• Hallo alle miteinander.
    Ich bin seit 2 Jahren Imker und habe die alten Beuten von meinen Vater übernommen. Das diese aber Hintebehantlungsbeuten sind und viel arbeit machen, möchte ich auf eine andere Beute umsteigen.
    Aber welche????
    Vieleicht weis ja einer von euch eine Rat.
    Ich bin neu in diesen Forum und hoffe hier ein paar gute Antworten zu bekommen.

  • Hallo Willi,
    Ich imkere seit jahren mit der segeberger beute und habe gute erfahrung damit gemacht. Ich würde mich auf jedem fall nach dem rähmchenmaß
    deine hintebehandlungsbeuten richten. Du brauchst dann nicht alles neu zu kaufen. Bei der auswahl deiner beuten kommt es auch darauf an
    welches gewicht du heben möchtest. In holzmagazinen ist der wassergehalt des honigs etwas niedriger da das holz im gegensatz zum kunststoff atmet, dafür sind sie aber auch schwerer. manche trogbeuten lassen sich nicht genügend erweitern und dadurch kommt eher schwarmstimmung auf, bedenke auch dies beim kauf. Deine alten hinterbehandlungsbeuten lassen sich in dem du den honigraum absägst , und eine rückwand einsetzt gut zu ablegerkästen umbauen, sie werden dann zu oberbehandlungsbeuten. Mit einem blechdach versehen kann man sie auch im freien aufstellen.
    Mit imkerlichem gruß
    Andreas Hoppe

  • Hallo Willi
    Ich habe das selbe Problemchen gehabt und hab mich nach langen hin und her dafür entschieden -Segeberger -und nich bereut.Es hatt ja alles seine Vor-und Nachteile aber der Preis passt und die Handhabung is überzeugend.Zur Information gibts im Imkereiteilehandel für ein paar Euros das kleine Büchlein"So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute von Werner Schundau welches zu empfehlen is.Den grössten Vorteil sehe ich darin man kann die Dinger überall ohne großen Aufwand zum Einsatz bringen und keinerlei Schutzeinrichtungen wie bei den Holzbeuten sind erforderlich.
    Mfg Herby

  • Hallo Willi,
    Ich empfehle dir Holzbeuten zu nehmen da sie um ein Vielfaches robuster sind. Wenn du nicht so schwer heben willst kannst du auch Flachzargenmagazine verwenden.
    Aber mal ehrlich bei einer vollen Honigzarge mit ca 10 kg kommt es da auf ein kg Holz an? :wink:
    Das Maß würde ich auch beibehalten, dann kannst du z.B. aus den Hinterladern Ablegerkästen machen.

  • Walter Jacobi schrieb:

    Hallo Willi,
    Ich empfehle dir Holzbeuten zu nehmen da sie um ein Vielfaches robuster sind. Wenn du nicht so schwer heben willst kannst du auch Flachzargenmagazine verwenden.
    .


    Das sind aber jetzt Schauermärchen, das Holz robuster sei. Bei einer Holzbeute im Freien kann man spätestens nach 10 Jahren die Krümel wegputzen und bei meinen Segebergerbeuten, die ich mit einer speziellen Hartbeschichtung gestrichen habe, können meine Enkel noch damit imkern. Meinen Holzbeuten, die genauso lang und gestrichen daneben stehen, sieht man den Zahn der Zeit schon gewaltig an. Wenn ich den ökologischen Standpunkt ausser acht lasse und nur auf die Haltbarkeit und die Schonung meines Geldbeutels achte, würde ich immer wieder auf die Segeberger zurückgreifen.

  • Hallo,


    ich weis das jeder für sich die "richtige" Beute finden muß, aber wenn Du an das Umstellen denkst, sieh Dir auch die 12er Dadant Beuten nach Bruder Adam an, ich bin begeistert davon und sie haben bei 12 Rähmchen genügend Platz im Brutraum. Die kleine Anzahl der Waben heißt auch weniger Arbeit bei der Schwarmverhinderung. Wenn Du im Internet, z.B. über google, suchst findest Du auch genügend Anbieter. Solltest Du nichts finden kann ich Dir noch was raussuchen. Ich selber habe mir diese Beuten selbst gebaut.


    Und was die Haltbarkeit angeht, kann ich nur sagen lies mal bei Bruder Adam nach, bei ihm haben ein und dieselben Holzbeuten weit über 50 Jahre gehalten, und das im nassen engl. Wetter.


    Ich hoffe dies hilft weiter


    Gruß
    Franz

  • Naja Holz is um vielfaches robuster schreibt Imker Walter Jakobi.Wär ja schön wenn er mit seiner Meinung richtig liegen würde.
    Mann sollte die Sache schon mit allen Vor-und Nachteilen abwägen.Da bekanntlich drei Imker fünf verschiedene Meingungen dalegen is es nich einfach.So eine Beuten Entscheidung is ja für viele Jahre zu treffen.Nur wenn man das Ganze mit einbezieht is mit logischen Argumenten die Entscheidung für den Imker nach voll ziehbar und man wird feststellen das die wahl zur Segeberger nich schlecht sein kann auch wenn jeder Holzbeuten Fanatiker dies anders sieht. Imkern lässt es sich in Holz und Kunststoff Beuten wobei es bei jeder Betriebsweise gewisse Vor oder Nachteile gibt. Ich bin mir jedenfalls sicher, dass bei sach gerechter Behandlung der Kunststoffbeuten diese mein Imkerleben überdauern was mit Holzbeuten schwieriger und aufwändiger zu ereichen ist. Auch wenn in der Öko-Imkerei die Kunststoffbeuten, für mich durch nich nach voll ziehbare Argumente,verbannt werden. Die Flachzargen Betriebsweise macht mit Sicherheit nee menge Mehr an Arbeit was auch bedacht werden sollte. Außerdem der Geldbeutel is wie Imker Honigmayerhofer schon erwähnt hat auch nich außer Acht zu lassen.
    Gruß eines Hobbyimkers


  • Hallo Franz,
    da habe ich anscheinend das falsche Holz, solange hält in unseren Breiten nicht einmal das Eichenholz. Habe erst letzte Woche 5 cm dicke Eichenbohler aus einer Abdeckung eines Brunnen entfernt und die waren schon nach knapp 20 Jahren verfault. Wenn du jetzt 5 cm Dicke betrachtest und den Umstand, dass Eiche eines der widerstansdsfähigsten Hölzer ist, dann kann ich mir die Langlebigkeit einer 2 cm dicken Weymutkieferbeute oder sei es auch Fichte, die ein paar Jahre langer hält, nicht erklären. Ich rede von Tatsachen, da ich mit Segeberger und Holzbeuten imkere und den Unterschied feststelle, auch ist eine Segeberger im Einkauf günstiger, als eine Holzbeute, da bei der Holzbeute schon der Deckel sehr ins Geld geht, ausser ich lege auf eine saubere Abdeckung mittels eines verzinkten Deckels keinen Wert.

  • Jungimker denken vielfach ökologisch, das heisst es ist logisch das nur die Oeko-imkerei in Frage kommt. In der ökologische Betriebsweise imkert man wenn immer möglich mit natürlichen, dem Wesen Biene nahestehende Materialien wie (einheimisches) Holz, Stroh, Lehm etc. Ich sehe die ökologische Imkerei als die Imkerei der Zukunft.
    Die höheren Kosten kann man mit weniger Bienenstöcke ausgleichen. Das steigert die Qualität der Imkerei. Qualität heisst mehr Zeit für das einzelne Bienenvolk zur Verfügung haben, mehr Zeit zum Beobachten, immer gut gepflegte, hoffentlich vitale und gesunde Völker besitzen. Weniger Völker konkurrenzieren sich untereinander weniger, das heisst mehr Honig pro Volk am gleichen Standort bei weniger Arbeit im Gesamten. Qualität heisst auch kein Stress, sondern mehr Freude an den Bienen. Qualität heisst nicht immer bei den Bienen sein müssen, sondern jederzeit genügend Zeit für die Familien, die Freunde oder den Urlaub haben.
    Vielleicht gibt es auch Tips vom Fachmann wie man Holzbeuten behandelt damit sie länger halten.
    Zum Glück kann jeder in vielen Bereichen selber seiner Lebenseinstellung entsprechend (noch) auswählen wie er imkert.

  • Hallo Imker,
    natürlich muss jeder seinen eigenen Weg finden. Und genauso können Imker unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben. Aber das Holzbeuten nach zehn Jahren zerkrümeln habe ich noch nicht gehört, aber mag ja sein. Mein Patenimker imkert jedenfalls seit ca 35 Jahren in denselben Holzbeuten und diese wurden nur mit Firnis behandelt stehen jedoch unter einem Schauer. Feucht werden sie aber trotzdem. Die Beuten sind zwar grau geworden erfüllen aber noch voll ihren Zweck.
    Ich persönlich habe jedenfalls die erfahrung gemacht, das beim Lösen von verkitteten Zargen bei der Segeberger Beute so manche Kante weggebrochen ist oder eingedrückt wurde.
    (Das alles ist natürlich nur als Anregung zu verstehen!!!)

  • Hallo Walter,


    wenn die Beuten solange bei euch halten, dann ist es schön für euch, ich kann es leider bei meinen Beuten nicht nachvollziehen. Nur eines kann ich nicht gelten lassen, dass die Styroporbeuten sich nicht lösen ließen und Kanten wegbrechen, im Gegenteil, die Segeberger lässt sich leichter lösen, als die Holzbeute. Da muss ich vorwurfsvoll sagen, dass mein Rat, den ich immer wieder weitergebe, das Buch vom Werner Schundau zu lesen, nicht befolgt wurde. Schundau schreibt einmal im Jahr die Kanten mit Vaseline, aber bitte kein tierisches Fett verwenden, einzustreichen, die Zargen lassen sich das ganze Jahr lösen, wie der Butter aus dem Papier.

  • Hallo alle,


    wie ich ja schon mehrfach kundgetan habe, "stehe" ich auch auf die Segeberger, ohne wenn und aber.
    Alerdings wird sie ohne jeden Schnickschnack benutzt, d.h. Boden, Zargen, Deckel und Ende. Also keine [i]Über-Unter-Seiten-Zwischengitter[/ikeine Lüftung usw.
    Ausschlaggebend für mich waren damals :Preis, Haltbarkeit, Passgenauigkeit, Gewicht.
    Ich bin -sorry-ein eher untypischer Imker, der nicht den ganzen Winter in der Garage beim Beutenbauen oder Rähmenchenholzhobeln verbringen will. Es soll ja Imkerkollegen geben, die lieben den Winter mehr als den Sommer.
    Meine ersten Beuten waren handmade by Michael, und so sahen sie auch aus.
    Wer natürlich seine Handwerkerleidenschaft ausleben möchte, soll Holzbeuten nehmen.
    Ich bin weg davon; allerdings ist mir schleierhaft, warum verschiedene Bio-Verbände Kunststoffbeuten ablehnen, bleibt wohl deren Geheimnis.


    Grüsse aus der Novembertristesse ...



    M.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • ...Und so muss jeder nach seiner Fasson selig werden.... 8)


    Ob Holz, Stroh, Lehm, oder Styrophor es gilt alle Vor und Nachteile für die eigenen Umstände und vor allen Dingen für die eigene Betriebsweise abzuwägen.


  • Hallo Xare,
    wenn Du den Rat von Franz in seinem Zitat befolgt und in "meine Betriebsweise"
    gelesen hättest, dann wüßtest Du auch warum das Holz 50 Jahre und
    vielleicht sogar doppelt so lange hält, auch wenn es nur 20mm Fichte ist.
    Bruder Adam hat nach der Fertigstellung seine Beuten in Parafinöl gekocht.
    Dabei verdampft das Wasser im Holz und wird durch das Parafinöl ersetzt.
    So behandelt ist die Beute durch Witterungseinflüsse nicht mehr zu zerstören.


    Was die Haltbarkeit der Segeberger betrifft.
    Für Dich als Standimker mag das eine brauchbare Beute sein, wer aber regelmäßig
    damit Wandert, hat in wenigen Jahren ein großes Ensorgungsproblem und braucht sehr viele "gelbe Säcke" :lol:


    Ach ja, Wespen fressen sich gerne zwischen den Zargen Eingänge in die Beuten,
    bevorzugt zwischen den Honigzargen und können dann praktisch ohne Gegenwehr die Völker plündern.


    Viele Grüße --- Harry ---