Völker unter Kontrolle

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    Hallo Imker (Imker reden gerne über Technik, Imkerinnen über Menschen*),


    in Kanada haben Jungs eine Million$ mal locker gemacht und eine Firma gegründet zum Wohle der Beekeeper oder Apikulteure dort. Einen Mercedes-SUV haben sie schon mal zugelegt. Die haben einen Sensor erfunden, welcher alles aus Volk messen kann Temperatur, Feuchtigkeit, Schallpegel (Buzz)………. nur nicht das Gewicht. Die Beute ist mit einem Code markiert und steht im Kontakt zu einem Sender, welcher den Imker ständig über den Zustand seiner Völker informiert. Aus diesen Daten wollen sie auch den Zustand der Königin ermitteln und man höre - den Schwarmzeitpunkt ermitteln. Allerdings haben sie noch keinen Algorithmus dafür gefunden. In Deutschland gibt s das schon. Ab 300 Hertz heißt es die Pferde satteln, der Schwarm geht ab. Wer hat da Erfahrung. Es ist doch erstaunlich. Kaum hat ein Ing. zwei Jahre Bienen und schon glaubt er, dass man alle Probleme der Imkerwelt lösen kann.


    Remstalimker


    *Bemerkung ist nicht frauenfeindlich, denn sie würden so etwas gar nicht kaufen

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • inKanada haben Jungs eine Million$ mal locker gemacht und eine Firma gegründetzum Wohle der Beekeeper oder Apikulteure dort.

    Die Fa. heißt Nectar; habe einer Vorführung in Canada beiwohnen dürfen. Man benötigt neben dem Sensor eine Sendeeinrichtung mit Solarstromversorgung. der Sensor wird über einen zweidimensionalen Barcode mit der Beute "verheiratet". Er kann Geräusche, Bewegungen, Temperatur und Feuchte (? weiß ich nicht genau) aufnehmen und weitersenden. Der Algorithmus muss noch erarbeitet werden, sagen die Jungs.


    Auch wenn es ingenieurmäßig rüberkommt, ist es doch für Verhältnisse wie in Kanada, wo man z.B. wegen der Bären schon mal einen Zaun (mit Elektrizität und Wildkamera, die den Strom einschaltet) um die Stände baut, gar nicht so blöd. Denn bei den Entfernungen kannst halt nicht eben mal hinfahren...


    Bin ebenfalls gespannt, ob man mehr davon hören wird.

  • Es tut sich was!

    Aber: Braucht man das? Wenn ja, warum?

    Eine Antwort hat der Reiner ja schon vorgeschlagen.

    Auch wenn es ingenieurmäßig rüberkommt, ist es doch für Verhältnisse wie in Kanada, wo man z.B. wegen der Bären schon mal einen Zaun (mit Elektrizität und Wildkamera, die den Strom einschaltet) um die Stände baut, gar nicht so blöd. Denn bei den Entfernungen kannst halt nicht eben mal hinfahren...

    Gibt sicher noch mehr, kannst ja die Entwickler mal anfragen:)

  • Na ja, wenn die noch nicht einmal ein AI Modell haben dann stehen die noch ganz, ganz am Anfang.

    Mir fehlen da noch ganz triviallere Angaben, wie wo soll der Sensor plaziert werden und warum nur ein Sensor pro Beute, möchte man nicht auch die Verteilung der Temperatur und derFeuchte in der Beute berücksichtigen?

    Auch lässt tief blicken das die erste Aktion war ein Protzauto zu kaufen - ein Indikator das das nichts wird....

  • Hallo Beemax,

    hätte nicht gedacht, dass wir uns so schnell wieder treffen- Ich finde, dass das Gewicht entscheidend ist und das wäre teuer. Auch ist der Preis von 7$ pro Volk im Monat für einen Imker mit 150 Völkern stattlich. Die Slowaken haben das anders gelöst:

    https://beehivemonitoring.com/de/content/8-manual

    aber nur für ein Volk und nicht mal teuer. Ob man an Hand des Gesummse auf die Schwarmbereitschaft schließen kann, halte ich für fragwürdig. Meine Völker stehen zwei Stunden entfernt, wenn der Bauer anruft, dass ein Schwarm am Baum hängt, fahre ich nicht hin.


    Hallo Bemax im Moment arbeite ich noch meine Tollstrafzettel aus den USA ab.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Ob man an Hand des Gesummse auf die Schwarmbereitschaft schließen kann, halte ich für fragwürdig.

    Finde das auch frag-würdig, deswegen frag ich: welche Erfahrungen wurden bisher mit den Herzen gemacht?

    Könnte mir durchaus vorstellen, dass das funktioniert. Warum auch nicht?


    Ob man's braucht, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt.. Aber das darf ja zum Glück jeder für sich selbst entscheiden 😉


    Also: wer hat das Teil benutzt und mag kurz was dazu sagen?


    Liebe Grüsse,

    humml

  • Hallo Bemax im Moment arbeite ich noch meine Tollstrafzettel aus den USA ab.

    Oha, ich hoffe, es bleibt bezahlbar :wink: !


    Ja, so ein Teil macht natürlich nicht schlauer. Wer seine Völker kennt, ist allemal besser dran. Und - wie bei allen neuen Dingen, wird dem unkritisch Fortschrittsgläubigen schon mal kräftig das Konto erleichtert.


    Ich brauche so etwas auch nicht - die Völker stehen zu dicht am Haus...

  • Zu hummlmmuh s Frage:

    Ich hatte im Mai einen Schwarm den das "Herz" nicht vorhergesehen hatte.

    Dieser Schwarm ging nach Einlegen der Bienenflucht ab, die Temperaturkurve zeigt erst einen kurzen Knick nach unten, gefolgt von einem Anstieg direkt vorm Schwarmabgang. Danach wird auch die Brutnest-Temperatur nicht mehr so konstant gehalten.


    Wenn die Kanadier noch kein Modell haben, dann eher weil sie nach "glk" statt "Apidictor" gegoogelt haben. Der Toningenieur Edward Woods hat bereits 1942 eben jenen Apidictor als portables Gerät entwickelt, auf archive.org findet sich eine inhaltlich sehr hilfreiche PDF Datei "Listen to the Bees (c) Beedata http://www.beedata.com".

  • Ralf, denkst Du, dass Du den Schwarm quasi durch das Einengen auf kleineren Raum (durch die Bienenflucht) forciert hast?

    Und er sich deswegen nicht angebahnt hat, so dass das Herz etwas registrieren konnte?


    Und andersrum: hat es schon Schwärme / Schwarmstimmung korrekt prognostiziert?

  • Guten Tag zusammen.


    Um die Schwarmstimmung festzustellen, nutze ich das Verhalten der Bienen.


    Da ein schwarmwilliges Volk, schon 7-10 Tage vor dem Schwarmabgang sich auf die Suche einer geeigneten Behausung macht, lässt sich dies mit einer "attraktiven" Lockbeute, schon recht früh feststellen.


    Diese "Spurbienen" dann mit dem bestäuben von Mehl "markieren", und an der Flugfront beobachten, zu welchem Volk sie gehören.


    Mir persönlich, reicht es aber, um zu Wissen, dass die Schwarmsaison begonnen hat. Auch wenn diese Spurbienen nicht von meinem Bienenstand sind.


    lg Sulz.

  • Das Einengen hat sicher zum Zeitpunkt des Schwarms beigetragen, allerdings gab es bereits davor im Volk die Entscheidung zum Schwarm vor der das "Herz" nicht gewarnt hatte, und die verdeckelte Weiselzelle.

    In der kommenden Saison wird das Herz in einem Volk mit älterer Königin sitzen. Ich bin neugierig.