Wildbienenwiese anlegen?

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    Nabend zusammen,

    ich bin neu hier im Forum ich weiß auch nicht genau ob ihr mir helfen könnt.

    Aber ich hab da so eine Idee und dazu würde ich gern mal ein paar Meinungen hören.


    Erstmal vor weg ich finde das Imkerhandwerk total interessant. Aber mir fehlt die Zeit und auch der Platz dafür.


    Aber seit ein paar Wochen wächst bei mir die Idee das man ja mal der Natur einen Rückzugspunkt geben könnte.

    Bei mir in der Gegend gibt es einige brachliegende Flächen.

    Ein breiter Grünsteifen neben einem Feldweg der nicht bewirtschaftet wird.

    Ein ca. 5m hoher und 100m langer Erdwall

    Eine Brachliegende Fläche von ca. 100m x 30m.

    Oder einige Rekultuvierte Flächen die aber nur mit Gras bewachsen sind.

    Unter anderem auch eine große Ungenutzte Fläche mit einem kleinem See (Tümpel) umgeben von einem Feld.


    Es ist also bei mir recht idyllisch, aber trotz der Grünflächen sind nicht viele Insekten zu finden (Bienen sogut wie garnicht und auch Schmetterlinge nur sehr selten)

    Das finde ich sehr Schade und da würde ich gern versuchen die Bedingungen für Insekten zu verbessern.


    Natürlich fehlen zB. den Wildbienen sicherlich auch Nistplätze, aber das ist nicht die Lösung einfach nur Nistplätze an zu legen!

    Ich würde gern jedes Jahr für vielleicht 50€ mal versuchen Blumensamen in den Grünflächen zu verteilen.

    Und so das Nahrungsangebot zu verbessern. Zusätzlich noch Nistplätze (offene Sandflächen, Markstängel und Nistplatten) anlegen und dann mal abwarten ob sich in den nächsten 3-4 Jahren etwas mehr Vielfalt einstellt.


    Die Frage ist nur in wie weit ich mich da aus dem Fenster lehne.

    Es sind keine Naturschutzflächen, aber wenn der Bauer sieht wie ich über sein Acker laufe um zu der Brachfäche zu kommen wo eigentlich nie jemand hinkommt. Und ich vielleicht noch anfange dort zu Gruppern um das Unkraut zu entfernen und ich dort anfange Samen aus zu sähen.

    Dann könnte ich mir vorstellen das es da schon mal ein paar Dumme Fragen geben wird.


    Das andere ist die Auwahl der Samen?

    Fertige Mischungen gibt es ja sehr viele und es ist sicher auch immer ein guter Mix aus hohen und niedrigen Pflanzen die verteilt über das ganze Jahr blühen.

    Am besten noch eine Mehrjährige Mischung. Aber es wird auch oft vor Mischungen gewahnt weil es nicht alles Regionale Pflanzen sind.

    Teilweise kann man in den Kommentaren lesen das sogar Gibtige Pflanzen dabei sind. Oder das Raps als Füllstoff drin ist.


    Besser wäre sicher Samen zu sammeln und Ich hab auch schon damit angefangen, aber 2-3kg kaufen bringt viel mehr als vielleicht 100g zu sammeln.


    Der Boden ist bei uns sandig und trocken meist bewachsen mit Gräser.


    Könnt ihr mir vielleicht bei der Auswahl der Samen helfen?

    +Borretsch (Unbedingt; ich hab die schon in kleinen Mengen gesäht und die Bienen fliegen drauf)

    +Kornblumen

    +Klatschmohn

    +Königskerze

    +Ringelblumen

    +Phazelia

    +Wild Senf

    +Lupine

    +Duftnessel

    +Luzerne


    Die sind zumindest erstmal bei mir in der engeren Auswahl.

    Allerdings weiß ich nicht ob das alles so gut zusammen passt.

    Und was ich unbedingt vermeiden will ist das es anfängt zu wuchern und irgend wann ein Riesen wilder Busch wird.

    Daher kommen bei mir zB. Disteln Sorten nicht in der engeren Wahl.


    Es sollten aber auch keine Sorgen sein die jedes Jahr neu gesäht werden muss.

    Die Pflanzen sollten schon recht Stabiel sich selbst erhalten können.


    Auch die Ansprüche der Pflanzen sollte nicht zu hoch sein.

    bzw. die Aussaht sollte recht einfach sein. Große Boden arbeiten möchte ich gern vermeiden.

    Mein Vorgehen sollte ehr so wie bei den Guerilla Gärtner sein.

    Unauffällig aussähen, oder Samenbomben bauen und willkürlich auswerfen.

    Und so die Grünstreifen am Feldrand mal wieder mit heimischen Blumen anreichern die seit Jahr von der Landwirtschaft kaputt gemacht wurden.


    So ist zumindest mein Idee.

    Aber wie schon gesagt ich hab noch nicht viel Erfahrung bei dem Thema.

    Und selbst die Rechtlichen Gesichtspunkte sind mir noch völlig unklar.

    Wird dies geduldet? oder harte Strafen? weil es Vandalismus ist.


    Ich weiß auch nicht genau ob ihr mir da weiter helfen könnt oder ob ich ein Botanikforum brauche.

    Aber mir geht es um die Erhaltung von Wildbienenbestände in meiner Region.

    Und statt nur zu Reden möchte ich gern was machen.


    Also schreibt mir eure Meinung.

    Und gern auch sinnvolle Tipps.


    gruß NICK

  • Hallo Nick,


    ich sehe viele gute Ansätze und leider noch mehr Schwierigkeiten in der Praxis bzw. den möglichen Antworten. Erst einmal: Dein Engagement ist gut! Jetzt kommt leider auch wie so oft gleich ein aber: Ganz so einfach ist das Ganze nicht. Viele Deiner Fragen lassen sich in einem Forum ohnehin nicht beantworten oder man bräuchte viel mehr Informationen (Photos?). Z.B. von welcher Region reden wir?


    Ein paar Denkansätze, beliebig fortzusetzen:

    - Gartenblumen wie Borretsch und Ringelblumen haben in der offenen Landschaft nichts zu suchen.

    - Pflanzen, die sich ausbreiten können wie Lupinen genauso wenig.

    - Luzerne, Senf und Phacelia sind etwas für den Acker, nicht für den Ackerrand oder Brachflächen

    - Wildinsekten haben andere Ansprüche als Honigbienen. Und bei Wildflächen sollte es um Wildinsekten gehen. Deine Saatgutliste ist eher was für Honigbienen.

    - In der freien Natur ausgebrachtes Saatgut sollte immer regional angepasst sein. Da wurde in gutem Glauben oder aus Unwissen schon viel Schaden angerichtet.

    - Wenn Flächen bislang unbewachsen sind, hat das seine Gründe (egal ob postiv oder negativ). Daran würden auch Deine seed bombs nichts ändern.

    - Ein Tümpel ist heutzutage in vielen Landschaften ein rares Gut, mit dem und dessen Umgebung man seeehr vorsichtig umgehen sollte.


    Ich würde Dir dringend raten, mal nach einer örtlichen Naturschutzgruppe zu suchen und/oder mal versuchen mit den Bauern ins Gespräch zu kommen. Du wirst um viele Einsichten und Erfahrungen reicher werden und am Ende (etwas Durchhaltevermögen vorausgesetzt) sehr viel positives für die Natur in Deiner Umgebung tun können, was wirklich hilft,


    viele Grüße

    schritte

  • Guten Morgen,

    ehrlich gesagt würde ich Dir raten, da mit offenen Karten zu spielen und nicht klammheimlich irgendwas irgendwo aus zu sähen. Zum einen kann es sein, dass da konkrete Planungen im Gange sind wie z.B. die Bebauung (und sei es nur mit landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden) oder es sollen Tiere drauf - beides macht Deine Arbeit dann zunichte.


    Zum anderen ist es wirklich sehr schwer, auf begrünten Flächen ohne vernünftige Bodenbearbeitung etwas neues zu etablieren - unter https://www.hymenoptera.de/Grasland-zu-Bienenland findest Du meine Erfahrungen zu dem Thema...selbst mit richtiger Pflege muss das nicht klappen.
    SeedBombs sind daher wunderbar um frisch zugeschüttete Baugruben zu beimpfen aber vergehen im Rasen praktisch wirkungslos.


    Und außerdem ist man manchmal überrascht, wie viele offene Türen man einrennt - womöglich findet der Bauer das sogar gut und hat gar kein Problem damit, die Fläche mal kurzerhand umzupflügen damit Du was einsähen kannst. Manches wie solche Feldrandstreifen sind Gemeindeland und auch da hat man oft gar kein Problem mit Ideen und engagierten Bürgern (nicht immer aber immer öfter meiner Erfahrung nach...)


    Also offen und im Dialog rangehen; dann respektiert man Dein Ergebnis auch womöglich eher und mäht die mühsam angezogenen Blumen nicht einfach beim nächsten Schnitt wieder ab.


    Nun zu Deiner Pflanzenzahl:

    Viele Deiner vorgeschlagenen Pflanzen finden sich in den klassischen Bienenweidemischungen. Ich möchte Dir aber raten, Dich bei der Auswahl von den Bedürfnissen der Wildbienen leiten zu lassen - die Honigbienen besuchen diese Pflanzen zumeist auch aber eben nicht vice versa. Fast alles in Deiner Liste ist reine Honigbienen- und tw. noch Hummelweide - zudem einjährig und damit oft chancenlos gegen das nachrückende Gras.

    Unter https://www.imkerverein-reinic…te.de/Wilde-Bienen-Garten findest Du Tipps für solche Pflanzen und Mischungen; davon profitieren einfach auch wirklich selten gewordene Arten.


    Na dann, viel Erfolg!!


    M.

  • Hallo Nick,

    ich finde Deine Idee sehr gut. Du solltest auf jeden Fall die Ratschläge meiner "Vorschreiber" beachten. Sollte Dein Plan umgesetzt werden können, nimm mehrjährige Pflanzen. Ich habe an der Kasse einer Kaufhalle ein paar Tüten Bienenweidensamen bekommen. Diese sind leider nur einjährig, aber dem geschenkten Gaul....

    Übrigens, mein Onkel ( alter - ähm - erfahrener Imker ) hat mir vor vielen Jahren gesagt, dass Klettenblüten gutes Bienenfutter seien. Was meinen die Forianer?


    Gruß Bernd

  • @ Schritte: vielen Dank erstmal für deine Meinung und sicher hast Du recht. Stark wuchernde Pflanzen würde ich auch nicht aussähen wollen.


    Ansich glaube ich eigentlich auch an die Natürliche Selbstheilung.

    Es ist halt bloß merkwürdig ein großes Gebiet bei mir sieht sehr Naturbelassen aus (Pferdekoppeln, Heuwiesen und einige Wiesen werden seit Jahren garnicht gemäht teilweise wachen schon Birken auf der Wiese) aber trotzdem herscht eine art Monokultur dort (Graswiese und wenig Blühpflanzen) und Büsche und Steuer am Feldrand. Also eigentlich gute Vorraussetzungen.


    Aber Insekten sind kaum zu sehen oder zu höhren. (und ich bin ein paar mal über die Wiesen geschlendert und habe nach Insekten gesucht.


    Im Vergleich dazu ist bei meinen Schwiegereltern (in Sachsen) auf einer kleinen Wiese ein Wildes Treiben von Insekten.
    Vielleicht täuscht mich mein Eindruck auch, aber das würde mich jetzt sehr wundern.


    Ich werds doch erstmal etwas ruhiger und geplanter angehen lassen.

    Infos sammel, Bilder machen, vielleicht nächstes Jahr mal eine kleine Zählung durchführen, Insekten Fotografieren und mit der Gemeinde reden.

    Ich hatte gedacht sich ein zu bringen und was uneigennützliches zu machen geht auch einfacher und unkomplizierter.

    Aber schon allein die Gefahr falsche Planzen aus zu bringen und dann wird alles überwuchert will ich nicht eingehen.


    @ Hymenoptera: Wegen der Region, es geht um Schönefeld OT Großziethen also ganz in deiner Nähe.


    Entlang des Schönefelderweges

    https://www.google.de/maps/pla…3d52.3920616!4d13.4435828

    Und die Umgebung des Dörferblicks bzw der alte Mauerweg.


    Es sind zum Teil auch Ausgleichflächen für den Flughafen Schönefeld,

    die Teilweise mit Weidetieren frei gehalten werden sollen.


    Aber große Teile sind einfach nur Wiese die im Herbst ein mal gemäht wird.

    Diese Wiesen Punktuell mit Wiesenblumen zu impfen und in die Beräumte Natur Altholz und Markstängel zu verstecken dazu noch Nistbretter mit einer Oberfräse selber bauen wäre eigentlich nicht das Problem, Sandflächen gibt es ein paar, sogar Steilwände (Böschung am Bachlauf oder ein alter Sandwall) Wenn man das so sieht ist das eigentlich ein Paradies für Insekten. Aber die vorherschende Farbe ist nun mal Grün und die Blüten fehlen aus meiner Sicht um das Nahrungsangebot zu verbessern.


    gruß NICK

  • Wenn irgendwo einmal Wiese im Sinne von Gras eingesät wurde, kommen da von Natur aus keine Blüten. Die Sukzession ist dann Grasland -> Büsche -> Wald. Gras ist gegenüber Blühpflanzen auf ausreichend feuchten und fruchtbaren Standorten durchsetzungsfähiger. Anders sieht es auf sehr trockenen und/oder mageren Standorten aus. Klingt ja danach als könnte das bei Dir zumindest teilweise zutreffen. Dann kommt aber auf Sand der dann wahrscheinlich recht saure Boden dazu, auf dem dann auch wieder Vieles nicht geht. Und wir sind wieder beim Komplizierten.

    Nochmals der Hinweis: Such Dir Leute, die Dir was über die (Boden/Besitz/Wetter)verhältnisse sagen können.


    Punktuell impfen in Wiesen geht gut über Maulwurfshügel. Zu Saatgut schau mal bei Rieger.


    Dass es oft nicht so einfach ist wie erhofft hat leider schon Viele von eigentlich guten Ideen abgebracht. Lass Dich nicht entmutigen aber nimm Dir Zeit,


    Viel Erfolg

    schritte

  • Hallo,

    Wiesen werden einmal gemäht.

    Wird auch das Erntegut abgefahren oder wird gemulcht?

    Gemulchte Wiesen sind kaum Blühstandorte weil nährstoffreich!

    Wichtig wäre erstmal, dass im Juli und im September Heu / Silge geerntet wird.

    Nach ein paar Jahren siehst Du was von Natur aus nachkommt.

    Einsäten in einen etablierten Bestand ist sehr schwer.

    Punktuell geht als Maulwurfshaufen-Einsaat oder kleine Stücke Grasnarbe umlegen und einsäen ( heimische Wildblumen).

    Diese sammeln! Da bringen die von dir genannten 200g mehr als ein paar Kilo Fremdlinge.

    Wildinsekten brauchen einheimische Pflanzen!!!!

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Ja die Wiesen meisten wiesen werden gemäht und das Schnittgut wird auch abgefahren. In sofern läuft alles eigentlich schon recht gut.


    Anders ist es natürlich bei den Brachflächen die sind sich selbst überlassen.


    Ich werd morgen mal ein paar Bilder machen und die Online stellen.

  • Hi ich hab mich ein paar Tage nicht gemeldet.

    Aber heut hab ich mal wieder etwas Zeit, hier sind mal ein paar Bilder.


    Ich unterscheide mal in 3 Unterschiedliche Bereiche.


    1. brachliegende Fläche umgeben von Wohnhäuser und Felder.

    Einfach nur Buschwerk


    Und eine Graswiese das irgend wann mal bebaut werden soll


    Hier gibt es einen breiten Grünsteifen Links und die ganze Böschung im Hintergrund


    2. geflegte Grünflächen



    3. Ungenutze Brachflächen

    Eine kleine Lichtung





    So das sind erstmal die Bilder von den vielen großen Flächen die aus meiner sicht ruhig etwas Bienenfreundlicher werden könnte.


    Wie ihr aber schon gesagt habt ein Alleingang bringt nix, schon garnicht bei den Großen Flächen. Und wegen den Landschaftsgärtner würde das warscheinlich auch nix bringen.


    Bei den kleineren Brachflächen in Häusernähe würde ich aber vielleicht mal einen Versuch starten das etwas zu verschönern.

    Bloß das Unkraut muss man erstmal in den Griff bekommen können, damit überhaupt was wachsen kann.

    Ich hab was von Klappertopf Pflanzen gelesen die Grasflächen schwächen kann.


    Wegen den Pflanzensorten habe ich in den letzten Tage viel gelesen.

    Pollen und Nektarmengen und welche Tiere die Blüten besteugen dazu noch die Blütezeiten usw. Außerdem hab ich mal herrausgefunden was bei mir so wächst.


    Gefunden hab ich bis jetzt

    Wiesen Flockenblumen

    Wegwarte

    Kornblumen

    Wilder Löwenmaul


    Und erweitern würde ich vielleicht noch mit

    Natternkopf

    Acker Witwenblume

    Junkerlilie

    Lungenkraut

    Wicken
    Und vielleicht noch Roter und Weißer Klee (schließlich ist das ja ehr brachliegender Garten und kein Naturnaher Bereich)


    Für die Naturbelassenen Bereiche werde ich aber im Winter mal Nistplätze bauen und im Frühjahr aufhängen.


    Eure Meinung ist mir wichtig.

    Was meint ihr?


    gruß Dirk

  • Hallo, wichtig ist ein bis 2x mähen und ernten! Vieles kommt von selbst.

    Einsäten vorzugsweise an lichten Stellen.

    Klee geht immer!

    Ev. Jungpflanzen von den o.g. OArten ziehen und im September pflanzen.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Klappertopf versuche ich auch immer wieder aber bisher ohne Erfolg. Ich kenne den auch eigentlich nur aus höheren Lagen an frischeren Standorten....womöglich in unserer Brandenburger Sandbüchse fehl am Platz.

    Bezüglich lokaler und Wildbienengerechter Pflanzen hatte ich Dich ja schon auf die Liste unter https://www.imkerverein-reinic…te.de/Wilde-Bienen-Garten verwiesen, das passt in der Regel auch auf Brandenburger Sandböden.

    Lungenkraut und Klee mögen es meiner Erfahrung nach eher frischer, passen auch nicht recht in Deine Sammlung und zumindest Lungenkraut habe ich noch nicht erfolgreich einsähen können.


    Aber ohne Bodenbearbeitung bekommst Du da eh nichts rein...würde auch die Finger von den bereits verinselt bewachsenen brachliegenden Flächen lassen...womöglich schon voller Wildbienennester und da macht eine Bodenbearbeitung viel kaputt.


    Hast Du mal geklärt, ob da irgendein Schutzstatus draufliegt? LSG oder gar NSG oder FFH?

    Kennst Du den Eigentümer? ev. Berliner Stadtgüter? Die haben viel da unten... Gemeindeland wäre gut, da ist man oft auch interessiert an aktiven Bürgerideen. kläre das doch mal bevor Du Geld für Samen ausgibst.


    M.

  • Ganz ehrlich: Ich finde die Bilder zeigen eine ziemlich schöne und vielfältige Vegetation. Oftmals übersieht man die kleinen Blüten unscheinbarer Pflanzen. Und genau die werden gerne von Insekten beflogen ☺️ Evtl. kannst du hier und da mal (unter Absprache!) Distelsamen verteilen aber viel mehr würd ich nicht machen. Durch das mühsame Nichtstun kommt die Vielfalt von alleine. ;) Wichtig ist eben max. 1-2 mähen. Besser wäre 1x.


    Ich hab selbst aus gleichen Gründen das Wirtschaftswasseramt angeschrieben, die hatten neben dem Bienenstand auch eine eher grüne Fläche, die sie ca 2x mähten. Nach einem kurzen Mailwechsel, boten sie an, die Fläche nur noch einmal im Jahr zu mähen. Kaum zu glauben, aber schon im dritten Jahr gab es 20% mehr Blüten! Und Hummeln sowie Schmetterlinge und Bienen labten sich an ihnen ☺️


    Ich bin mir auch sicher, dass in den kahlen Stellen tausende Solitärbienen ihre Heimat haben und damit sie dort weiter leben können, muss die Fläche offen bleiben. Denk daran 70% der Wildbienen brauchen offenen Boden (und keine Nisthilfen).


    Für deine Projekte und Ideen kann ich dir nur die Facebook-Gruppe „wir helfen Wildbienen“ empfehlen. Dort hab ich schon zahlreiche Tipps und Tricks kennengelernt ☺️ Besonders beim Nisthilfenbau kann man sehr viele Fehler machen. Oder auf http://www.naturgartenfreude.de beschreibt auch der werte Werner David, wie man Insekten zu sich holen kann.


    Ach und ein toller Kanal auf youtube ist der Markus Burkhard, der zahlreiche Videos zu Wildblumen und einheimischen Pflanzen veröffentlicht:


    Und nicht zu vergessen: Der großartige Film „Biene Majas wilde Schwestern“ 😍 Da lernt man auch viele Zusammenhänge!