Motorleistung Honigschleuder

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    Marcus, keine irre Beschleunigung. Stufenweise die Drehzahl erhöhen, entsprechend des Füllgrades der Waben.


    Die lauten Geräusche, die man dem Getriebe des Repulsionsmotors anlastet, sind nicht ursprünglich aus diesem, sondern kommen durch den Motor. Ein Elektromotor hat Schlupf, d. h., die Drehzahl hinkt immer der Betriebsfrequenz hinterher. Man hat also in den Beschleunigungsphasen quasi einen zitternden Motorlauf. Dies führt zu einem pulsierenden Antrieb mit mehr oder weniger Drehmoment auf das Getriebe. Ich nenn das jetzt mal Klappergeräusche der Zahnräder des Getriebes.

    Beim elektronisch geregelten Motor ist das nicht der Fall.


    Gruss

    Ulrich

  • Hallo Freizeitimker, hast du mal mit einer Radialschleuder gearbeitet ? Denke mal nicht, es wird langsam angefangen und dann Schritt für Schritt auf die Höchstdrehzahl beschleunigt, da braucht es keinen Riesen Motor für.

    Mag sein. Langsames, behutsames Anfahren kommt dem allmählichen Honigherauströpfeln aus den Zellen entgegen, jedenfalls in der ersten Hälfte der Schleuderung. Aber beim Restausschleudern?


    Wenn beschleunigtes Anlaufen generell kein Vorteil ist, dann sehe ich überhaupt keinen Grund, den Mehr-/Aufpreis für den stärkeren Motor zu berappen. Denn die nötige Enddrehzahl wird ja wohl auch der Schwächling erreichen. Oder die Enddrehzahl ist bei ihm geringer, sodaß das Schleudern schon deshalb länger dauert, dann besser doch ihn kaufen.


    Alles Rätselraten hilft nichts, der Hersteller und/oder der Händler müssen sich dazu klar äußern. Wahrscheinlich wird dann aber das teurere Modell angepriesen

  • Langsamere Beschleunigung, höhere Enddrehzahl....das sind doch Nuancen.


    Was zählt ist doch, dass die Erntemaschine robust, langlebig und möglichst verschleißfrei arbeitet. Sehr ungeschickt, wenn der Keller am Wochenende voller Honigzargen steht und der Schleudermotor fällt aus.


    Daher wäre mein wichtigeres Kriterium die Zuverlässigkeit. Welcher Motor wäre da aufgrund der unterschiedlichen technischen Eigenschaften besser aufgestellt?


    Tom

  • Euch ist aber auch bewusst, dass wir hier über ein Gerät reden, dass so viel kostet wie ein hochwertiges Smartphone. Wer erwartet von dem, dass es 20 Jahre hält?

    Schleudern von Markenherstellern sind robust und langlebig. Ersatzteile wird es auch in einigen Jahren noch geben. Jeder muss selbst entscheiden, was diese Schleuder leisten soll, was man für einen Komfort haben will, und danach kann man seine Auswahl begrenzen.

  • Keine Ahnung, was das für komische Typen sind, die es normal finden, ein 1500 EUR-Smartphone nach ein oder zwei Jahren wegzuschmeißen, um sich ein neues zu kaufen. Genau wegen solcher gedankenloser Konsumfreaks ist die Umwelt heute so wie sie ist.


    ICH fände es jedenfalls völlig normal, dass eine Schleuder für diesen Preis locker mal zwei Jahrzehnte laufen sollte. Ist ja keine Raketentechnik drin und läuft nur wenige Tage im Jahr.


    Und nochmal zum Thema: Meine Schleuder hat auch nur so einen kleinen 110W-Motor (20er Radial, manuelle Hebelsteuerung). Mehr braucht nicht, wenn es um die reine Leistung zum Schleudern geht. Die volle Leistung rufe ich nie ab, obwohl es mit fast leeren Waben ohne weiteres auch ohne Wabenbruch gehen würde.

    In der Regel fahre ich sie von 1-4 von 6 Stufen und habe nie den Eindruck, dass der Motor irgendie am oberen Leistungsbereich arbeiten würde, auch nicht beim Andrehen eines vollen Korbes.

    Ich bin mit der Schleuder zwar zufrieden, würde mir dennoch heute eine andere Schleuder kaufen, aber aus anderen Gründen. Garantiert nicht, weil der Motor zu schwach ist.


    Ob und in welche Richtung ein stärkerer Motor allerdings die Lebensdauer eines solchen Antriebs beeinflusst, das ist mir noch nicht klar.


    Große und starke Autos scheinen jedenfalls auch nicht viel länger als kleine zu halten.