Selektionskriterien bei der Zucht auf Varroaresistenz, Und/Oder Varroatolleranz.

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    Überleben ist überhaupt das Beste!

    Stimmt!

    Aber:

    So ein Riesenglück wie du, dass dir Varroaresistente Bienen zufliegen hat nicht jeder! 98 % unserer Imker haben 1. nicht dieses Glück und 2. eine zu große Bienenvolk Dichte für das Überleben. Das ist ein Prozess dies zu etablieren!


    Hier mal jemand, der das richtig angeht (nach meiner Meinung)!


    http://scientificbeekeeping.co…istance-walking-the-walk/


    Ist leider alles in Englisch aber nehmt den Google Übersetzer da kann man es verstehen ohne Amerikaner oder Engländer zu sein.


    Nach meiner Meinung ein sehr guter Ansatz!

    😏

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Guten Abend Bernd.


    Danke für diesen Hinweis.


    Alois Wallner Randegg, (auch "Ameisensäure Wallner" gen.) kenne ich schon länger.

    Es gibt da noch einen weiteren Profiimker, welche mit selektiv kleinen Bienen auf den "Killerfaktor" selektiert. (um die 300 Völker)


    Der Arbeitsaufwand, ist dabei aber nicht zu unterschätzen.


    Ron Hoskins in England, arbeitet mit einem speziellen Raster, und kann damit auch die Ausräumrate untersuchen. (gelesen in der Schweizerischen Bienenzeitung 10/2019)

    Darüber werde ich sicher noch genauere Angaben bekommen.


    lg sulz.

  • Es gibt (nur) ein sicheres Selektionskriterium (laufender Überlebenstest).

    Guten Abend Manne.


    Nur das überleben (min 4 Jahre ohne Behandlung) ist meiner Meinung nach, die mit Abstand geringste Hürde.

    In diesen überlebenden, dann noch Zuchtvölker mit den gewünschten Eigenschaften für eine Imkerei zu haben, und diese Eigenschaften dann auch noch festigen zu können, ist zwar möglich, aber mit kleineren Bienenbeständen doch recht schwierig. Diese Eigenschaften dann auch noch auf einen anderen Bienenstand zu "übertragen" ist dann nochmals eine andere Sache.


    Eine breit abgestützte Selektion mit dem "Varroaindex", wie er bei den Zuchtgruppen mit behandelten Völkern betrieben wird, ist zwar nur eine "Vorselektion", bei der ich aber davon ausgehe, dass die überlebensrate nach dem aussetzen der Behandlung höher ist und auch der Anteil an Zuchtwürdigen Völkern.


    lg Sulz.

  • Ich habe jetzt mal den vom luffi verlinkten Artikel vom Randy Oliver gelesen.

    Wie immer, ist das ein absolut lohnenswerter Artikel!

    Man sollte aber dazu sagen, dass alles dort Gesagte an Züchter adressiert ist, welche 1000+ Völker haben.

    R. Oliver hat aus 1500 Völkern selektiert, und am Ende von knapp über 20 davon weiter vermehrt. Er sagt selber, dass 98% seiner Völker behandelt werden müssen und er sagt ebenfalls klipp und klar:

    "it will likely take having at least 1000 hives in a breeding program" - um so zu arbeiten, wie er es macht.

    Und er wird bezüglich Hobbyimkern noch deutlicher: "Note to hobby beekeepers: I say this to make clear that beekeeper Jane or Joe Treatment-Free is dreaming if she or he think that allowing their colonies to die from lack of mite management is going to improve honey bee genetics overall."


    Für mich, was Oliver schreibt, ganz praktisch:

    Kaufe Königinnen von den Profis, die diesbezüglich selektieren können. Lerne umweiseln. Mach dir Gedanken über die Genetik in den Kisten und handele entsprechend. Lege dir ein vernünftiges Varroakonzept zu, damit du gesunde Bienen hast, und unterstütze die seriösen Züchter, die auf VSH etc. selektieren, indem du bei diesen Königinnen kaufst.

  • So ein Riesenglück wie du, dass dir Varroaresistente Bienen zufliegen hat nicht jeder! 98 % unserer Imker haben 1. 2. nicht dieses Glück (...) dies zu etablieren!

    Genau. Und 3. Erzählen kann man viel, wenn der Tag lang ist.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Praktisch von Oliver:

    Damit ist das amerikanische Model eröffnet. Kaufe von mir Bienen, ansonsten hast du keine guten Bienen mehr.


    Das wird sich aber nicht durchsetzen und wäre auch völlig unrentabel.


    Da zeigt sich zudem das Dilemma in der die obig genannte Zucht steckt und selbst bei Erfolg stecken wird.


    Da hier Bruder Adam schon zitiert wird. Er ist den Weg über andere Rassen gegangen.

    Ohne wäre er nicht zum Erfolg gelangt.

    Das wäre dann der Abschied von Buckfast und Carnica.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • luffi .


    Hier habe ich gefragt, welches nun das nächste Kriterium ist.


    Wie du des weiteren vorgegangen bist, konnte ich nun aus dem anderen Bericht entnehmen.


    lg sulz.

  • luffi


    Auf http://www.summ-summ.ch findest du im "Abschlussbericht August 2017" detailiertere Angaben von den Untersuchungen zu 2 unbehandelten Bienenständen.


    Bei dem einen Stand, liegt der VSH Wert bei ca 60%. Bei dem anderen unter 10%.

    Das VSH, liess sich nicht direkt mit dem überleben in zusammenhang bringen.

    Der Milbenbefall, liegt aber weit über dem Wert von deinen Völkern.


    lg sulz.

  • Wenn noch irgendwelche Fragen zu den "Geheimnissen" vorliegen, dann kann ich eventuell für Klarheit sorgen.


    Ansonsten, betrachte ich dieses Thema für mich als erledigt.


    lg sulz, und frohe Weinachten.

  • Sulz :

    Bei Martin Dettli hatte ich das auch bei seinen Versuchen gelesen.

    Bei den Studien "Zukunft Biene" kann man das in der Datenbank auch abfragen:

    Zucht auf Varroa-Toleranz - zum Beispiel 2017:

    http://data.bienenstand.at/?setting=5e004a99aa2ac7043c582152


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."