Roman "Das Versprechen des Bienenhüters"

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    Ein Einband in honiggelb mit Waben und fliegenden Bienen zog meine Aufmerksamkeit auf sich. Es ist die Erzählung über die Flucht eines syrischen Imkers aus Aleppo nach England. Sicher keine Weltliteratur, aber aktuell und gut zu lesen. Die Imkerei taucht immer wieder auf, hat aber keinerlei Einfluß auf den Handlungsstrang, es hatte auch "Das Versprechen des Avocadozüchters" sein können. Aber die Autorin hat nunmal mit einem syrischen Imker gesprochen.

  • Man muss vielleicht dazu wissen, dass die Autorin lt. Angabe im Klappentext über zwei Sommer in Athen ehrenamtlich im Flüchtlingslager gearbeitet hat. Sie dürfte sehr viel Elend gesehen und erfahren haben. Die Handlung ist sicher authentisch oder könnte es sein (es handelt sich um einen Roman), aber ich finde auch die Figuren recht flach gezeichnet. Erzählt wird eine Handlung ohne Tiefe der Charaktere.


    Das ist bei Andrej Kurkow, Graue Bienen (ein Imker im Kriegsgebiet der östlichen Uktaine) oder bei Norbert Scheuer, Winterbienen ganz anders. Diese beiden Romane sind aus meiner Sicht literarisch gelungen und fesseln einen beim Lesen ganz besonders.