Nach-Fütterung. Besser später als nie?

  • Bei mir hat gerade die letzen Tage das externe Füttern mit der greening-Fläche nebenan begonnen. Das kalte Wetter im Moment sorgt für eine Pause. Solange es nicht abgefriert, wird es aber an warmen Tagen wieder losgehen.

    Das ist immer mein Problem mit der Balance, weil ich diese externen Mengen überhaupt nicht kalkulieren kann. Meine einzige Chance ist nach dem Springkraut erst langsam Richtung Zielgewicht kommen lassen und dabei die Wettertendenzen im Auge zu behalten.

    Ich hatte mit warmen Herbst schon mal nur 5kg gefüttert und trotzdem im Frühjahr Futterwaben entnommen, aber auch schon bei kalten Herbst 15kg gefüttert und im März Futterteig gebraucht...

    Deshalb wiege ich nach dem Abschleudern und notiere das Gewicht. So kann ich später ohne Öffnen die Futtermenge einigermaßen schätzen und nachfüttern/bremsen oder im Frühjahr rechtzeitig Teig auflegen.

    PS: Das ist Beitrag 1000

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Gratuliere zum 1.000 Beitrag!

    :p_flower01:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Bei uns sind die Völker nochmal richtig in Brut gegangen, hier kann man wirklich vom goldenen Herbst sprechen. Es wird sogar reichlich Nektar eingeflogen. Dennoch gibt es einige Völker wo der Futterstand kontrolliert werden muss, warum auch immer. Zur Not kann man ja auch noch Futterteig auflegen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Und dann kommt es noch darauf an, was die Bienen einsammeln.

    Bei mir blüht viel Efeu - seit September bis jetzt (jeweils unterschiedlich temperierte und besonnte Lagen). Da ich diesen Nektar als Ursache für das Auskristallisieren von Futter vermute, versuche ich, möglichst viel Futter vor der Efeublüte in die Völker zu bekommen. Mein Kalkül dabei: Die Bienen lagern den kristallisationsgefährdeten Vorrat in den freiwerdenden Bereichen des zurückgehenden Brutnestes ein bzw. in den noch nicht gefüllten Randwaben der oberen (brutfreien) Etage. Brutnestnahe Vorräte werden wieder verbraucht, bevor Wasserholerinnen den Flugbetrieb endgültig wegen Winters eingestellen und bis zu den Randwaben haben sich die Bienen erst durchgefressen, wenn sie im zeitigen Frühjahr wieder Wasser holen können. Lupenrein geht das selbstverständlich nicht immer auf, aber die Windeln zeigen mir, wo es kritisch werden könnte.

  • Eine Frage an die vereinte Erfahrung hier:


    hat jemand schonmal mit den Sugarcakes bzw. Candy Boards gearbeitet, wie sie bspw. in Amerika verwendet werden, für den Fall daß man mal ein Volk mit zu geringem Wintergewicht hat?


    https://www.honeybeesuite.com/…-for-feeding-winter-bees/


    Ich befürchte ja, daß ich jetzt wieder was ganz schlimmes lostrete (insb. bzgl. dem ersten Absatz und der Invertase), aber evtl. hat trotzdem jemand damit Erfahrung hat.

  • Woher kommt eigentlich immer diese Furcht vor kristallisiertem Honig in den Waben?


    Bei allem, was ich gelernt habe, ist kristallisierter Blütenhonig auch im Hochwinter kein Problem. Im Gegenteil, er wäre ja der hochwertigere Honig. Zwar ist er durch die Kristalle etwas schlechter aus den Waben zu holen als flüssig gebliebener Honig. Aber trotzdem kann er sehr wohl sehr gut von den Bienen verbraucht werden ohne wirkliche Nachteile. Immerhin schmilzt er bei Brutnesttemperatur und kann dann leicht von den Bienen weiter mit Wasser angereichert werden, allein durch die Stockluftfeuchte. Es muss kein oder nur minimal Wasser von außen eingetragen werden.


    Das Problem sind doch eher nur die Wald- und Melezitosehonige und das aus zwei Gründen. Erstens, weil sie - auch im flüssigen Zustand - sehr viele Ballaststoffe enthalten! Und zweitens, weil Melezitosehonig eben nicht schon bei 35°C flüssig wird, wie Blütenhonig, also aus eigener Kraft von den Bienen ohne viel Wasserzufuhr von außen nicht mehr verflüssigt werden kann.


    Kann natürlich auch falsch sein, was ich da gelernt habe...