow?

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    Hallo,

    ich habe bisher fast nur mitgelesen, aber nun doch mal eine Frage.

    Ich habe heute eine Königin per Post bekommen.

    Sie wurde am Montag Morgen abgeschickt und kam heute (Mittwoch) gegen Nachmittag an.

    (Temperaturen zwischen 12 und 20°C, acht Begleitbienen, gepolsterter Umschlag mit sechs Löchern, der Käfig zusätzlich in einem kleinen Filztuch eingewickelt)

    Statt Futterteig wurde ein Marshmallow genutzt.

    Die gesamte Mannschaft war tot.

    Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Lag es am Mäusespeck?

    Ich habe folgendes gefunden:

    https://www.imkerschule-sh.de/…tml?option=com_jdownloads

    Vielleicht hilft es, einige Königinnen zu retten.

    Viele Grüße

    Kathrin

  • Wieder ein paar Opfer vom Fehler hinter der Beute.

    Was - warum auch immer (wahrscheinlich ist Imker(in), die Marshmallows gerne) - als Zusetzhilfe verwendet wird, ist noch lange kein geeignetes Bienenfutter- viel zu trocken (Futterteig hat ca 10-15% Wasser). Vor dem Eintüten bekommen sie auch einen Tropfen Wasser. Auch das Filztuch kann den Luftaustausch behindern.

    Der Versand in gelochten Polsterumschlägen und Apifonda oder Honigfutterteig im Käfig ist bewährt und üblich, wenn die Laufzeit 1-2 Tage in D. Gute imkerliche Praxis.

    Wenn es ein Kauf war, Ersatz fordern.

  • Pia sei dank wird so ein Scheiß medienwirksam verbreitet. Vielleicht kennt die keinen Futterteig ?

    Bis bald

    Marcus

    48 Völker 32x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 6xDadant US und 5x Zander und einmal Warre :O)

  • youtube-Generation- wer liest da noch Bienenzeitungen?

    Marshmallows sind überflüssig in der Imkerei, sie sind eben kein Ersatz...

    Auch zu den verschiedenen Fütterern kann man anderer Meinung sein- beim Nachfüllen von Zuckerlösung gibt es die wenigsten Toten beim Lochdeckelglas und den Nicotfütterern.

  • Pia schreibt klipp und klar, dass der Marschmallow NICHT zum Versenden geeignet ist, da viel zu trocken. Bitte erst lesen, dann kritisieren. Ist doch sogar oben verlinkt.

    Hallo, ich habe das schon gelesen, Pia liebt halt den Ritt auf der Rasierklinge, immer dicht am Bienentod entlang ,hasst aber alles was sich schon über viele Jahre bewährt hat.

    Das ist das ärgerliche für mich an ihr. Im Sommer habe ich immer Futterteig im Anbruch, der ist mir noch nie wie Beton geworden.

    @Bienenfrad, das mit dem Abneigung gegen Futterzargen ist mir auch schleierhaft. Sicher stehen die 10 Monate rum, dafür bringen sie 2 Monate viele Vorteile.

    Bis bald

    Marcus

    48 Völker 32x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 6xDadant US und 5x Zander und einmal Warre :O)

  • Pia schreibt klipp und klar, dass der Marschmallow NICHT zum Versenden geeignet ist, da viel zu trocken. Bitte erst lesen, dann kritisieren. Ist doch sogar oben verlinkt.

    Schreibt sie eben nicht klipp und klar. Da steht "tagelanges" Versenden. Ein dehnbarer Begriff und echt nicht zielführend. Warum soll man das Zeug überhaupt nutzen? Wenn es zuwenig Wasser enthält, warum hat sie nicht gleich zu MarshmellowCreme gegriffen...<X

  • gepolsterter Umschlag mit sechs Löchern

    Hallo,


    wenn es nur 6 Löcher waren (kleine manuelle Einstiche) finde ich das zu wenig. Gerade wenn die Post irgendwo gestapelt wird. Flüssigkeitsmangel und Sauerstoffmangel sehe ich vor Futterversorgung viel kritischer. Ich möchte nicht unbedingt daran glauben, dass sie bei ein Tag Versand verhungert sind.



    grüße Stefan

  • Hallo,

    ich hab auch meine eigene Erfahrung beim Zusetzen von Kö. mit Marchmellows gemacht. Nach 4 Tagen noch nicht freigefressen und der Rest noch knochenhart. Wer weiss, was nach ca. 10 Tagen bei der Nachschau angetroffen worden wäre. In Zukunft nur noch Apifonda, ggfs. im Plastikbehälter mit ein paar Tropfen wasser aufbewahrt.


    Salve, Peter

  • Sonntag eingetütet, Montag abgeschickt- Mittwoch nachmittag angekommen- macht 3 Tage.

    Selbst beim Posttreik2015? kamen die Weiseln nach über einer Woche nur mit ca 10% Verlust an, viele tote Begleitbienen- Begattungsrate war aber katastrophal.

  • Pia schreibt klipp und klar, dass der Marschmallow NICHT zum Versenden geeignet ist, da viel zu trocken. Bitte erst lesen, dann kritisieren. Ist doch sogar oben verlinkt.

    Schreibt sie eben nicht klipp und klar. Da steht "tagelanges" Versenden. Ein dehnbarer Begriff und echt nicht zielführend. Warum soll man das Zeug überhaupt nutzen? Wenn es zuwenig Wasser enthält, warum hat sie nicht gleich zu MarshmellowCreme gegriffen...<X

    Ach komm, dass ist doch eindeutig. Da kannst interpretieren wie du möchtest, in diesem Satz wird eindeutig vom Versand damit abgeraten. Einen Satz weiter steht klipp und klar zusetzen nach spätestens einem halben Tag. In dieser Hinsicht ist da echt nix dehnbar. Ich hab den Eindruck, hier wird einfach ein Beißreflex ausgelöst, sobald die Namen Aumeier & Liebig fallen.


    Und das Bienen durchs Geliermittel vergiftet werden... Naja. Da möchte ich wissen, woher diese Idee kommt. Selbst im zitierten Artikel wird klar vor der Gefahr durch Verdursten gewarnt, nach drei Tagen in der Post sind die Bienen tot und das Geliermittel wird (mit-)verdächtigt?


    Ich finde die Idee nicht so verkehrt. Für kurzzeitige Lagerung hab ich das auch schon verwendet. Besser als Honig, wo mir schon die ein oder andere Königin in der Hosentasche verklebt ist, weil der Honig in der Hosentasche zu laufen anfing. Dumm, aber passiert. Und ich hatte mit den Marschmallows noch nicht das Problem, dass drei Tage später die zugesetzt Königin aus dem Käfig befreit werden musste, weil der buckelharte Futterteig noch in der Fresskammer lag. Das hatte ich tatsächlich schon das ein oder andere mal. Was durchaus an eigenen Fehlern gelegen haben wird, aber vorgekommen ists nunmal.