Hornissennest seziert

  • Wir haben unseren Hummelkasten (Schwegler Holzbeton oberirdisch) gereinigt und den Inhalt „seziert“. Es war sehr faszinierend, das Nest ist was ganz anderes als die mir bisher bekannten Wespennester. Ich frage mich aber ob das so fürs Saisonende angemessen ist, oder ob unsere Hummeln von etwas hingerafft wurden. Aufgefallen sind mir viele tote Hummeln in den „Gängen“ in der Holzwolle um das eigentliche Nest, darunter auch eine die doppelt so groß war (Königin?). Im Nest stecken noch halb bzw. nicht geschlüpfte Hummeln in den „Näpfchen“. Das Nest ist verschimmelt.

    Falls alles angemessen stelle ich ihn so auf wie bisher (nach 3 Jahren habe ich endlich einen Standort gefunden, der angenommen wurde. Falls ungewöhnlich/krankhaft, kann ich nächste Saison etwas besser machen?

  • Thema: Hornissennest ...

    Das ist aber ein Hummelnest. Dann schreibst Du aber von Hummeln, die dahingerafft wurden?

    Ob krank oder Futtermangel? Wer will das noch sagen. Es gibt sicher Experten, die das können.

    Ich weiß nur, dass Hummelvölker sich relativ früh auflösen und dann unansehnlich werden.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Das ist wirklich ein guter Tipp, denn ich hatte in den letzten Jahren im Hummelkasten immer wieder das gleiche Problem von Schimmel, Nässe und verhedderten Tieren in dieser Putzwolle, die zur Anleitung zum Hummelhaus mitgeliefert wurde.

  • Also ich habe in meinen Hummelnistkästen meistens die Wachsmotte zu Gast, die eh aufräumt - räumt sie nicht auf, dann schimmelt es tatsächlich recht pronto. Aber eben erst nach dem Zusammenbruch des Volkes.


    Solche Faserprobleme wie da geschildert hatte ich aber bisher nur beim Experimentieren mit Filterwatte - die sind tatsächlich recht tödliche Fallen für Hummeln.

    Kapok ist jedoch nicht nur teuer, sondern auch nicht unproblematisch - das Material bricht schnell, muss aufwendig per Hand geerntet werden und es gibt natürlichere Alternativen. Ganz praktisch sind Vogelnester aus den Meisennisthilfen. Auch Mischungen aus Heu, trockenem Moos und Baumwollwatte gehen.

    Meine Polsterwolle habe ich vor 30 Jahren als Rest beim Polsterer für 5 DM gekauft und das nutze ich heute noch. Womöglich war die aber auch weniger plastikfasernbelastet.


    Tote Tiere in den Gängen und ungeschlüpfte Brut ist tatsächlich eher ungewöhnlich. Schwer nur, das jetzt noch zu klären. Sollten es tatsächlich die Fasern gewesen sein, solltest Du das an den Tieren ja feststellen können.


    M.


  • Also gerochen habe ich an den Meisennestern noch nie. Vorteilhaft sind die feinen Fasern. Zur Erinnerung: Hummeln nisten in Mäusenestern und finden daher Mäuseirin auch ganz interessant.... daher ist das hygienisch eher für uns ein Thema. Handschuhe sind beim Nistkastenputzen sehr zu empfehlen...


    Moos geht auch, allerdings sind feine Pflanzen- oder Tierhaare mit erforderlich. Die sammeln Mäuse gezielt mit ein, daher dann mit einmischen.


    M.

  • Hallo Deichkind ,

    das ist aber das orginal Schwegler Füllmaterial , das man auf deinen Bildern sieht ,

    das ist zum befüllen auch in Ordnung .

    Das Problem , des verschimmelns des Nestes muß gelöst weden .

    Beim Aufbau eines Hummelnestes wird das erste drittel mit feinen Sägespänen ( was von der Motorsäge übrig bleibt ) befüllt , ein Blatt Papier drauflegen , dann wird das Hummelnest (Füllmaterial ) aufgebaut .

    Die Sägespäne sollen den Urin der Hummeln aufsaugen !!!

    Dann sollte der Hummelkasten nicht im Freien stehen , ein Unterstand oder eine Abdeckung wären super , um bei Dauerregen das eingringen von Wasser zu vermeiden .

    Jetzt im Herbst sterben die Hummelvölker ab , Arbeiterinnen liegen überall tot im ganzen Hummelnest , sie haben ihren Auftrag erfüllt , die letzten sind die Jungköniginnen die das Nest verlassen und sich in der Erde verbuddeln um im nächsten Jahr wieder ein Völk zu gründen !!!

    Noch ein Tipp,

    jetzt noch nicht die Hummelkästen reinigen , je nach Hummelart kann er noch als Rückzugsort für die Jungkönniginen nach den Begattungsfügen dienen , bis auch die letzten sich im Boden einen Überwinterungsplatz suchen !!!

    Hier noch ein Film , um das Jahr der Hummeln besser zu verstehen

    ( Hummeln, Bienen um Pelz ) !!!! .




    Grüße,

    Bertram


    Bertram