Rattenbekämpfung, rechtlich betrachtet

  • Eine weitere Alternative ist ein waffenscheinfreies Luftgewehr mit starker Feder... Erfordert aber ggf. Geduld, ein gutes Auge, evtl. ein Zielfernrohr und selbstverständlich auch Sachkenntnis...

    Hi,


    leider nicht zugelassen, da man mit einem "normalem" Luftgewehr die Ratten angeblich


    nicht ohne das Tierschutzgesetz zu verletzen, töten kann. ( unnötiges Leid etc. )


    Aber mit der entsprechenden Geduld sehr effektiv.


    Gruss Joachim

  • Damit provozierst Du Moral- und Tierschutzapostel.

    Ich weiß, ist aber nachhaltig, emissions- und rückstandsfrei, geht schneller als mit Gift und gefährdet keine anderen Nützlinge. Man muss nur leider viel Geduld und die ruhige Hand haben.

    Rei Ratten bin ich absolut hurmorlos.


    In früheren Zeiten hat man nach Überlieferungen eine Kundschafteratte gefangen, sie mit Benzin oder Petroleum übergossen, vorher alle Türen, Fenster und Ställe verschlossen und sie dann angezündet und laufen lassen. Dann war das Thema eine ganze Zeit lang erledigt.


    Zitat

    angeblich


    nicht ohne das Tierschutzgesetz zu verletzen, töten kann. ( unnötiges Leid etc. )

    Ja, angeblich.

    Mit dem richtigen Luftgewehr und gewisser Sachkenntnis geht das einwandfrei...


    Gruß Andreas

  • In früheren Zeiten hat man nach Überlieferungen eine Kundschafteratte gefangen, sie mit Benzin oder Petroleum übergossen, vorher alle Türen, Fenster und Ställe verschlossen und sie dann angezündet und laufen lassen. Dann war das Thema eine ganze Zeit lang erledigt

    Jou, vermutlich solange bis der abgefackelte Stall neu aufgebaut und befüllt war.

  • So isses - darum ist das auch nur eine Überlieferung. Ich möchte nicht wissen, wieviele Häuser und Höfe deswegen abgefackelt sind...

    Früher waren aber auch noch Flobert KK waffenscheinfrei. Mit denen konnte man sich auch helfen, da war das Gefährdungspotential allerdings noch höher, als mit leistungsstarken Luftgewehren.

  • Früher hat das auch niemanden gejuckt, da hat niemand aufm Dorf geguckt wenn da jemand mitm KK rumgelaufen ist.


    Wie lange waren in Frankreich nich die Grenaile (Mäuseschrotpistole) frei verkäuflich?


    Das mit den Resistenzen kann ich ja verstehen, aber die komz. an (unter) die Wirksamkeitsgrenze zu drücken ist dürfte die eher Fördern.

    Warum nicht einfach mit Belehrung und abfrage durch den Verkäufer wo und warum angewendet werden soll?

  • Wieso die Ratte abfackeln!


    Die wurde Früher ans Scheinentor genagelt. Danach war der Hof Rattenfrei. Dafür hat das arme Tier geschriehen wie am ....

    Neee Danke, ekelhaft.


    Wer einmal ein Kanal TV gesehen hat, weiss das es im Untergrund die putzigen und intelligenten Tiere in allen Grössen und Farben zu sehen gibt.

    Vorsichtige Schätzungen liegen bei ein bis drei Ratten pro Mensch. Dauerköder Auslegung hat vor 20 Jahren nichts gebracht.

    Somit bleibt konsequenter Weise nur eine Bekämpfung bei akuter Notwendigkeit.

    Was unsere Aposteln nicht verstehen ist, dass der "gemeine" Hausbesetzer dann zu eigenen Mitteln greift.

    So wurden die wirksamen Unkrautvernichter für den Hausbesitzer verboten.

    Mein Absatz an bestimmten Unkrautvernichtern in Grosspackungen ging dann rapide nach oben. Anstatt 500 gr Dosen lagern dann 5 kg Gebinde im Keller des kleinen Mannes. Ziel verfehlt. Viel hilft ja und ich hab ja noch 4 kg da liegen, die weg müssen.

    So wurden zu meiner Verkaufszeit dann Köder mit einer Spritze selbst vergiftet.

    Es traf Nachbars Hund oder die Hühner, die über den Zaun gesprungen sind.

    Ein Sachkundiger Kammerjäger wird nicht gerufen, da er zu teuer ist.

    So ist es mir lieber eine vernünftige Köderbox zu kaufen, die Anwendungssicherheit und eine rasche Wirkung für das Tier ermöglicht.

    Das beste Beispiel sind wir Imker selbst. Es gibt ja Varroamittel die keine Zulassung haben, aber in der überwiegenden Imkerschaft angewendet wird.

    Manchmal frag ich mich, wie kurzsichtig unsere Aposteln sind, wenn ich mir das Zeug vom anderen Ende der Welt bestellen kann.

    Manchmal frag ich mich, ob nicht die es sind, die gewisse Konzerne fördern.

    Um das mit dem Luftgewehr noch aufzugreifen. Last die Finger davon.

    Es ist unheimlich schwer eine Ratte mir einem Luftgewehr sauber zu erledigen.

    Eine vermeindlich tote Ratte kann selbst durch Gummistiefel beissen


    Ich jedenfalls habe einen gesunden Respekt vor Ratten entwickelt.

  • In diesem Jahr war es im Sept. wieder mal soweit: Aus der Nachbarschaft wanderten die Ratten ein, obwohl ich auf meinem ca. 2500m2 großen Grundstück keinerlei "Fressbares" lagere und auch keine unnötigen Ecken und Schlupfwinkel anbiete.

    Beim letzten Einkauf von Rattengift hatte noch ein Sachkundenachweis in Sachen Töten von Tieren gereicht. Jetzt mußte es ein besonderer Sachkundenachweis für Pflanzenschutz- und andere Gifte sein. Da reichte auch kein Berufsabschluß als Chemielaborant, kein Lehrgang zum staatlich geprüften Jagdaufseher und auch die landwirtschaftliche Ausbildung mit Meisterabschluß war wertlos. Wenn Rattengift, dann nur harmloses Zeug.

    Ein befreundeter Landwirt hat dann 2kg ordentliches Rattengift für mich eingekauft. Ich kann mir aber garnicht vorstellen, daß dieser Landwirt einen Giftlehrgang aktuell mitgemacht hat... und aktuell muß der Lehrgang alle 2 Jahre wiederholt werden.

    Inzwischen ist auch diese Pckg. "verfüttert". Ein anderer Landwirt verwies mich jetzt an LandhandelPolen.

    Wer es nachsuchen will, braucht starke Nerven. Man muß aber zugeben, daß die angebotenen Informationen umfassend und präzise sind. Vorher bin ich noch nicht so tief in diese Materie eingetaucht.

    Und als ich mich gerade mit moralischen Bedenken aufplustern wollte, habe ich mich gerade noch erinnert, daß auch ich in der BRD nicht zugelassenes Pyrethrum-Tierarzneimittel aus der niederländischen Apotheke gekauft habe, als bundesrepublikanische Experten uns noch für die Schafe mit lindanhaltigen Bademitteln abspeisen wollten.

    Frohes Schaffen wünscht ...Klaus

    Es war schon schöner auf der Welt, als ich noch den Überblick hatte. Sofie Pfister-Odermatt

  • Die Falle mit Schnap ist nicht schlecht. Auch wenn die Ratten nicht blöde sind. Es erwischt immer mal wieder eine. Gier ist nicht nur beim Menschen stärker wie der Verstand.

    Ich habe es aber auch schon erlebt, dass ein dicker Kabelbinder in der Falle war. Der Kabelbinder war nicht aus der Umgebung. Jetzt steht eine Kamera dabei. Das will ich sehe. Bei der letzten war das allerdings wieder mit der Gier.


    Gruß

    Werner

    Id schwäza, schaffa!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Werner Egger ()

  • Also nochmal zurück zur Anwendung. Hier kann zwischen Privatleuten ohne Sachkunde und sachkundingen Personen unterschieden werden.

    Privatleute ohne Sachkunde dürfen Biozide (Ratten- und Mäusegifte) nur im Innenraum (zB Keller) und um Gebäude (Hausnähe, Stall usw) anwenden. Der Verkäufer darf das Gift nur bis zu einer Wirkstoffkonzentration von 30 ppm (0,003%) an Nicht-Sachkundige verkaufen. Relativ schwache Produkte also.

    Hallo,

    woher hast du die Info zu den 30ppm? Meinen Informationen nach sind die Rattenbekämpfungsmittel in mehrere Klassen eingeteilt. Privatanwender erhalten nur Rattenbekämpfungsmittel (Blutgerinnungshemmer) der älteren Generationen, die leider nicht mehr so gut wirken.

    Die Wirkstoffkonzentration pauschal (ohne Bezug auf den Wirkstoff) zu begrenzen macht auch keinen Sinn, da durch Unterkonzentrationen spätere Resistenzen erzeugt werden.

  • Seit 01.03.18 werden die verschiedenen Wirkstoffe von "Rattengiften" in zwei Kategorien eingestuft. Reproduktionstoxisch (Fortpflanzungstoxisch) und zielorgantoxisch

    Als reproduktionstoxisch eingestufte Roden-

    tizide dürfen nicht ohne Sachkunde angewendet werden. Bei jedem zugelassenen Wirkstoff als Wirkstoff für Rodentizide ist der Grenzwert zur Einstufung als reproduktionstoxisch bei 30ppm. (Zufällig wirklich so, aber richtig)

    Die Einstufung als zielorgantoxisch hat viel höhere Grenzwerte und diese Gifte dürfen nur von speziell geschulten berufsmäßigen Anwendern eingesetzt werden. Pflanzenschutzsachkunde reicht dann nicht mehr aus. (Normalerweise braucht man diese nicht, meiner Meinung nach)


    Nachzulesen unter der Broschüre von Umweltbundesamt.de :

    Nagetierbekämpfung mit Antikoagulanzien, September, ab Seite 18