Wer hat eigene Erfahrungen zu paralleler Einfütterung und Ameisensäurebehandlung?

  • Hallo liebe Foristen,


    die Theorie ist klar: wo es geht, vermeidet man es, dass sich Einfütterung und Ameisensäurebehandlung überschneiden. Das genannte Stichwort ist dann stets "das Futter versäuert dann".


    Wer aber hat in der eigenen Praxis Erfahrungen damit gemacht? Gern würde ich solche Erfahrungsberichte hören. Wird versäuertes Futter nicht aufgenommen im Winter? Bekommen die Bienen Verdauungsprobleme davon?


    Womöglich gab es dazu schon einmal eine Forumsdiskussion, ich konnte aber bei einer Forumsuche nur eine unverlinkte Behauptung dieser Art finden, nicht die Diskussion selbst. Über einen funktionierenden Link würde ich mich auch sehr freuen!

  • Habe ich früher schon mal gemacht, wenn die Zeit am Ende knapp wurde. Schwammtuch unter die Futterzarge, AS60%ig 3 ml pro Wabengasse Großwaben (DN1,5) und dann Futtersirup in den Fütterer. Negative Effekte, außer den üblichen bei AS konnte ich nicht verzeichnen. Es wird dann halt ziemlich verbaut unter der FZ. Du kannst auch Folie über das Schwammtuch legen (mit Gitter als Abstandhalter) und diese zum Aufstieg der Futterzarge umschlagen. Dann hast keinen Verbau.


    Heute nutze ich keine AS mehr - Dosierbarkeit zu ungenau, bienenschädlich.

  • Danke für die Antworten.


    Daß die Luftfeuchtigkeit auch die AS-Behandlung beeinträchtigt hatte ich noch gar nicht....


    beemax , womit behandelst du inzwischen? Falls überhaupt..

    Luftfeuchtigkeit wird im Wesentlichen durch die äußeren Bedingungen bestimmt. Bienenvölker können durch Luftbewegung die inneren Bedingungen konstant halten, solange die äußere Luft "trocken genug ist".


    Die Wassermenge, die durch Futter eingetragen wird, ist nicht wesentlich, da der Bien genügend Kapazität hat, die "Lüftung" zu gewährleisten. Allein schon der Abtransport des AS-Dampfes aus dem Volk bedingt ausreichend Belüftung des Bienenstock, immer vorausgesetzt, die Völker sind keine Schwächlinge!


    Zur Frage nach meiner Varroabehandlung: Totale Brutentnahme im Juli in Vbdg. mit Oxalsäurebehandlung bei Brutfreiheit. Nur in außergew. Fällen mache ich Blockbehandlung mit OXS. Mit der Methode ist man unabhängig von Außentemperatur und rel. Luftfeuchte!

  • Ich kann dir zumindest sagen, dass bei einer AS-Langzeitbehandlung eine parallele Sirupfütterung in Futtertasche, alles in einer Zarge, augenscheinlich keine großen Probleme bereitet. X-tausendfach schon durchgeführt, klappte immer super. Da wurde das halt immer zwecks der Produktivität bzw. des Zeitersparnis so durchgeführt.


    Allerdings würde ich, wenn es sich vermeiden lässt, es nicht parallel durchführen. Bauchgefühl halt.

    Mit freundlichen Grüßen, Lachnide