Nach-Fütterung. Besser später als nie?

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    Besser später als nie?


    Als Neuling habe ich dem Rat eines Fach-Verkäufers in einer Imkereibedarfshandlung vertraut und meinem Volk, das aus einem Schwarm vom 2.06.2019 entstanden ist, das aber immerhin fast 9 kg vorzüglichen Honig gebracht hat,

    lediglich 12,5 kg Apiinvert im August verfüttert. Da meine Zweifel immer größer wurden, dass ich das Völkchen zu gering mit Futter versorgt hätte, habe ich heute damit begonnen 2:1 kg (Honig:Wasser) nachzufüttern.


    Was ist davon zu halten?

  • Wenig :)


    Erstmal: wiegen. Dann denken. Dann, falls zuwenig drin ist, Sirup einfüttern in der entsprechenden Menge. Dann nachwiegen. Klappt noch. Viel Erfolg!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Wenig :)


    Erstmal: wiegen. Dann denken. Dann, falls zuwenig drin ist, Sirup einfüttern in der entsprechenden Menge. Dann nachwiegen. Klappt noch. Viel Erfolg!

    Danke für die Antwort!


    Aber: "Erst haben ein Gewehr, dann ..."

    Habe leider keine Waage.


    Was meinst du mit Sirup? Apiinvert? Da komme ich im Moment gar nicht dran!

  • Moin,


    Dann nimm Zuckerwasser, da kommt normal jeder ran


    Gruß Chris

    Wie du oben sehen kannst, habe ich bereits damit begonnen, 2:1 zu füttern. Wahrscheinlich wird aber Zucker aus der Lösung gehen. Muss dann ggf. den Wasseranteil erhöhen.

    Danke und einen schönen Abend!

  • Das ist eben der Punkt. Dann gehen die wieder in Brut, brauchen mehr Futter usw. - nimm Sirup, wir haben Oktober. Kein Honigwasser, keine dünne Zuckerlösung, sondern einfachen Sirup. Ob auf Weizen- oder Rübenbasis ist egal. Wenn doch unbedingt selbermischen, dann nicht kochen die Lösung sondern geduldig rühren! Obwohl es schwerfällt ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Wenn das Wetter mitspielt, dann kannst du jetzt noch nachfüttern. Die Abnahme wird in kalten Nächten aber schlechter und optimal ist es auch nicht. Zum Füttern eher dick als dünn, weil es dann eher eingelagert wird als in neue Brut umgesetzt. Bei Zuckerwasser ist das traditionelle Rezept 3 Teile Zucker auf 2 Teile Wasser. Fertiger Sirup ist noch etwas konzentrierter.

    Bei mir fliegen sie tagsüber zum Futter holen in die greening-Flächen - das kann ich sowieso nicht verhindern. Trotzdem versuche ich das Füttern bis Ende September abzuschließen. Bei mir gibt es aber jedes Jahr viele schöne warme Herbsttage. Wenn dein Klima anders ist, musst du auch anders arbeiten.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • 15KG Futter insgesamt sollten reichen.

    Für solche exakten Angaben fehlt mir die Erfahrung. In einer Sechswabenkiste DN scheint es mir etwas großzügig, in einer 12er DD mit Brut auf aktuell 6 Waben dagegen etwas knapp bemessen ;)


    Und wiegen. Ohne Wiegen und Erfahrung ist es, egal wie und was da gefüttert werden soll, pures Glück. Und die Uhr tickt.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Aber: "Erst haben ein Gewehr, dann ..."

    Habe leider keine Waage.

    Schwing Dich zum nächsten (Elektronik)handel Deines geringsten Misstrauens und hol Dir 'ne Kofferwaage. Mediamarkt hat das, bei Real habe ich es gerade online gesehen, die Versender bieten es auch alle an und viel kosten tun die eh nicht.

    Was meinst du mit Sirup? Apiinvert? Da komme ich im Moment gar nicht dran!

    Kann gar nicht. BayWa z.B. versendet, war gleich der erste link in meiner Suche. Abgesehen davon kann ich mir Imkerei ohne Auto irgendwie so gar nicht vorstellen...

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Jedes Jahr die gleiche Leier - hast 15 kg pro Volk gefüttert und denkst, alles gut und dann sowas: Beim Wiegen fallen die negativ auf, wo jüngste Königinnen drin sind. Die legen richtig los, haben 5 - 6 Waben mit Brut angelegt, was natürlich zehrt...

    In entsprechender Erwartung hatte ich schon Futtervorrat angelegt, aber jetzt wird's knapp - zeitlich wie von der Menge!

    Mit der Balance zwischen Füttern ohne die Brut einzuschränken und per Oktober ungefähr das Zielgewicht zu erreichen, ringe ich immer wieder.


    Diese Unsicherheit nervt. Und dann noch einzelne Kandidaten, die kurz vor Schluss umweiseln und deren Nachfolgerin nicht zu bremsen ist.


    Mann, Mann, Mann - wird Zeit, dass der Winter kommt :wink: