Motorleistung Honigschleuder

  • Werbung

    Servus zusammen,

    ich weiß, schon wieder ein Honigschleuderthema, aber diesen Punkt konnte ich so noch nicht im Forum finden und ich hoffe ihr könnt mir helfen.

    Als Neuanschaffung für das nächste Jahr steht eine Radialschleuder auf dem Wunschzettel.

    Im Auge habe ich da die 20 Waben Radialschleuder von Carl Fritz. Die gibt es allerdings in 2 Ausführungen. Einmal mit einer Motorleistung von 110 W und eine Version mit der höheren Leistung von 270 W und ca. 300 € Aufpreis.

    Lohnt sich der Mehrpreis für den leistungsstärkeren Motor oder sind die 110 W bei einer 20 Waben Schleuder ausreichend?

    Logar hat noch eine 24/12 Radialschleuder im Angebot ebenfalls mit einem 110 W Motor. Kann der das „locker“ oder ist der Motor da dann schon irgendwie an seiner Leistungsgrenze? Bei 24 Waben kommt ja schon ein gewisses Gewicht zusammen.

    Ab wann lohnt sich denn ein Motor mit höherer Leistung?

    Im Moment habe ich 7 Völker, Tendenz steigend...

    Schon mal Danke für eure Antworten

    Gruß Manuwar

  • Hallo,

    ich beschäftige mich mit genau der gleichen Frage.

    Habe vor einigen Tagen bei CFM mit Herrn Fritz gesprochen.

    Der sagte mir, dass ich mir den Aufpreis für den 270W-Motor lieber leisten sollte.

    Allerdings frage ich mich, warum dann der 110W-Motor nicht aus dem Programm genommen wird.

    Vielleicht hat ja jemand Erfahrung mit einer der beiden Schleudern.

    Außerdem liebäugle ich genauso mit der Logar-Schleuder.

    Will mir die alle mal nächste Woche in Donaueschingen ansehen.

    Grüße Byl

  • Früher reichten 60 W Motorleistung. Solche Schleudern sehe ich ab und zu nach mehr als 4 Jahrzehnten ungestört im jährlichen Betrieb, obwohl die Lebensmittelkontrolleure die hier bei Entdeckung sperren wegen des Kessels aus verzinktem Stahlblech. Manche Imker halfen sich damals auch mit Scheibenwischermotoren (Drehmoment 2 Nm!) und die schleuderten damit i.d.R. hohe 2-stellige Völkerzahlen ab. Immer wieder interessant, wenn die alten Imkerkollegen ihr beredtes Schweigen brechen und zum Erzählen verleitet werden können über die Zeit, in der man dem Imkerverein erst beitreten durfte, wenn ein Kollege verstorben war und ein Platz frei wurde...


    Der Motor bzw. seine Leistung werden m.E. heute überbewertet. Problemfeld ist eher das Getriebe. Wenn das nicht mit der Motorleistung mitgewachsen/stabiler ausgeführt ist, dann kann höhere Motorleistung eher beschädigen als nützen...

  • Die 110W Motoren haben meist eine meachanische Drehzahlregelung uns einen manuellen Ein-/Ausschalter. Die 300-370 Watt Motoren haben oft eine halbautomatisch und meist eine automatische Steuerung. Der Preisunterschied kommt nicht nur durch den Motor... - aber das muss jeder selber entscheiden was er möchte...

  • Fallen die 110W-Motoren wirklich häufiger aus? Der An-/Aus-Schalter ist ja ein separates Teil -> einfach austauschbar. Ich benutze den gar nicht, sondern schalte mit dem Sicherheitsschalter, der beim Öffnen/Schließen des Deckels ohnehin arbeitet.

    Die 300W + x-Motoren haben eine eigene interne Steuerung (oder nur die externe, die der Schleuderer programmieren kann)? Wenn ja, was tut die? Sorgt für sanften Anlauf beim Start?

  • Wieso beschreibt der Herr Fritz seine Geräte nicht ordentlich. Ist mir absolut unverständlich.


    Der 110 Watt-Motor ist ein sogenannter Repulsionsmotor.

    Der 270 er ist elektronisch (FU), wahrscheinlich mit Potentiometer geregelter Motor.

  • Bin kein Elektriker. Aber bei der 20 Wabenschleuder würde ich den 270 Watt Motor mit der elektronischen Steuerung empfehlen. Da sind schon einige Kilos in Bewegung zu bringen und der wird seidenweich beschleunigen.

    Da knurzt der 110 er bestimmt ganz schön.

    Kaputt gehen kann an beiden etwas, aber ich denke, der stärkere Motor belastet die Lager und das Getriebe weniger, weil er weniger Vibrationen in der Anlaufphase hat.


    Gibt hier doch Elektriker die das besser wissen.


    Bienenknecht?



  • Früher reichten 60 W Motorleistung. Solche Schleudern sehe ich ab und zu nach mehr als 4 Jahrzehnten ungestört im jährlichen Betrieb, obwohl die Lebensmittelkontrolleure die hier bei Entdeckung sperren wegen des Kessels aus verzinktem Stahlblech. Manche Imker halfen sich damals auch mit Scheibenwischermotoren (Drehmoment 2 Nm!) und die schleuderten damit i.d.R. hohe 2-stellige Völkerzahlen ab. Immer wieder interessant, wenn die alten Imkerkollegen ihr beredtes Schweigen brechen und zum Erzählen verleitet werden können über die Zeit, in der man dem Imkerverein erst beitreten durfte, wenn ein Kollege verstorben war und ein Platz frei wurde...


    Der Motor bzw. seine Leistung werden m.E. heute überbewertet. Problemfeld ist eher das Getriebe. Wenn das nicht mit der Motorleistung mitgewachsen/stabiler ausgeführt ist, dann kann höhere Motorleistung eher beschädigen als nützen...

    So eine DDR Selbstbauschleuder hab ich auch noch, 12V Scheibenwischermotor aber aus Alu. Noch nicht benutzt, ist Alu Problematisch?

  • Mit 60 Watt sind aber doch keine 20 Waben in Bewegung gebracht worden.


    Das Alu gibt es nicht. Es gibt da 100 te von Legierungen. Und jede reagiert chemisch anders. Es ist nur durch Laboranalyse festzustellen, was man vor sich hat. Das grosse Problem der Aluschweisser. Da Honig nicht pH-neutral ist, würde ich so was nicht benutzen.

  • Hi,


    ich würde den 270 Watt Motor nehmen. Zwei meiner Vereinskollegen haben diese Variante und sind super zufrieden. Der 110er ist wohl deutlich lauter.

    Ich habe mich letztes Jahr zwar für die Logar-Schleuder entschieden, weil ich die Verarbeitung richtig gut finde (insbesondere der tiefgezogene Boden) allerdings hat mich sehr gestört dass es (ohne Automatik) nur den 110er Motor gibt. Stand auch über einen Händler in Kontakt mit Logar und hatte gehofft den stärkeren Motor als Sondervariante zu bekommen, hat aber leider nicht geklappt. Dachte eigentlich Logar zieht nach wg. des Angebots von CFM aber scheinbar verkaufen sie auch den 110er gut genug.

    Fahrt am besten nach Donaueschingen und schaut auch die Schleudern an. Es ist sowohl CFM als auch Logar ausgestellt. Ggf. könnt ihr mit Herrn Fritz noch ein wenig verhandeln oder ihr schließt euch zusammen und kauft gleich 2 :-)


    Viel Erfolg!


    Grüße,

    Tobias

  • Das sind zwei völlig unterschiedliche Konzepte aus technischer Sicht.

    Der Repulsionsmotor basiert auf einem uralten Funktionsprinzip. Das hat sich auf alle Fälle bewährt.
    Man braucht dafür keine Elektronik, was sich im Preis, vor allem aber an der Zuverlässigkeit widerspiegelt.

    Beide Motoren an sich können Jahrzehnte halten. Bei der Anzahl an Betriebsstunden pro Jahr erst recht. Die Krux ist die Steuerung.

    Eine voll- oder halbautomatische Steuerung altert. Da gibt's z.B. Kondensatoren und andere elektronische Bauteile, die nicht jeder austauschen kann. Die Bauteile KÖNNEN auch zwanzig Jahre alt werden. Werden sie aber nicht immer. Da hilft dann meistens nur der Austausch der Steuerung oder der Schleuder.

    Bei manueller Steuerung über die mechanische Einstellung beim Repulsionsmotor bzw den Poti an den größeren Motoren gibt es deutlich weniger Möglichkeiten für defekte Bauteile. Und die kann im Prinzip jeder Haus- und Hofelektriker reparieren.

    Da spielt die Leistung wahrscheinlich schon eine Rolle: Bei den stärkeren Motoren kann ich mir vorstellen, dass ich den Start präziser regeln muss, um die Waben nicht durch zu starkes Anlaufen zu beschädigen. Dazu möge sich hier aber einer äußern, der eine solche Schleuder im Betrieb hat.

    Die kleinen Motoren stellst du einfach an, durch die geringe Leistung beschleunigen sie deutlich langsamer.