Heidehonig in Mini Plus

  • Hallo Forianer,
    leider habe ich überhaupt nicht damit gerechnet, dass zwei meiner Mini Plus Völkchen die 4 Kilometer nicht scheuen, um zur Heide zu fliegen. Nun habe ich den Salat - besser gesagt, den Heidehonig in ca 3 Zargen - also 18 Rähmchen stramm voll.
    Leider kein Naturbau, sondern mit Mittelwänden bestückt und gedrahtet. Die Waben müssen natürlich raus und sollen die Bienen im Winter nicht belasten. Jetzt habe ich aber doch Lust auf leckeren Heidehonig bekommen - wenigstens für mich und meine Familie.
    Wie bekomme ich den nun möglichst effektiv aus den Waben? Schleudern fällt aus, ich imkere sonst auf Dadant und meine Schleuder ist ziemlich riesig...
    Wer hat einen guten Tip für mich? Beheizbares Entdeckelungsmesser, diverse Föne und Geduld hätte ich....
    Beste Grüße
    Meapas

  • lass ihn in der Wabe und esse ihn so, natürlich ohne Mittelwand in deinem Fall, oder über eine Presse und Leinentücher auspressen.

    Ich gehe davon aus, das die Völker nicht Behandelt worden sind und der Honig somit Verkehrsfähig oder Winterfutter schon mit drin ist!

  • Also, vorsichtig an der Innenseite des Rähmchens die Wabe lösen, dann mit dem Einlöttrafo den Draht soweit erwärmen, bis die Wabe mit dem Heidehonig sich herrausdrücken lässt. Somit kann der Draht erhalten bleiben und die Wabenstücke gepresst werden. Die Reste können dann in den Dampfwachsschmelzer. Die freigewordenen Zargen mit Waben auffüllen und zügig auffüttern.

    Viel Spaß!

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.

  • ...Schleudern fällt aus, ich imkere sonst auf Dadant und meine Schleuder ist ziemlich riesig...

    Vorschläge:

    für Schleuder-Technikfans:

    - Wenn der Honig überhaupt schleuderbar ist -> Mini+ sollten in jeder Schleuder an der Gitterstäben festsitzen, notfalls in LeerRä hineinschrauben oder in Entdeckelungswachstaschen stecken und so ausschleudern oder

    für Minimalisten:

    - Wenn verdeckelt -> Honig-Brötchenportion direkt vor dem Verzehr mit einem Löffel von der Wabe abschaben, dabei MW stehen lassen.

    - Bei kleiner Mitesserschar, die bei einem Frühstück eine Mini+ Wabe mit angebrochenen Zellen tropfend zurücklassen würde -> Honigreste abschaben und in ein Glas abfüllen. Am nächsten Tag ggf. aufgestiegene Wachsteile abschöpfen oder schlicht mitverzehren. Mein Imkerpate empfiehlt Kunden mit empfindlichem Magen oder Verdauungsproblemchen sogar, sein speziell dafür gefertigtes Entdeckelungswachs-Honiggemisch zu essen.

  • Vielen Dank für die Hinweise. Ich denke, ich probiere das mit dem Abschaben erst einmal aus. Eventuell kann man das Gemisch ja dann auch über Nacht im warmen Zimmer abtropfen lassen. Den Rest kann man immer noch auspressen.
    Beste Grüße
    Meapas

  • Für die Zukunft: Noch leichter würde das Honig pressen sein wenn Du die MP Waben nicht drahten würdest, dann kannst Du die ganz einfach ausschneiden.... - das gleiche gilt für HR Rähmchen mit entsprechend niedriger Höhe...

  • Hallo Meapas

    Dieses Jahr ist bei uns die Scheibenhonigernte unerwartet gut ausgefallen und es sind auch jede Menge Abschnitte angefallen, die auch verwertet werden wollen. Und weil wir die große hölzerne Presse nicht ein"sauen" wollten für das bißchen, haben wir uns im Netz eine klitzekleine Obstpresse ausgesucht und werden es versuchen, die in kleine Stücke gestampften Wabenstücke darin auszupressen - natürlich nachdem wir sie im Wärmemeister erwärmt haben.

    Wenn das nicht gelingt, werde ich berichten.

    ribes : Ich habe noch einen bei Dir gut: Heidehonig tropft und fließt bei Zimmertemperatur nicht, wenn er nicht gestippt ist. ;)

    Liebe Grüße ...Klaus

    Es war schon schöner auf der Welt, als ich noch den Überblick hatte. Sofie Pfister-Odermatt