Bumblebee Pupae Contain High Levels of Aluminium

  • Hab die Studie kurz überflogen. Grundsätzlich hab ich keine Ahnung, wie viel Al normalerweise in Hummeln zu erwarten wäre. Scheinbar gibt es keine entsprechenden Daten für Hummeln, wird berichtet, immerhin. Leider werden aber auch keine Tox-Daten geliefert, das macht die Interpretation der Werte schwierig, eigentlich unmöglich ohne zusätzliche Informationen. Die müsste man sich dann von sonstwo holen.


    Mehr stört mich aber, dass es keine Nullprobe gibt. Die gekauften Völker werden aufgestellt, nach 10 Wochen werden Proben gezogen. Dann ist Aluminium drin. War es vlt schon vorher drin? Enthält die Box ggf. Teile aus Aluminium oder war in Kontakt mit solchen?


    Die Studie ist aufgrund dieses methodischen Mangels leider bar jeder Aussagekraft. Schade.

  • Ich weiß es nicht, aber scheinbar scheint Aluminium eine gewisse Toxizität für Gliederfüßer zu besitzen. Es liegen zudem Daten vor, dass Pollen mit Aluminium belastet sein kann. Es wurde daraufhin die Hypthese aufgestellt, dass AL in Hummeln in relevanten Mengen vorkommt. Dies wurde überprüft und bejaht, nun könnten weitere Studie folgen die dieses Problem aufgreifen.


    Die Studie hat nicht den Anspruch, irgendetwas zu beweisen. Sie schaut nur auf einen Aspekt und zeigt auf, dass hier ein Problem bestehen könnte. Das ist nicht ungewöhnlich und gängige Praxis (abgesehen von den o. g. methodischen Mängeln).


    Zitat

    However, no other strong effects were observed, and our data set is small. We suggest that further investigation is needed, both to find out the generality and extent of exposure of pollinators to aluminium, and to determine the consequences.


    Es ist ein generelles Problem bei der Bewertung solcher Studien, dass zwar nur ein kleiner Teilbereich beleuchtet wird, die daraus erhaltenen Erkenntnisse aber von Außenstehenden weit über Gebühr interpretiert werden (das geht nicht gegen dich bienenfred ). Sieht man immer wieder in den Medien: "Studie beweist: [...]".


    Da solche Studien in der Regel nichts beweisen sondern nur mehr oder weniger deutliche Fingerzeige liefern die erst in der Summe zu wirklichem Wissen reifen wird dann am Ende die Wissenschaft als solche diskredidiert. Etwa wenn die Ergebnisse dann drei von 100 Studien unklare/andere Ergebnisse bringen (Stichwort Klimawandel).